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Ruhrpott Liebe: Zwei Herzen, Eine Stadt

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In German - write a story about a gay married couple living in Oberhausen consisting of Alex, 31 and Leon, 28. Alex is normal sized and slightly chubby and has a girthy dick and Leon is small and slightly chubby and has a curved dick. Alex prefers to power bottom by riding Leons dick but they both like either person to be the top

Chapter 8: Chapter 8

Die Morgensonne schnitt scharf durch das Schlafzimmerfenster und traf Alex genau in die Augen. Er stöhnte, drehte sich zur Seite und spürte die vertrauten Gewichte neben sich. Leon lag auf dem Bauch, sein Gesicht in Alex’ Schulter vergraben, eine Hand hing besitzergreifend über Alex’ Brustkorb auf Markus’ Seite hinüber. Markus selbst lag auf der anderen Seite, den Rücken Leon zugewandt, sein Atem ging langsam und tief. Zwei Jahre. Zwei Jahre dieses Gewichts, dieser Wärme, dieser Gerüche – eine Mischung aus Leons teurem Shampoo, Markus’ dezidentem Schweiß und dem eigenen Schlafgeruch. Ein eingerichtetes Chaos.

„Weck mich nicht,“ murmelte Leon ins Kissen. „Ich schwöre bei allem, was heilig ist, wenn du mir jetzt Kaffeegeruch unter die Nase hältst, beiße ich dich.“

Markus öffnete ein Auge. „Zwei Jahre,“ sagte er, seine Stimme war rau vom Schlaf. „Und du bist immer noch ein mürrisches Arschloch vor dem ersten Kaffee.“

„Das ist mein Charme,“ sagte Leon und kniff Alex in die Seite. „Und heute Abend feiern wir das. Hart. Alles, was ich hören will, sind Pläne, die mit „Schnaps“ und „keine Erinnerungen“ enden.“

Der Tag zog sich träge hin, aufgehängt an der Erwartung des Abends. Alex arbeitete von zu Hause, sortierte digitale Kataloge und warf immer wieder Blicke auf das Sofa, wo Markus an einem neuen Logo feilte und Leon auf seinem Tablet herumwischte, auf der Suche nach dem perfekten Club. Die Atmosphäre war geladen mit einer prickelnden Vorfreude.

„Der ‚Basis‘,“ verkündete Leon schließlich gegen Nachmittag. „Neuer Laden, sagenumwoben, soll abgehen wie eine Rakete. Hab drei Tickets für die Guestlist.“

Abends kleideten sie sich mit einer Absicht, die über die übliche Clubgarderobe hinausging. Enge, schwarze Jeans, die die Kurven ihrer molligen Körper betonten. Eng anliegende Shirts, die über den Bauchnabel endeten. Sie musterten sich gegenseitig im Flurspiegel, ein Trio auf der Schwelle zur Nacht.

„Ihr seht aus wie ein Cover einer schwulen Boyband aus den Neunzigern,“ grinste Markus und zupfte an Leons Shirt.

„Und du wie deren in die Jahre gekommener, aber immer noch heißer Roadie,“ konterte Leon und tätschelte Markus’ kleinen, festen Hintern.

Der ‚Basis‘ war keine Rakete, er war ein Erdbeben. Die Musik, ein dumpfer, tribalistischer Techno, hämmerte schon auf der Straße gegen ihre Rippen. Innen war es eine Höhle aus flackernden Laserstrahlen und pulsierenden LED-Wänden. Die Masse war eine einzige, schwitzende Einheit. Sie ließen sich in den Strom fallen, drängten sich zur Bar.

„Jäger! Drei! Direkt! Doppelt!“ brüllte Leon dem Bartender ins Ohr.

Die ersten scharfen, eiskalten Shots brannten eine Spur der Verheißung in ihre Kehlen. Die zweiten folgten schnell. Dann kamen die Becher, randvoll mit einem neonroten, süßlichen Energydrink-Gemisch, das nach künstlicher Erdbeere und purem Alkohol schmeckte. Sie tranken ihn in langen, durstigen Zügen.

