Chapter 41: Chapter 41
Die Wohnung roch nach Desinfektion und Muttermilch. Eine seltsame, eindringliche Mischung, die in jeder Ecke hing. Maja lag auf der Couch, ein Stillkissen unter ihrem Arm, der Säugling – Lia – an ihrer Brust angeschlossen. Sie war erschöpft bis in die Knochen, ein tiefer, permanenter Schmerz, der in jeder Faser saß. Ihre Brüste waren steinhart und schmerzten, ihr Unterleib fühlte sich an, als wäre er von einem Lastwagen überfahren worden. Die Nacktheit war jetzt keine Befreiung mehr, sondern eine schlichte Tatsache. Kleidung war undenkbar. Jeglicher Stoff rieb an den wunden Stellen, an den Nähten der Dammnaht, an den rissigen Brustwarzen.
Alex bewegte sich lautlos in der Küche. Er kochte Haferschleim, schnippelte geduldig Datteln hinein. Sein nackter, molliger Körper war angespannt vor Sorge, jeder Muskel schien auf Alarmbereitschaft. Sein Blick wanderte immer wieder zu den beiden auf der Couch, prüfend, wachsam.
Leon kam aus dem Bad, tropfnass, sein Haar klebte ihm an der Stirn. Er trug ein Handtuch in der Hand, benutzte es aber nicht. Die Luft war stickig und warm, die Heizung lief auf Hochtouren, weil Maja ständig fror. „Wie läuft’s?“, flüsterte er, ließ sich auf die Knie vor der Couch sinken.
Maja schüttelte nur den Kopf. Tränen standen in ihren Augen, nicht aus Trauer, sondern aus purer Überwältigung. Lia löste sich mit einem schnalzenden Geräusch, ihr kleines Gesicht glänzte von Milch. Sofort schrillte ein dünnes Weinen durch den Raum.
„Scheiße“, murmelte Maja und versuchte, das Baby an die andere Brust zu legen. Es klappte nicht. Lia drehte den Kopf weg, schrie wütend.
„Gib her“, sagte Alex, hatte den Brei abgestellt und war mit zwei Schritten bei ihnen. Seine großen Hände nahmen das winzige Bündel sicher auf. „Komm, Kleine. Lass deine Mama kurz Luft holen.“ Er wiegte Lia, summte ein brummendes, melodieloses Lied. Langsam beruhigte sich das Geschrei.
Maja ließ den Kopf in die Kissen fallen. „Ich kann das nicht. Ich schaffe das nicht.“
„Doch, schaffst du“, sagte Leon bestimmt. Er stand auf, setzte sich zu ihren Füßen, begann ohne Aufforderung, einen ihrer Füße zu massieren. „Du machst das gerade. Atmen, Mads. Einfach atmen.“
Sie schlossen sich zu einer seltsamen, nackten Triade zusammen. Alex, der das Baby hielt und bewegte. Leon, der Majas Körper berührte, ihre Waden, ihre Knöchel, immer im Kontakt. Maja, die in der Mitte lag, ein ausgelaugter Anker.
Nachts war es am schlimmsten. Lia schlief in einem Beistellbettchen, das an Alex’ Seite des Bettes geklemmt war. Jedes Grunzen, jedes Rascheln ließ Maja hochschrecken, das Adrenalin schoss ihr durch den Körper, als stünde sie unter Beschuss. Nach drei solchen Nächten hatte sie dunkle Ringe unter den Augen, die aussahen wie Veilchen.
In der vierten Nacht, gegen drei Uhr morgens, weinte Lia einfach nicht mehr auf. Alex hatte sie gefüttert, gewickelt, getragen. Nichts half. Das Schreien war ein schriller, ununterbrochener Schmerzton.
„Gott verdammt“, zischte Leon, rieb sich das Gesicht. „Was ist nur?“
„Koliken, vielleicht“, sagte Alex, dessen Geduld langsam Risse bekam. Sein Arm zitterte vor Anstrengung.
