Cover of Ruhrpott Liebe: Zwei Herzen, Eine Stadt

Ruhrpott Liebe: Zwei Herzen, Eine Stadt

Read the story

70 chapters · 225054 words · Read 0 times

In German - write a story about a gay married couple living in Oberhausen consisting of Alex, 31 and Leon, 28. Alex is normal sized and slightly chubby and has a girthy dick and Leon is small and slightly chubby and has a curved dick. Alex prefers to power bottom by riding Leons dick but they both like either person to be the top

Chapter 36: Chapter 36

Die nächsten Wochen waren von einer gespenstischen Normalität geprägt. Laras Schwangerschaft bestätigte sich schnell, und mit ihr kam eine bleierne Müdigkeit, die sie tagelang an das große Sofa im Wintergarten fesselte. Die Männer bewegten sich wie auf Zehenspitzen um sie herum, erledigten den Einkauf, brachten Tee, verstummten, wenn sie einnickte. Die Erinnerung an die mechanische Art der Zeugung hing zwischen ihnen allen wie ein unausgesprochenes Brandmal.

Theo suchte die Nähe zu Kai in diesen Tagen, eine stumpfe, körperliche Dringlichkeit, die nach der Fremdheit von Laras Körper verlangte. Es war kein liebevoller Akt, sondern eine Bekräftigung ihrer eigenen, verdrehten Wirklichkeit. Einen Abend, als Lara früh schlafen gegangen war und Ben und Noah in der Stadt ein Konzert besuchten, fand er Kai im Fitnessraum, schweißgebadet und beim Gewichtestemmen.

„Hör auf“, sagte Theo einfach, sein Schwanz bereits hart in der Jeans. Kai ließ die Hantel mit einem dröhnenden Aufprall fallen. Ohne ein Wort drehte Theo sich um, stützte sich mit den Händen auf die gepolsterte Bank. „Mach mich fertig.“

Kai spuckte in seine Hand, schmierte sein eigenes Glied damit ein, und dann stieß er ohne Vorbereitung in Theo hinein. Es war ein aggressiver, befreiender Schmerz. „Gehörst mir“, knurrte Kai, seine Hände wie Schraubstöcke um Theos Hüften. „Nur mir. Dieses Arschloch ist meins.“ Jeder Stoß war eine Grenzziehung, eine Antwort auf die anonyme Funktionalität, zu der sie sich vor Lara erniedrigt hatten. Theo stöhnte, presste sein Gesicht gegen das kalte Vinyl der Bank, und als er kam, spritzte sein Sperma in weißen Striemen auf den blanken Boden, gefolgt von Kais heißem Nachstrom, der ihn von innen verbrannte.

Sie blieben so, keuchend, verbunden, bis Kais Schwanz erschlaffte und herausrutschte. „Nie wieder“, flüsterte Kai gegen Theos nackten Rücken. „So wie mit ihr. Das machen wir nie wieder.“

„Nein“, keuchte Theo. „Nie wieder.“

Die erste Ultraschalluntersuchung brachte die Wende. Lara lag auf der Liege, ihr Blick an die weiße Decke geheftet, als die Ärztin den Schallkopf über ihren noch flachen Bauch bewegte. Auf dem Monitor erschienen verschwommene Grauwerte, die sich zu zwei klaren, pulsierenden Punkten formten. „Da sind sie“, sagte die Ärztin mit professioneller Freundlichkeit. „Zwei Herzchen. Alles sieht perfekt aus.“

Fünf Augenpaare starrten auf den Bildschirm. Zwei. Theo spürte, wie Kais Hand sich blitzartig um seine knöchernte. Noah ließ ein leises, ungläubiges Lachen hören. Ben schien den Atem anzuhalten. Lara schloss die Augen, ein winziges Zucken um ihren Mund.

„Zwillinge“, sagte Ben später im Auto, das Wort lag wie ein fremdes, schweres Objekt im Raum. „Zwei.“

„Doppeltes Glück“, versuchte Noah, doch seine Stimme schwankte.