Die Welt begann sich zu verzerren. Die Laser schnitten jetzt nicht nur durch den Raum, sondern durch Alex’ Blickfeld. Der Bass wurde zu einem physischen Druck auf seiner Brust. Er sah zu Leon, der mit geschlossenen Augen tanzte, sein molliger Körper bewegte sich mit einer fließenden, tranceartigen Hingabe, Schweißperlen glänzten auf seiner behaarten Brust. Markus tanzte wilder, unkoordiniert, aber mit einem euphorischen Grinsen im Gesicht, sein Shirt war bereits hochgerollt, zeigte den blassen, schmalen Streifen seines Bauches.

Sie tranken weiter. Die Becher wurden immer wieder aufgefüllt. Jemand, ein Fremder mit durchbohrten Augenbrauen, steckte Leon eine halbe Tablette etwas in die Hand. Leon teilte sie lachend in drei Teile. „Zur Feier des Tages!“ brüllte er. Sie schluckten die bitteren Stücke mit einem Schluck des süßen Dreck-Gemischs hinunter.

Die Folge war eine Explosion der Sinne. Die Musik verwandelte sich in ein gewaltiges, goldenes Monument aus Klang. Die Lichter waren schillernde Seidenschleier. Alex spürte jede Faser seiner Kleidung, jedes Herzklopfen der Person neben ihm. Seine eigene Lust war ein schwerer, pulsierender Stein in seiner Unterhose. Er konnte Leons gebogenen Schwanz durch die enge Jeans sehen, deutlich und verlockend. Markus’ Hintern, in der schwarzen Hose gespannt, wurde zu einem Zentrum seiner Wahrnehmung.

Sie bewegten sich nicht mehr einzeln, sondern als ein Organismus. Hände, die über verschwitzte Haut fuhren, über Haarwucherungen auf Brustkörben, über die feuchten Stoffe, die die harten Linien ihrer Erregung verbargen. Die Beleuchtung erfasste einen Mund an einer Halskehle, eine Zunge, die über ein Ohr fuhr, eine Hand, die sich in ein Haarbusch grub.

„Ich muss dich ficken,“ zischte Leon Alex ins Ohr, sein Atem roch süß und chemisch. „Jetzt. Irgendwo.“ Seine Augen waren schwarz, geweitete Pupillen.

Irgendwie fanden sie eine Toilettenkabine. Sie stolperten hinein, ein Durcheinander von Armen und Beinen. Leon verriegelte die Tür. Der Gestank nach Urin und Desinfektion war beißend. Das war völlig egal.

Leon drückte Alex mit dem Gesicht gegen die kalte, beschmierte Metallwand. Seine Hände fuhren ruppig an Alex’ Hüften hinunter, rissen Knopf und Reißverschluss seiner Hose auf, zogen sie ihm mit den Boxershorts bis zu den Knien hinunter. Alex’ dicker, bereits triefender Schwanz sprang frei und schlug hart gegen die Wand.

„Sieh ihn an, Markus,“ keuchte Leon und wandte seinen Kopf zum dritten Mann, der atemlos und mit glasigen Augen zusah. „Sieh dir diesen fetten, dicken Schwanz an. Der gehört mir. Du darfst zusehen.“

Leon spuckte in seine Hand, schmierte sich seinen eigenen, gebogenen, steifen Schwanz grob ein. Ohne jedes weitere Gleitmittel drückte er sich gegen Alex’ trockenes, enges Loch. Der Druck war gewaltig, beinahe schmerzhaft. Alex schrie auf, doch der Schrei ging im Dröhnen der Musik unter.

„So verdammt eng, du geile Sau,“ knurrte Leon und rammte sich mit einem brutalen Stoß vollständig in ihn. Der Schmerz vermischte sich mit einer überwältigenden Welle der Ekstase, die durch Alex’ Körper schoss, angetrieben von der chemischen Keule in seinem Blut.