„Gib sie mir“, sagte Maja mit einer Stimme, die ihr selbst fremd war. Sie setzte sich auf, ihr schmerzender Unterleib protestierte. Alex reichte ihr das kleine, verzerrte Bündel. Maja stand auf, hielt Lia eng an ihre nackte Brust, und begann, im dunklen Schlafzimmer auf und ab zu gehen. Sie wackelte, ein langsamer, wiegender Trott. Sie flüsterte nichts. Sie sang nicht. Sie bewegte sich einfach.
Nach zwanzig Minuten verstummte das Schreien. Erst zu einem Schluchzen, dann zu einem müden Grunzen. Lia schlief ein, ihre feuchten Wimpern lagen auf den roten Bäckchen.
Maja blieb stehen, wagte nicht, sich zu bewegen. Sie spürte, wie sich etwas in ihr lockerte. Ein eiserner Druck, der nachließ. Sie sah zu den beiden Männern hinüber, die sie aus dem Bett beobachteten, ihre nackten Körper schwach im Licht der Straßenlaterne zu erkennen.
„So“, flüsterte Alex. „Genau so.“
Eine Woche später kam ein neuer Rhythmus in ihr Leben. Ein zerbrechlicher, aber existenter Rhythmus. Lia schlief drei Stunden am Stück. Maja schlief in dieser Zeit, ein traumloser, tiefer Abgrund.
An diesem Nachmittag schlief das Baby. Die Stille war so dick und greifbar, dass sie fast dröhnte. Maja lag auf dem Bett, die Augen offen, und starrte an die Decke. Die körperlichen Schmerzen waren gedämpft, in einen dumpfen, allgegenwärtigen Schmerz übergegangen. Aber etwas anderes begann zu kribbeln. Ein Gefühl, das tief und vergraben unter der Müdigkeit und den Hormonen lag. Eine pure, körperliche Wahrnehmung ihrer selbst. Sie war nicht mehr nur ein Gefäß. Sie war wieder ein Körper. Ein verwundeter, veränderter, aber eigenständiger Körper.
Die Tür ging leise auf. Leon schlich herein, offensichtlich in dem Glauben, sie schliefe. Als er ihre offenen Augen sah, blieb er stehen.
„Alles gut?“, fragte er leise.
Sie nickte. Sein Körper war da, vertraut. Die leichte Molligkeit an seinen Hüften, die Kurve seines Schwanzes, der schlaff zwischen seinen Beinen hing. Etwas zog sich in ihrem Unterleib zusammen. Nicht schmerzhaft. Anders.
„Alex ist einkaufen“, sagte Leon und setzte sich auf die Bettkante. Seine Hand fand ihre, spielte mit ihren Fingern. „Eine Stunge Frieden.“
Sie drehte den Kopf zu ihm. Sein Gesicht war weich, die übliche überschäumende Energie gedämpft. „Ich fühle mich… leer“, gestand sie.
„Du bist nicht leer“, erwiderte er. Seine Hand ließ ihre Finger los und strich eine Haarsträhne aus ihrer Stirn. Dann glitt seine Handfläche langsam über ihre Schulter, die Kurve ihrer Brust, die jetzt weicher, voller war. Er umfasste sie, sein Daumen strich über die Brustwarze. Sie zuckte zusammen, nicht vor Schmerz, sondern vor einer so plötzlichen, intensiven Empfindung, dass ihr der Atem stockte.
„Leon…“, hauchte sie.
„Sag stop, wenn es zu viel ist“, murmelte er. Aber seine Hand glitt weiter, über den weichen Hügel ihres Bauches, der noch immer gerundet war, aber schlaffer. Sie schloss die Augen. Seine Berührung war wie ein Signal. Ein Funke, der auf trockenes Gras fiel.
Sein Mund folgte seinen Händen. Er beugte sich vor und küsste sie, sanft zuerst, dann fordernder. Seine Zunge taste die ihre ab. Der vertraute Geschmack von ihm, Kaffee und Zahnpasta, weckte etwas in ihr, das sie für tot gehalten hatte. Ein verhungerndes, gieriges Etwas.