Lara, die auf dem Rückweg geschwiegen hatte, lehnte sich in der Küche der Villa gegen den Granitblock und sah sie nacheinander an. Ihre Hände lagen schützend über ihrem Unterleib. „Es ändert nichts am Plan“, sagte sie mit ihrer sachlichen Stimme. „Aber es bestätigt ihn. Eine Familie. Eine große.“

Doch in den folgenden Tagen, als die Realität der zwei Kinder sie einzuholen begann, keimte ein neuer Gedanke. Es war Kai, der ihn beim Abendessen aussprach, brutal direkt wie immer. „Zwei Kinder. Gut. Aber wer sagt, dass das reicht?“ Er stocherte in seinem Essen. „Dieses Haus ist riesig. Es ist leer. Selbst mit vier Erwachsenen und zwei Babys wird es hier immer noch fucking leise sein.“

Lara musterte ihn über den Tisch hinweg. „Was schlägst du vor?“

„Wir haben ein System“, sagte Kai und wedelte mit der Gabel. „Es hat funktioniert. Warum stoppen?“ Er sah die anderen an. Ben wich seinem Blick aus. Noah sah interessiert aus. Theo fühlte einen kalten Schauer über seinen Rücken laufen.

„Du willst mehr Kinder“, stellte Lara fest, keine Frage.

„Ich will, dass dieses Haus lebt“, korrigierte Kai. „Ich will, dass es Geschrei gibt und Lärm und… Leben. Nicht nur das fucking Echo unserer Fehler.“ Seine Stimme war rau. „Wir suchen eine weitere Frau. Machen das gleiche. Eine, die vielleicht sogar Bock darauf hat, Teil von dem ganzen Scheiß zu sein, nicht nur ein Leihgefäß.“

Eine lange Stille breitete sich aus, durchdrungen nur vom Knistern des Kamins. Die Ungeheuerlichkeit des Vorschlags war so groß, dass sie fast normal wirkte. Ein logischer nächster Schritt in ihrer absurden Gleichung.

Ben seufzte tief. „Eine weitere Frau. Das bedeutet mehr Absprachen. Mehr… Prozeduren.“

„Es bedeutet mehr Familienmitglieder“, sagte Noah, und in seinen Augen blitzte etwas von seinem alten, frechen Selbst auf. „Mehr Geburtstage. Mehr Chaos. Vielleicht ist das genau das, was wir brauchen. Damit es nicht so… transaktional ist.“

Lara strich sich über den Bauch. Ein schwaches, fast unmerkliches Lächeln berührte ihre Lippen. „Zwillinge sind ein großer Job. Wenn jemand Hilfe möchte…“ Sie zuckte mit den Schultern. „Ich wäre nicht abgeneigt. Geteilte Verantwortung. Geteilte Nachtwachen.“

Theo beobachtete sie alle, diesen seltsamen Rat, der über die Erweiterung ihres experiments entschied. Er dachte an das brennende Gefühl von Kais Besitz in ihm, an die zwei flackernden Lichtpunkte auf dem Ultraschall, an die erstickende Leere der Villa, die nie wirklich gewichen war. Mehr Leben. Mehr von allem. Vielleicht war das der einzige Weg, die Leere für immer zu übertönen.

„Also gut“, sagte Theo, und seine eigene Stimme klang fremd. „Wir suchen eine weitere Frau.“

Der Entschluss, einmal gefasst, entfesselte eine seltsame Energie. Es war, als hätten sie eine neue Mission, ein Projekt, das größer war als sie selbst. Die Profile auf den speziellen Dating-Plattformen wurden aktualisiert, die Beschreibung nun noch offener, noch direkter. „Etablierte, unkonventionelle Familie (4 Männer, 1 schwangerer Frau) sucht weitere Frau zur Erweiterung der Familie. Ziel: weitere Kinder, gemeinsames Leben, gegenseitige Unterstützung. Ernsthaftes Interesse und emotionale Reife vorausgesetzt.“

Die Antworten waren diesmal anders. Weniger Voyeure, mehr ernsthafte Anfragen von Frauen, die selbst am Rande der konventionellen Lebensentwürfe standen. Sie trafen sich mit einer Sozialarbeiterin, die von Großfamilien träumte, mit einer Musikerin, die der Tournee-Overdose überdrüssig war, mit einer schüchternen Buchhändlerin, die sich nach Gemeinschaft sehnte.