Leon hielt Alex’ Hüften umklammert und begann einen gnadenlosen Rhythmus. Seine kleinen, harten Hüften klatschten gegen Alex’ molliges Gesäß, ein schnelles, nasses, klatschendes Geräusch. Jeder Stoß traf Alex’ Prostata mit der Präzision eines Vorschlaghammers. Alex winselte, sein Gesicht an der schmutzigen Wand zerrieben, seine Hände krallten sich gegen das Metall.

„Fick ihn, Leon, fick ihn hart,“ hechelte Markus, der sich jetzt einen Arm um die Brust geworfen hatte und mit der anderen Hand wild seinen eigenen gekrümmten Schwanz rieb. Sein Gesicht war eine Maske aus Lust und Voyeurismus. „Mach ihn zu deiner kleinen Hure.“

Leon verlangsamte den Rhythmus, zog sich fast ganz heraus, bevor er mit noch mehr Wucht wieder eindrang. Alex konnte es fühlen, wie Leons Schwanz in ihm pulsierte, dick und gebogen. Er war kurz davor. Die Welt schrumpfte auf diese Toilettenkabine, auf diesen brutalen Fick, auf Markus’ Stimme.

„Komm für mich,“ befahl Leon, sein Atem war heiß auf Alex’ Nacken. „Komm, du Fotze, oder ich höre auf.“

Das war der Auslöser. Eine gewaltige Welle durchfuhr Alex, sein Körper zuckte in brutalen Stößen. Sein Sperma schoss heraus und spritzte gegen die beschmierte Wand, helle Streifen auf schmutzigem Metall.

Das Gefühl von Alex’ verkrampftem, zuckendem Innerem trieb Leon über die Kante. Mit einem gutturalen Schrei rammte er sich ein letztes Mal tief in Alex und entlud sich, sein Samma spritzte heiß und reichlich in Alex’ Inneres.

Für einen Moment hing Leon schwer auf ihm, dann zog er sich langsam heraus. Das Geräusch war nass und obscön. Er drehte Alex zu sich um und küsste ihn tief, seine Zunge fahr in Alex’ Mund, schmeckte nach Chemie und Schweiß.

Markus war noch nicht fertig. Seine Augen brannten. „Ich kann nicht mehr,“ stöhnte er, seine Hand bewegte sich hektisch.

„Doch, kannst du,“ sagte Leon rau und sank vor ihm auf die Knie. Er nahm Markus’ gekrümmten, roten Schwanz in den Mund und saugte mit hohlen Backen daran. Markus’ Hüften zuckten vorwärts, sein Kopf schlug gegen die Kabinenwand. Nach wenigen Sekunden kam er mit einem erstickten Schrei, und Leon schluckte alles hinunter, würgte dann und spuckte den Rest auf den pissbedeckten Boden.

Sie richteten sich auf, zogen sich mit zitternden Händen an. Ihre Kleidung war zerknittert, befleckt mit Schweiß und anderen Flüssigkeiten. Sie stolperten aus der Kabine heraus, vorbei an einer Schlange verdutzter Männer, und taumelten zurück auf den tanzenden Mainfloor. Die Euphorie war noch da, aber jetzt scharfkantig, fragil.

Die Folgen kamen nicht langsam, sie brachen ein. Wie eine Mauer. Alex spürte es zuerst – der Drehfußboden, das perverse Kippen der Welt. Die Musik verwandelte sich von einem goldenen Monument in einen hämmertenden, schmerzhaften Druck auf seinen Schläfen. Sein Magen zog sich zusammen.

„Ich… ich muss raus,“ stammelte er. Leon nickte, sein Gesicht grün im flackernden Licht.