Ihre Hände fuhren zu ihm, griffen in sein Haar, zogen ihn näher. Ein tiefes Stöhnen entwich ihm. Seine Hand wanderte zwischen ihre Beine, tastete vorsichtig das noch empfindliche Fleisch ab. Sie war feucht. Überraschend, schamlos feucht.
„Du bist ja schon ganz nass“, flüsterte er gegen ihren Mund, sein Finger strich über ihre Klitoris. Ein Zucken jagte durch sie hindurch. „Willst du das? Wirklich?“
„Ja“, keuchte sie. „Bitte. Ich will… ich will was spüren, was nur für mich ist.“
Das schien ihn anzustacheln. Er nickte, sein Blick war dunkel vor Lust. „Dann knie dich hin. Vorneüber. Auf die Ellbogen.“
Es war ein Kommando, und ihr Körper gehorchte ihm, befeuert von einer plötzlichen, wilden Notwendigkeit. Sie drehte sich, ließ sich auf Hände und Knie sinken, ihr Rücken war ihm zugewandt. Sie spürte die kühle Luft auf ihrem nackten Körper, auf den noch empfindlichen Stellen.
Sie hörte, wie er spuckte, ein nasses Geräusch, dann spürte sie die kühle Feuchtigkeit an ihrem Eingang. Seine Hand rieb seinen Speichel auf sie, dann die Spitze seines Schwanzes. Er war schon hart, die vertraute Krümmung seines Penis drückte gegen sie.
„Langsam, ja?“, sagte er, mehr zu sich selbst als zu ihr. Dann schob er sich hinein.
Es war ein brennender, dehntender Schmerz, der sofort in ein tiefes, volles Gefühl der Fülle überging. Sie schrie auf, ein kurzer, heiserer Laut.
„Okay?“, sein Atem ging heiß über ihren Rücken.
„Weiter. Bitte, Leon, weiter.“
Er zog sich zurück und stieß wieder zu, fester diesmal. Der Schmerz vermischte sich mit einem überwältigenden Gefühl der Präsenz. Sie war nicht leer. Sie war gefüllt. Von ihm. Ihre Hände krallten sich in die Bettdecke. Er fand einen Rhythmus, nicht brutal, aber bestimmt, jeder Stoß ein festes, beanspruchendes Eindringen.
„So ist’s recht“, stöhnte er, seine Hände packten ihre Hüften, seine Finger gruben sich in ihr Fleisch. „Fühlst du dich? Fühlst du das?“
„Ja!“, japste sie. Die Gefühle überrollten sie, warfen die Müdigkeit über Bord. Es war roh, primal. Sie war eine Frau, die von einem Mann genommen wurde, nichts weiter. Ihr Körper antwortete ihm, passte sich seiner Krümmung an, zog ihn tiefer.
Die Tür der Wohnung ging auf. Schritte im Flur. Alex.
Leon hielt inne, sein Schwanz zuckte tief in ihr. „Scheiße…“, keuchte er.
„Macht nichts“, flehte Maja, drängte ihre Hüften zurück zu ihm. „Nicht aufhören. Bitte.“
Alex stand in der Schlafzimmertür, zwei volle Einkaufstüten in den Händen. Er erstarrte. Sein Blick nahm die Szene auf: Maja, auf Händen und Knien, Leons Körper, der sich über sie beugte, seine Hüften, die sich vor- und zurückschoben. Ein flickernder Ausdruck ging über Alex‘ Gesicht – Überraschung, dann etwas Dunkleres, Heißes. Er stellte die Tüten lautlos ab.
Ohne ein Wort zog er sich das T-Shirt über den Kopf, dann die Jeans. Sein eigener dicker Schwanz war schon vollständig erigiert. Er trat neben das Bett, beobachtete sie, wie Leon sie fickte, sah, wie Majas Gesicht vor Lust verzerrt war.
„Sie braucht es“, sagte Leon durch zusammengebissene Zähne, sein Tempo nahm zu. „Sieh sie dir an.“
„Ich sehe sie“, sagte Alex, seine Stimme war rau. Seine Hand fuhr zu seinem Schwanz, begann, ihn langsam zu wichsen, während er zusah. „Ist es gut, Maja? Tut es dir gut?“
Sie konnte nur nicken, stumm, überwältigt von der Intimität, beobachtet zu werden, von der Präsenz beider Männer. Leon stieß schneller zu, seine Hüften schlugen jetzt hart gegen ihr Gesäß. Das klatschende Geräusch füllte das Zimmer.