Dann kam Maja.

Das Treffen fand in einem kleinen Café in Ottensen statt. Maja war Ende zwanzig, hatte lange, dunkle Haare, die ihr in einem lockeren Zopf über der Schulter hingen, und tätowierte Unterarme, die unter ihrem Rollkragenpulli hervorschauten. Sie arbeitete als Tischlerin, sprach mit den ruhigen, präzisen Händen einer Handwerkerin. Ihre Augen, ein klares Grau, nahmen sie alle nacheinander auf, ohne zu urteilen.

„Ihr seid also die berühmte Villa-Besatzung“, sagte sie, nachdem sie ihren Kaffee bestellt hatte. Ihre Stimme war ruhig, fest. „Ich habe euer Profil gelesen. Alles. Es klingt… ehrlich. Auch wenn es verrückt klingt.“

„Es ist verrückt“, bestätigte Kai sofort. „Aber es funktioniert. Bisher.“

Maja nickte. „Lara“, wandte sie sich direkt an sie. „Wie fühlst du dich dabei? Die Schwangere inmitten von vier Männern, die jetzt eine weitere Frau suchen?“

Lara, die ihre Hände um ihre Teetasse gelegt hatte, lächelte diesmal ein echtes, müdes Lächeln. „Ehrlich gesagt, fühle ich mich erleichtert bei dem Gedanken. Ich will diese Zwillinge mehr als alles andere. Aber ich will nicht in der klassischen Mutterfalle landen. Mit euch allen… und mit einer weiteren Partnerin… wäre die Last geteilt. Die Freude vervielfacht.“

Maja hörte aufmerksam zu. Sie stellte präzise Fragen. Nach den Schlafarrangements, nach den Finanzen, nach den Konfliktlösungsstrategien. Nach der sexuellen Komponente. „In eurem Profil steht, die Beziehungen sind komplex. Heißt das, ich müsste mit allen von euch schlafen?“

Die Luft wurde dick. Ben räusperte sich. „Nicht, wenn du nicht willst“, sagte er sanft. „Die Zeugung… bei Lara war es ein funktionaler Akt. Ein separates Ding. Der Rest… der Rest ist ein Gewirr. Aber es basiert auf Konsens. Immer.“

Majas graue Augen ruhten auf Theo, dann auf Kai, der sie mit herausforderndem Blick musterte. „Ich bin bisexuell“, sagte sie schließlich. „Ich stehe auf Frauen und Männer. Aber ich bin kein Gemeinschaftsprojekt. Wenn etwas entsteht, entsteht es zwischen Menschen. Nicht mit einer Gruppe.“

„Das ist fair“, sagte Noah. „Sehr fair.“

Sie sprachen noch lange. Über Möbelbau und Malerei, über die laute Stille großer Häuser, über den Wunsch, etwas zu schaffen, das hält. Als sie sich verabschiedeten, mit dem unverbindlichen „Man hört sich“, wussten sie es schon wieder. Es war dieses seltsame, intuitive Erkennen, das sie bei Lara gehabt hatten. Maja war nicht die perfekte Ergänzung. Sie war die mögliche.

An diesem Abend, zurück in der Villa, war die Stimmung elektrisch. Eine seltsame, nervöse Hoffnung lag in der Luft. Theo fand Kai später auf der dunklen Terrasse, eine Zigarette zwischen den Lippen, den Blick auf die Lichter der Hafencity gerichtet.

„Sie ist stark“, sagte Kai ohne Einleitung. „Sie lässt sich von uns nicht einschüchtern.“

„Das ist gut“, sagte Theo.