Sie bahnten sich einen Weg nach draußen. Die kalte Nachtluft traf sie wie ein Schlag. Sie hatten nicht einmal den Ausgang erreicht, als sich Alex über einen Mülleimer beugte und eine Fontäne aus neonrotem, unverdautem Alkohol und Magensäure erbrach. Es war scharf, säuerlich und endlos. Seine Knie zitterten. Neben ihm kniete Markus und übergab sich gleichfalls, würgend und spuckend. Leon lehnte an einer Wand, atmete tief durch, sein Gesicht schweißbedeckt und aschfahl.

Das Taxi war eine Folterkammer auf Rädern. Jeder Ruck, jede Kurve verschärfte die Übelkeit. Sie hielten an, stiegen aus und Alex würgte auf dem Bürgersteig weiter, jetzt nur noch bittere Galle. Markus weinte leise, sein Körper schüttelte sich mit trockenen Würgen. Leon schaffte es bis zur Haustür, bevor auch er zusammenbrach, sein Mageninhalt ein ekelerregendes Denkmal auf ihrer eigenen Türschwelle.

Die Wohnung, sonst ein Heiligtum, kam ihnen feindselig vor. Zu hell, zu still. Sie krochen ins Badezimmer, ein heulendes, würgendes Trio auf den kalten Fliesen. Stunden vergingen in einer ekelerfüllten Schleife von Erbrechen, trockenem Würgen und zitternder Benommenheit. Sie tranken Wasser und erbrachen es sofort wieder.

Gegen fünf Uhr morgens war die akute Hölle vorbei. Ausgelaugt, dehydriert und mit pochenden Schädeln lagen sie in ihrem verdreckten Bett, das sie kaum erreicht hatten. Ihre Körper rochen nach Erbrochenem, Schweiß und Sex. Sie waren ein einziges, elendes Wesen.

Die Morgensonne von damals war jetzt ein brutaler, sengender Feind. Alex öffnete ein Auge. Leon lag mit einem Arm über den Augen neben ihm, sein Atem ging flach. Auf der anderen Seite stöhnte Markus leise vor sich hin.

Zwei Jahre. Zwei Jahre, gekrönt von dieser Erniedrigung. Diese ekelerfüllten, rohen, entsetzlichen Konsequenzen. Seine Zunge fühlte sich an wie ein Stück Filz. Sein Kopf pochte in einer unharmonischen Melodie zum dumpfen Erinnern an den Bass.

Leon bewegte sich. Mit einer schmerzverzerrten Anstrengung rollte er sich herum und sah Alex an. Seine Augen waren blutunterlaufen, seine Haut fahl. Dann, langsam, verzog sich sein Mund zu einem winzigen, leidenden Grinsen.

„Happy Jahrestag, ihr Penner,“ krächzte er. Seine Stimme war kaum mehr als ein Hauch.

Von der anderen Seite kam ein schwaches, ersticktes Lachen. Markus. Und dann, unkontrollierbar, begann auch Alex zu lachen, ein trockenes, schmerzhaftes Bellen, das seinen Schädel zu sprengen drohte. Sie lagen da, drei zerstörte, stinkende Männer in einem verdreckten Bett, und lachten sich in den Wahnsinn.

Es war widerlich. Es war schmerzhaft. Es war ihr Leben.

Es war ihr Leben. Es klang nicht mehr nach einem leidenschaftlichen Versprechen, sondern nach einem einfachen Fakt, so unveränderlich wie der muffige Geruch im Schlafzimmer. Das Klingeln der Wohnungstür, scharf und unerbittlich, drang durch die schmerzenden Schlädel. Es weigerte sich, aufzuhören.

„Zum Teufel,“ murmelte Leon und drückte das Kissen fester über seinen Kopf. Markus lag bewegungslos.