„Ich komme gleich“, warnte Leon, seine Bewegungen wurden unkontrollierter.
„Nicht in ihr“, sagte Alex plötzlich, ein letzter Funken Fürsorge. „Nicht so bald nach der Geburt. Komm auf sie.“
Im letzten Moment zog Leon sich aus ihr heraus. Sein gekrümmter Schwanz glänzte nass in der dämmerigen Luft. Er brauchte nur drei wilde Stöße in seine eigene Faust, dann schoss sein Sperma in dicken, weißen Streifen über Majas Rücken und ihre Pobacken. Er stöhnte lang und guttural.
Maja brach auf den Ellbogen zusammen, keuchte. Die plötzliche Leere in ihr war schmerzhaft. Sie drehte den Kopf und sah zu Alex hoch.
Sein Blick war auf den weißen Schweiß auf ihrem Rücken gerichtet. Ein Besitzanspruch. Eine Herausforderung. Er stieg aufs Bett, kniete sich zwischen ihre auseinandergedrückten Beine. Sein dicker, plumper Schwanz war drohend nah vor ihrem Gesicht.
„Leck mich sauber“, befahl er ruhig. „Leck ihn von ihr ab.“
Ohne zu zögern drehte Maja sich, streckte die Zunge aus und leckte einen warmen, salzigen Streifen von ihrer eigenen Haut. Der Geschmack von Leon war scharf und vertraut. Sie blickte Alex in die Augen, während sie es tat. Ein Funke blitzte in seinen auf – Triumph, Lust, tiefe Zufriedenheit.
Sie nahm seinen Schwanz in den Mund, sog ihn tief hinein, schmeckte ihre eigene Säfte und Leons Sperma auf seiner Haut. Er fasste ihr Haar, nicht sanft, und begann, sich in ihren Mund zu stoßen. Es war kein Liebesspiel. Es war eine Inbesitznahme. Eine Bestätigung. Er fickte ihren Mund mit derselben entschlossenen Ruhe, mit der er alles tat.
„Meine gute Frau“, knurrte er, während sein Schwanz gegen ihre Kehle stieß. „Meine starke, verdammt geile Frau.“
Sein Orgasmus kam schnell. Er zog sich aus ihrem Mund, wichste sich mit ein paar harten Stößen, dann spritzte er ihr über das Gesicht. Warm und reichlich. Es tropfte von ihrem Kinn auf ihre Brüste.
Dann war Stille. Nur ihr schweres Atmen. Leon lag erschöpft neben ihnen. Alex sank auf die Fersen zurück, sein Blick weichte, wurde wieder der von Alex, besorgt, liebevoll. Er beugte sich vor, küsste sie zart auf die mit Sperma beschmierte Stirn.
In dem Moment begann Lia im Nebenzimmer zu wimmern.
Alle drei seufzten gleichzeitig. Dann grinsten sie. Ein müdes, gemeinsames Grinsen.
Alex stand auf. „Ich mach das.“ Er ging hinaus, nackt und selbstbewusst.
Leon rückte näher an Maja heran, schmiegte sich an ihre Seite. „Okay?“, murmelte er.
Sie nickte. Ihr Körper schmerzte auf eine neue, befriedigende Weise. Sie war nicht mehr leer. Sie war gezeichnet, besetzt, gefüllt. Von ihnen. Von all dem. „Okay.“
Sie hörten Alex‘ leises Gemurmel vom Flur her, während er das Baby hochnahm. Das Leben ging weiter. Kompliziert, roh und unverschämt nackt. Aber es ging weiter.