Kai warf die Zigarette ins Dunkle und drehte sich zu ihm um. In seinen Augen glühte ein wildes, triumphierendes Feuer. „Zwei Kinder im Bauch. Und jetzt eine neue Frau.“ Er griff nach Theo, zog ihn grob an sich. Seine Hände fanden den Reißverschluss von Theos Hose. „Wir bauen uns eine ganze verdammte Welt.“

Theo stieß ihn gegen die kalte Backsteinmauer, sein Mund fand Kais mit beißender Gier. Es war ein Kuss der Eroberung, der hungrigen Zukunft. Kais Hand fuhr in Theos Hose, packte seinen schon harten Schwanz und rieb ihn mit rauen, fordernden Stricken. „Du wirst zusehen“, flüsterte Kai gegen seinen Mund, sein Atem dampfte in der kalten Luft. „Wenn ich sie irgendwann ficke. Du wirst zusehen und wissen, dass dein Arsch nur mir gehört.“

Die Vorstellung, roh und obszön, ließ Theo stöhnen. Er drehte Kai um, drückte sein Gesicht gegen die Mauer und zerrte seine Jeans und Boxershorts herunter. Er spuckte in seine Hand, schmierte sich sein Glied damit ein und drang mit einem einzigen, tiefen Stoß in ihn ein. Kai keuchte auf, ein heiserer, triumphaler Laut. Theo hielt seine Hüften umklammert und rammte sich in ihn, jeder Stoß ein Gelübde, ein Anspruch, eine Flucht vor der Komplexität, die sie geschaffen hatten. Sein Fleisch klatschte gegen Kais Gesäß, ein nasses, schallendes Geräusch in der nächtlichen Stille.

„Ja, du gehörst mir, du Arschloch“, zischte Theo, seine Kontrolle bröckelnd. „Alles hier gehört uns.“ Sein Orgasmus brach aus ihm heraus, heiß und besitzergreifend, und er füllte Kai mit seinem Sperma, markierte ihn von innen heraus, während sein Körper vor Erschöpfung zitterte. Kai kam kurz darauf, sein Sperma spritzte gegen die kalte Backsteinmauer, ein weißes, gleißendes Zeichen im Dunkel.

Sie blieben zusammengesunken stehen, atemlos, noch immer verbunden. Drinnen im Haus, in ihrem Atelier, malte Lara an einem neuen, großen Bild – zwei dunkle Bäume, die ineinander verwuchsen. Im Wohnzimmer diskutierten Ben und Noah leise über den möglichen Umbau eines Zimmers für Maja. Und irgendwo in Hamburg, in ihrer Werkstatt voller Sägespäne und Lackdunst, strich Maja nachdenklich über die Kanten eines frisch gehobelten Brettes und dachte an das

Im Wohnzimmer diskutierten Ben und Noah leise über den möglichen Umbau eines Zimmers für Maja. Und irgendwo in Hamburg, in ihrer Werkstatt voller Sägespäne und Lackdunst, strich Maja nachdenklich über die Kanten eines frisch gehobelten Brettes und dachte an das Haus voller Männer und die schwangere Frau, und an die zwei flackernden Herzschläge auf dem Bildschirm, die etwas in ihr, eine lange verschüttete Sehnsucht, zum Beben brachten.

Sie zog zwei Wochen später ein.

Ihre Ankunft war anders als Laras. Sie kam nicht mit zögernden Koffern, sondern mit Werkzeugkisten, schweren Maschinen in Transportkartons und dem süß-scharfen Geruch von Kiefernholz. Ihr Raum, das ehemalige Gästezimmer neben Ben und Noah, wurde sofort eine Baustelle. Das Kreischen der Kreissäge füllte das Haus, gefolgt vom rhythmischen Hämmern und dem wirbelnden Staub, der sich in den Sonnenstrahlen wie Goldstaub drehte. Lara, deren Bauch nun eine sanfte Wölbung zeigte, setzte sich oft mit einer Tasse Tee auf einen umgedrehten Farbkübel und beobachtete sie. Sie tauschten kaum Worte. Sie beobachteten einfach die präzisen, sicheren Bewegungen der anderen.