Das Klingeln hielt an, gefolgt von einem entschlossenen Klopfen. Es war ein junges, nervöses Klopfen, kein vollmundiges Pochen. Alex stemmte sich hoch, jeder Muskel protestierte. Der Boden unter seinen nackten Füßen fühlte sich unsicher an. Er zog eine verschwitzte Trainingshose an, nichts darunter, und stolperte durch den Flur. Die Quelle ihres üblen Abdrucks von letzter Nacht auf der Schwelle, eine erstarrte Pfütze aus Erbrochenem, übersah er mit einem Akt der Willenskraft.

Er öffnete die Tür. Die Nachmittagssonne traf ihn wie ein Schlag ins Gesicht. Vor ihm stand eine Gestalt, leicht unter der Klinke, in einer viel zu großen, abgewetzten Jeansjacke. Dunkles Haar, kurz geschnitten, fiel ihm ins hager-blasse Gesicht. Die Augen waren weit aufgerissen, aber nicht vor Angst. Vor Entschlossenheit. Ein kleines Rollbrett lehnte an seinen Beinen.

„Ja?,“ sagte Alex. Seine Stimme kratzte.

„Simon,“ sagte der Junge. „Ich... ich bin Simon. Ich bin der Sohn von... deiner Cousine?Claudia. Aus Bielefeld.“ Der Junge atmete schnell. „Sie sagt, du wärst mal okay gewesen. Vor langer Zeit. Sie sagt, du solltest sie anrufen. Aber mein Handy ist alle. Es gibt... es gibt keine andere Option.“

Sein Blick schweifte über Alex’ Schulter in die dunkle Wohnung, roch sicherlich die Essenz von Krankheit, Sex und Verwahrlosung. Simon blinzelte nicht. Seine Finger umklammerten den Rucksack auf seinem Rücken so fest, dass die Knöchel weiß hervortraten. Hinter Alex war ein Geräusch. Leon stand barfuß auf den kalten Fliesen, seine Haare standen ab. Er sah von Alex zum Jungen.

„Scheiße,“ sagte Leon leise, nicht unfreundlich, sondern als Feststellung eines neuen, komplexen Faktums.

Claudias Stimme am Telefon war dünn, gerissen von Zigaretten und Tränen. Ein zusammenhangloses Geflecht aus Schulden, einem gewalttätigen neuen Freund, einer Überforderung, die so vollständig war, dass sie klanglos geworden war. „Nur ein paar Wochen, Alex, bis ich das hier sortiere. Er ist ein guter Junge. Er macht keinen Ärger. Er... er hat nirgendswo hin.“ Das Telefonat dauerte keine drei Minuten. Es war kein Hilferuf. Es war eine Kapitulation.

Simon stand im Wohnzimmer, sein Rollbrett zwischen den Füßen, während Leon das Wasser für Nudeln aufsetzte – die einzige Akte normaler Menschlichkeit, zu der sie fähig waren. Simon aß, als ob er sich sonst nur das Skaten erlaube. Große, stille Bissen, die gierigen Augen auf dem einfachen Teller fixiert. Er war siebzehn, aber sein Körper war noch in der Schwebe zwischen Kind und Mann, schmal, aber mit einem angespannten Ansatz von Stärke in den Unterarmen.

Die nächsten Tage waren ein stummer, kollektiver Rückzug. Sie wuschen Bettwäsche, lüfteten aus, versuchten, die Bühne ihres Alltags von den Spuren der Dekadenz zu befreien. Simon war ein Geist. Er schlief auf der ausziehbaren Couch, rollte sein kleines Zelt aus einer Decke und einem Kissen zusammen, sobald er aufstand. Er war da und doch nicht da. Er blickte ihnen nicht nach, wenn sie sich im Flur halb angezogen berührten. Er sah weg, wenn Leon Markus gegen den Kühlschrank drückte und ihm gierig in den Mund biss. Aber er verschwand nicht. Er war anwesend, diese stille, fragile Störung in ihrem versumpften Biotop.