Die Dynamik verschob sich in unmerklichen Graden. Maja war kein Gast. Sie war eine Kraft. Sie reparierte die klemmende Terrassentür, ohne gefragt zu werden. Sie baute den wackeligen Küchenstuhl neu, sortierte das chaotische Werkzeugregal in der Garage. Ihre Präsenz war physisch, konkret. Und sie hatte keine Angst, die bestehenden Strömungen zu stören.

Ein Samstagabend, einen Monat nach ihrem Einzug. Lara war müde, ging früh schlafen. Ben und Noah waren in der Stadt bei einer Vernissage. Theo und Kai hatten mit Maja in der Küche Tequila getrunken, einfache, harte Schüsse, begleitet von lautem Gelächter über krumdämliche Kundengeschichten aus Majas Tischlerei. Die Luft war locker, unverkrampft. Sie waren betrunken, alle drei.

"Du bist anders als ich dachte", grunzte Kai, lehnte sich auf seinem Stuhl zurück. Seine Augen waren glasig.

"Und was dachtest du?" Maja fragte, nippte an ihrem Glas. Ein Rest Salz klebte noch an ihrem Handrücken.

"Dachte... 'ne Verrückte. Oder 'ne Berechnende." Er zuckte mit den Schultern. "Bist ja verrückt. Aber nicht so."Wie dann?"

Theo beobachtete das Duell. Kai beugte sich vor. "Du baust dir deinen Platz. Nicht nur im Haus. In uns. Das ist anders." Seine Hand, schwer und unvermittelt, lag plötzlich auf ihrem nackten Unterarm. Sie zuckte nicht zurück.Sie hielt seinen Blick.

"Ich baue, was haltbar ist", sagte sie ruhig. "Das ist alles."

Später, viel später, standen sie schwan-kend im Flur vor ihren Zimmern. Der Flur drehte sich leicht. Kai grinste blöd, stützte sich an der Wand ab. "Kommst du rüber?" Er nickte zu seiner Schlafzimmertür. Es war keine richtige Frage. Eine Trunkenheitsprobe.

Maja schüttelte den Kopf. Ein klares, fast nüchternes Signal in der alkoholgeschwängerten Luft. "Nicht so. Nicht heute."

Kais Grin-sen erstarb. Ein Schatten von Marxloh, von roher Enttäuschung, flog über sein Gesicht. Er murr-te etwas und verschwand in seinem Zimmer. Die Tür schlug zu.

Theo und Maja blieben allein im dämmrigen Flur stehen. Das einzige Licht kam von der Stehlampe in ihrem offenen Zimmertürrahmen, die warme Scheibe über den frisch gehobelten Fußbodendielen warf. Der Geruch nach Holz und Leinöl hing in der Luft, vermischt mit dem süßlichen Tequilageruch ihres Atems.

"Er meint es nicht böse", sagte Theo, seine Stimme klang heiser. "Er ist nur...direkt."

"Ich weiß." Maja lehnte am Türrahmen. Sie betrachtete ihn, sein zerfurchtes Gesicht, die schmalen Lippen. "Du bist der Stille. Der, der alles aushält." Sie trat einen Schritt näher. Der Abstand zwischen ihnen verschwand. "Willst du rein-kommen?"

Es war keine Herausforderung. Eine Einladung. Theo spürte, wie der Alkohol in seinem Kopf einen dumpfen, roten Dröhn-ton erzeugte, der alle Warnungen übertönte. Er nickte.

Ihr Zimmer war spartanisch und dennoch warm. Eine selbstgebaute Bettstatt, eine Werkbank als Schreibtisch, über der eine Skizze des Hauses mit geplanten Regalen hing. Sie stellte sich vor ihn, ganz nah. Ihre Hände fanden seine Hüften. Sein Schwanz war sofort steif, ein dickes, schmerzendes Pochen in seiner Jeans.

"Du warst der Erste, oder? Bei Lara." Ihre Hände lösten seinen Gürtel, den Knopf seiner Hose. "Der, der es nur hinter sich bringen wollte."

Theo nickte wieder, unfähig zu sprechen. Die Erinnerung an Laras reglosen Körper, an den erstickenden Ger-uch des klinischen Zimmers, über-fiel ihn. Majas Finger schlossen sich um seinen nackten Schwanz. Ihre Berührung war anders. Gegenwärtig.Absichtlich.

"Diesmal ist es anders", flüsterte sie und rieb ihre Handfläche über seine Eichel, sammelte das vorsei-derige Feuchtigkeits-tröpfchen auf. "Weil ich es will."

Sie schob ihn zurück, bis er auf der Bettkante saß. Dann, ohne Hast, zog sie ihr einfaches Baumwollshirt über den Kopf.Sie trug keinen BH. Ihre Brüste waren voll, die Warzen dunkel und erigiert. Sie knöpfte ihre Jeans auf, schob sie langsam über die Hüften, trat heraus. Ein dunkler Schamhaarstreif führte zu ihren Schamlippen, die bereits feucht glänzten im Lampenlicht.

Sie stieg über ihn, kniete sich rittlings auf seine Oberschenkel. Ihre Augen blieben die ganze Zeit auf seinen gerichtet. Sie spuckte in ihre Hand, umfasste wieder seinen Schwanz und führte ihn zu ihrer Öffnung. Sie war eng, unglaublich eng und heiß. Sie sank langsam auf ihn herab, nahm jeden Zentimeter mit einem leisen, gedehnten Seufzen in sich auf.

"Fühlst du das?" Sie keuchte, als sie ganz auf ihm saß, erfüllt von seiner ganzen Länge. "Fühlst du, wie anders das ist?"

Theo konnte nur stöhnen. Seine Hände umklammerten ihre Hüften, gruben sich in ihr festes Fleisch. Sie begann sich zu bewegen, zuerst langsam, kreisend, dann mit zunehmender Bestimmtheit. Ihr feuchtes Fleisch umschloss ihn, schmiegte sich perfekt an. Es war kein Funktio-nieren. Es war ein Verschmelzen. Ihr Atem wurde schneller, ihre Bewegungen un-gleichmäßiger.

"Fick mich, Theo", stieß sie hervor, ihr Kopf war nach hinten geneigt. "So wie du sie gefickt hast. Aber jetzt.Für uns."

Ihre Worte entfesselten etwas in ihm. Er drehte sie brutal um, warf sie auf das Bett, ihr Rücken prallte auf die Matratze. Er zog seinen Schwanz aus ihr heraus und drängte sich sofort wieder hinein, jetzt von oben, mit der ganzen Wucht seines Körpers. Jeder Stoß war ein Auslöschen der alten Erinnerung. Ihr gemeinsames Stöhnen war kein Geständnis, sondern eine Behauptung.

"Ich will deinen Samen", keuchte sie, ihre Beine schlangen sich um seinen Rücken. "Spritz ihn mir voll, du Arsch. Füll mich damit."

Ihre schmutzigen Worte trieben ihn über den Rand. Sein Orgasmus brach mit einer Gewalt aus ihm heraus, die ihn erschütterte. Er schrie auf, ein heiserer, tierischer Laut, als er sich tief in ihr entleerte, sein heißer Strom in ihre Wärme pulsierte. Sie zuckte unter ihm, ihr eigenes Kommen war ein langes, zitterndes Beben, das ihre Muskeln um ihn herum rhythmisch zusammenzog.

Er kollabierte neben ihr, sein Herz hämmerte gegen seine Rippen. Der Geruch nach Sex und frischem Holz und Schweiß füllte seine Lungen. "Scheiße", keuchte er.