Die Spannung war kein Draht, der riß. Es war eine Mauer, die wuchs. Ihre Blicke trafen sich über Simons kräuseligem Haar, während dieser nachts fernsehschaute. Ein abgebrochenes Wort, eine halb ausgesprochene Drohung. Ihre Sexualität, einst ein fließender Strom, der das ganze Wohnzimmer füllen konnte, war in ihr Schlafzimmer zurückgepfählt, hinter eine Tür, die sie jetzt bewusst schlossen. Der entstehende Druck war dumpf, fast physisch. Ein Bedürfnis, das sich unter der Oberfläche staute, heftig und hässlich.

Es entlud sich an einem Donnerstagabend, eine Woche nach Simons Ankunft. Simon war zu einem nächtlichen Treffen mit anderen Skatern an einem DIY-Spot an der alten Turbinenhalle verabredet, ein erstes Zeichen vorsichtigen Vertrauens. Die Wohnung war plötzlich, bedrückend leer. Still. Die Stille war ein eigenes, lautes Geräusch.

Sie saßen zu dritt am Küchentisch. Der Raum roch nach dem Abendessen, das Simon mitgegessen hatte. Keiner sagte etwas. Der Druck ließ sich in einem Klicken von Leons Feuerzeug, im Tippen von Markus’ Finger auf die Tischplatte vernehmen.

Leon stellte sein Whiskyglas ab. Das Klirren war zu laut. Er sah Alex direkt an. Seine Augen waren dunkel, leer von der gewohnten spielerischen Bosheit. Sie waren ehrlich. „Ich halte das nicht aus,“ sagte er. Seine Stimme war rau.

„Das Schweigen,“ fügte Markus hinzu. Er schaute auf seine Hände. „Dieses ständige... Mitschwingen. Dieser nervt.“

„Ich fühle mich wie in meiner eigenen Wohnung verbannt,“ knurrte Leon. Er stand auf, sein Stuhl schrammte schreiend über den Boden. „Er ist nicht schlecht. Er ist ein Gespenst. Ein stummes Gespenst, das meine Möbel anguckt.“

Alex schaute von einem zum anderen. Ein kaltes Wissen bildete sich in ihm. Dieses angestaute Bedürfnis konnte sich nach außen richten, in Streit, in Bitterkeit, in ein tiefes, schleichendes Gift. Oder es konnte sich nach innen wenden. In Zerstörung. In Reinigung durch Feuer. Er wusste, welche Art sie waren.

„Dann lass uns nicht verbannt sein,“ sagte Alex. Seine eigene Stimme klang ihm fremd.

Er stand auf, ging zu Leon, zog ihn vom Stuhl. Sein Kuss war keine Einladung. Er war eine Besitzergreifung, hart, beißend, seine Zunge drang in Leons Mund ein, als wolle er etwas herausschneiden. Leon antwortete mit derselben Verbissenheit, seine Hände gruben sich in Alex’ Haare, zogen seinen Kopf zurück, bissen ihm in die Unterlippe. Ein metallischer Geschmack breitete sich aus.

Markus beobachtete, seine Brust hob und senkte sich schnell. Dann löste auch er sich. Er kam nicht zu ihnen. Er ging zur Couch, Simons vorübergehendem Territorium, und zog langsam sein T-Shirt aus. Sein Blick, als er Alex und Leon beim Kämpfen beobachtete, war eine reine, nackte Aufforderung. Hier.

Es war keine Erotik. Es war eine Durchführung. Alex schob Leon auf die Couch. Leon fiel rückwärts, sein Rücken landete auf der gefalteten Decke Simons. Der feine Geruch eines fremden Körpers, jung und nach Beton und Schweiß, stieg ihnen entgegen. Das machte es nur brutaler.

„Halt ihn fest,“ befahl Alex, und Markus war sofort da. Er kletterte über die Rückenlehne, umklammerte Leons Handgelenke, drückte sie neben dessen Kopf auf das hellgraue Sofakissen. Leon stemmte sich dagegen, nicht um sich zu befreien, sondern um den Widerstand zu spüren.