Maja drehte sich zu ihm, ihre Hand lag auf seiner schweißnassen Brust. "Ja", sagte sie einfach."Genau das."

Am nächsten Morgen wachte Theo mit pochendem Schädel und einer fremden Wärme neben sich auf. Maja schlief noch, ihr Rücken ihm zugewandt, die Linie ihrer Wirbelsäule eine sanfte Kurve unter dem Laken. Er schlich hinaus.

In der Küche war Ben schon wach, kochte Kaffee. Der Geruch nach gerösteten Bohnen traf Theo wie eine Wand.

"Du siehst aus wie Scheiße", sagte Ben sanzt, schenkte ihm eine Tasse ein.

"Fühle mich auch so." Theo nahm einen Schluck, das Brennen in seinem Magen war eine willkommene Ablenkung.

Ben schwieg einen Moment. "Sie ist in deinem Zimmer", stellte er fest, keine Frage.

"Ja."Und?" Bens Blick war ernst, aber nicht verurteilend. Nur wissend.

Theo zögerte. "Und es war nicht wie mit Lara."

Ein Nicken. Dann, leiser: "Ich hab Angst, dass Kai das nicht versteht."

Die Befürchtung hing den ganzen Vormittag im Haus. Kai blieb in seinem Zimmer. Lara frühstückte mit Noah auf der Terrasse, ihre Hand strich immer wieder über den kleinen Berg ihres Bauches. Die Spannung war ein greifbarer Gast.

Dann, gegen Mittag, öffnete sich Majas Tür. Sie kam heraus, frisch geduscht, das nasse Haar zu einem Knoten gebunden. Sie ging direkt in die Küche, wo Ben allein am Tisch saß und eine Zeichnung für ein neues Bücherregal skizzierte.

"Oh", sagte sie. "Guten Morgen. Oder schon Mittag."Ben sah auf. Ein nervöses Zucken umspielte seinen Mund. "Maja.Hi."

Sie holte sich ein Glas Wasser, lehnte dann gegen den Kühlschrank und betrachtete ihn. "Du bist der Sorgsame. Der, der kocht und plant und dafür sorgt, dass niemand auseinanderfällt."

Ben lachte gequält. "Das klingt langweilig."

"Nein." Sie stellte das Glas ab. "Das klingt essentiell." Sie trat näher. "Ich habe Angst", sagte sie plötzlich, unvermittelt. "Vor alldem. Vor den Kindern. Vor der ganzen Konstruktion. Vor Kais Wut." Sie stand jetzt direkt vor ihm. "Kannst du mich halten? Einfach nur halten?"

Bens Augen wurden weich. Er legte seine Zeichnung beiseite, stand auf und zog sie in seine Arme. Es war keine sexuelle Geste. Es war ein Halten. Sein Kinn ruhte auf ihrer Schulter, ihre Hände lagen auf seinem Rücken. Sie standen minutenlang so in der sonnendurchfluteten Küche.

Dann, ganz langsam, neigte er seinen Kopf und küsste sie. Es war ein sanfter, fragender Kuss. Sie erwiderte ihn, ihre Hände glitten in sein Haar. Der Kuss vertiefte sich, wurde suchender, hungriger. Die Angst verwandelte sich in etwas anderes, etwas Dringendes.

"Oh Gott, Ben", flüsterte sie gegen seinen Mund.

Er führte sie zum großen, alten Küchentisch, wischte mit einem schwungvollen Arm seine Zeichnungen und Stifte beiseite. Sie half ihm, ihr Höschen auszuziehen, und setzte sich auf die Tischkante. Ihre Schenkel umschlossen seine Hüften. Er knöpfte seine Jeans auf, sein nicht ganz steifer Schwanz lag warm in seiner Hand.

"Langsam", bat sie. "Bitte, nur langsam."

Ben nickte. Er leckte mit breiten, sanften Strichen über ihre Schamlippen, bis sie feucht und geöffnet waren. Dann führte er sich behutsam an sie heran. Er drang ein, Zentimeter um Zentimeter, mit einer fast ehrfürchtigen Langsamkeit. Es war ein völlig anderes Eindringen als das gestrige, raue oder das funktionale von vor Monaten. Es war eine Erkundung.