Alex kniete sich auf den Boden zwischen Leons offene Beine. Seine Hände rissen an Leons Gürtel, Knopf, Reißverschluss. Er zog die Hose und Boxershorts in einem einzigen, heftigen Ruck über Leons Hüften hinunter. Leons gebogener Schwanz lag halb steif da, schutzlos ausgeliefert. Alex lehnte sich vor, nicht um ihn zu küssen oder zu lecken, und nahm ihn vollständig in den Mund. Er schluckte ihn tief, würgte absichtlich, und sein Rachen zog sich um den Schaft zusammen. Es war kein Akt der Lust. Es war ein Verschlucken, eine Eliminierung.

Leon schrie auf, sein Körper krümmte sich, aber Markus hielt ihn mit brutaler Kraft fest. „Ja, du Hurensohn, würg ihn,“ keuchte Leon, sein Blick irrte zur Zimmerdecke. „Mach ihn richtig schön nass.“

Alex zog sich zurück, Speichel und Präejakulare liefen ihm übers Kinn. Dann stand er auf, drehte Leon mit einer groben Kraft um, dass sein Gesicht in das Decken-Zelt von Simon gedrückt wurde. Alex spuckte in seine Hand, rieb sich flüchtig über seinen eigenen dicken, steifen Schwanz und drückte ihn gegen Leons enges, trockenes Loch. Die Penetration war grausam, ein einziger, zerrender Stoß. Leon schrie in die Wolldecke, sein Schrei wurde gedämpft, sein Körper verkrampfte sich vor Schmerz, aber seine Hüften schoben sich nach hinten, forderten mehr.

Alex griff Leons Hüften, seine Finger gruben sich in das weiche Fleisch, und begann ihn mit langen, gleichmäßigen, tiefen Stößen zu ficken. Jeder Stoß verriet eine frustrierte Wut, eine monatelange Anspannung, die sich nun entlud. Das Geräusch war knallhart, das nassen Klatschen von Fleisch auf Fleisch, das Keuchen des Atems. Markus ließ Leons Handgelenke los, er hielt sie jetzt um dessen Taille, zog ihn bei jedem Stoß noch tiefer auf Alex’ Schwanz.

„Geil,“ stöhnte Leon, seine Stimme zerrissen. „Scheiß ihn mir voll, Alex. Zeig es ihm. Zeig diesem ganzen verdammten Leben, wer hier hingehört.“

Markus’ Hände fuhren hektisch zu seiner eigenen Hose. Er öffnete sie, holte seinen gekrümmten, jetzt steifen Schwanz hervor. Er positionierte sich neben Alex’ Gesicht, seine Hand packte rückseitig in Alex’ Haare, zog seinen Kopf zu sich herum. „Öffne ihn,“ knurrte Markus. Alex öffnete gehorsam seinen Mund, und Markus fuhr ihm seinen Schaft zwischen die Lippen. Es wurde zu einer grotesken Dreiecksverbindung: Alex, der Leon doggystyle nahm, und Markus, der ihm von der Seite heftig in den Mund fickte, seine leichten Stöße im Rythmus zu Alex’ tiefen Stößen.

Der Atem rasselte. Der Duft von Sex und Schweiß verdrängte jeden Hauch von Simons Anwesenheit, erstickte ihn in brutaler Intimität. In diesem Moment versagte Leons Widerstand. Er beugte sich tiefer, grub sein Gesicht in die Fremdheit der Decke. „Ich komme,“ heulte er. Es war kein Ausruf der Lust, sondern ein Aufgeben, eine Leere. Sein Körper zitterte gewaltsam, sein Samma spritzte auf das Sofaunterteil, farblos auf dunklem Stoff.

Das zog Markus über die Kante. Mit einem letzten, tiefen Stoß in Alex’ widerstrebenden Rachen kam auch er, sein Schuss tropfte an Alex’ Kinn und Hals hinab. Alex hielt einen Moment inne

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