"Du bist so eng", flüsterte er, sein Atem traf ihren Hals. "So wunderschön eng."

Sie bewegten sich in einem sanften, tiefen Rhythmus. Seine Stöße waren nicht fordernd, sondern schenkend. Majas Nägel gruben sich in seine Schultern, nicht im Schmerz, sondern um Halt zu finden. Ihr Orgasmus kam wie eine Welle, die langsam aus der Tiefe aufstieg, und sie erstickte ihren Schrei in seiner Schulter. Ben folgte ihr kurz darauf, sein Kommen war ein langes, zitterndes Ausatmen, während er sich tief in sie ergoss.

Sie blieben verbunden, keuchend, seine Stirn an ihrer. Die Sonne warf ein warmes Quadrat auf den Boden neben ihnen. Von draußen hörten sie Laras leises Lachen und Noahs Stimme.

"Shit", murmelte Ben und küsste ihre Schläfe."Die anderen."

"Noch nicht", sagte Maja und hielt ihn fest.

Kai erfuhr es natürlich. Man konnte in diesem Haus nichts verheimlichen. Er musterte Ben und Maja beim Abendessen mit der Intensität eines Raubtiers, das eine Veränderung in der Herde witterte. Seine Stille war gefährlicher als ein Wutausbruch.

Später, als die anderen sich im Wohnzimmer auflösten, folgte er Maja in ihren Raum. Sie stand an der Werkbank und feilte an einer Holzverbindung.

"Zwei von vier", sagte Kai, lehnte am Türrahmen. Seine Stimme war ein scharfes Flüstern. "Effizient."

Maja stellte die Feile ab. Sie drehte sich nicht um. "Es ist kein Wettbewerb, Kai."

"Doch.Ist es immer." Er trat ein, schloss die Tür hinter sich. "Du denkst, du verstehst uns? Du denkst, ein paar Schreinerarbeiten und ein bisschen Mitleidsfick geben dir das Recht?"

Jetzt drehte sie sich um. Ihre Augen waren kalt. "Was willst du?"

"Was mir zusteht." Er war mit zwei Schritten bei ihr, packte sie am Handgelenk. Seine Griffkraft war enorm. "Du bist jetzt ein Teil dieser kranken Familie. Also gehörst du auch mir."

Maja zuckte nicht. Sie hielt seinen Blick. "Mit Gewalt geht gar nichts."

Kai lachte kurz auf. "Wer redet von Gewalt?" Er ließ ihr Handgelenk los, strich stattdessen mit dem Handrücken über ihre Wange, eine brutale, fast zärtliche Geste. "Du magst es hart. Ich hab es gesehen. In deinen Augen, als Theo dich umgedreht hat. Du willst gefickt werden, nicht gevögelt. Das kann ich."

Er schob sie rückwärts gegen die Werkbank. Die Werkzeuge klirrten. Sie wehrte sich nicht. Sie beobachtete ihn, ihr Atem ging schneller. Er knöpfte seine Hose auf, zog seinen schon harten, dicken Schwanz heraus. Er spuckte in seine Hand, schmierte ihn grob ein.

"Dreh dich um", befahl er.

Sie gehorchte, beugte sich über die Werkbank, ihr Gesicht dem frisch gehobelten Holz zugewandt. Er riss ihr das bequeme Baumwollkleid hoch, zerrte ihr Höschen zur Seite. Er führte sich nicht an sie heran. Er rammte sich mit einem brutal entschlossenen Stoß in sie hinein.

Maja stieß einen erstickten Laut aus, ihre Finger krallten sich ins Holz. Er war breiter als die anderen, und sein Eindringen war schmerzhaft. Doch dann passierte etwas. Ihr Körper öffnete sich, passte sich an, und ein tiefes

Read on DreamPress