Aber es ging weiter. Monate vergingen in einem Wirbel aus schlaflosen Nächten, ersten Lächeln und dem säuerlichen Geruch von Milchspucke. Lia wurde zu einer Person mit dunklen, wissenden Augen und einem durchdringenden Schrei, der Alex’ bibliothekarische Ruhe ebenso forderte wie Leons kreatives Chaos. Maja’s Körper heilte langsam. Die Narbe an ihrem Damm zog sich zu einem zarten, rosa Strich zusammen. Die Stille in der Wohnung, wenn Lia endlich schlief, war nun etwas Kostbares und nicht mehr bedrohlich.
„Ich denke darüber nach“, sagte Maja eines Abends, als sie gemeinsam am Küchentisch saßen, über die Krümel von Lias ersten Zwieback gebeugt. „Über ein zweites.“
Alex ließ seinen Löffel in die Haferbreischale klackern. Leon erstarrte, sein Kaffee halb zum Mund geführt. Der Vorschlag hing zwischen ihnen, schwer und real.
„Wirklich?“, fragte Alex. Seine Augen suchten die ihren, prüfend auf Übermüdung oder Hormongetriebenheit.
„Ja. Nicht jetzt. Aber… bald. Ich will, dass Lia das hat. Eine Person, die immer da war.“ Sie zuckte mit den Schultern, eine Bewegung, die die Tiefe ihres Verlangens nicht verschleiern konnte. „Ich will das wieder. Nicht das Gebären. Aber… davor. So wie wir waren.“
Leon stellte die Tasse ab. Ein langsames, fokussiertes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Dann brauchen wir ein Probe-Abend. Ein richtiger. Bevor wir die Maschine wieder anwerfen.“
So wurde der Plan geschmiedet. Hannah, eine Kollegin von Leon mit einer eigenartig ruhigen Energie und einem eigenen zweijährigen Kind, wurde angefragt. „Ein ganzes Wochenende?“, hatte Maja geflüstert, als sei es ein blasphemischer Gedanke. Aber Hannah hatte nur gelacht. „Gott, ja. Nehmt sie. Macht euch dreckig. Ihr braucht das mehr als sie.“
Der Freitag kam. Das Abschiedszenen war kurz und pragmatisch. Lia, an Hannahs Hüfte gepresst, winkte verdutzt, bevor sie sich einem neuen, glänzenden Spielzeug zuwandte. Die Tür fiel ins Schloss. Die Stille danach war absolut. Eine physische Präsenz.
„Fuck“, sagte Leon. Sein Grinsen war angeheitert, noch bevor der erste Tropfen Alkohol floss.
Sie fingen in ihrer Stammkneipe an, einem schummrigen Loch mit klebrigen Holzvertäfelungen. Das erste Bier schmeckte nach Freiheit. Das zweite nach Vergessenheit. Alex bestellte Kurze, klare Korn, die in ihren Mägen wie Brandsätze zündeten. Die Gespräche wurden lauter, die Hände wanderter über Tische, berührten Knie unter der Platte.
„Erinnerst du dich“, lallte Leon, seine Wange an Alex’ Schulter gedrückt, „an den Sessel? Als du mich so gefickt hast, nachdem…“
„Ich erinnere mich“, unterbrach Alex ihn, sein Atem war heiß und nach Korn. Seine Hand lag auf Majas Oberschenkel, sein Daumen strich innen, gegen den Stoff ihrer Jeans. Ein zielsicherer Druck. „Ich erinnere mich an alles.“
Sie wechselten in eine Bar mit klirrender Elektromusik und tropfenden Glasfontänen. Dort tranken sie scharfe, süße Cocktails aus bauchigen Gläsern. Maja tanzte, ein wackeliger, Hüften kreisender Exzess zwischen den beiden Männern. Ihre Körper rieben sich aneinander, schwitzten durch die dünnen Hemden. Jeder Blick war eine Einverständniserklärung. Jede Berührung ein Vorspiel.
Als sie um zwei Uhr morgens wieder auf die Straße stolperten, war die Welt weich und unscharf. Die Luft war kühl, ein Schock auf der brennenden Haut. Alex hielt Maja am Arm fest, während Leon gegen eine Laterne urinierte, sein Gesicht zu einem glücklichen Grimasse verzogen.
„Nach Hause?“, rief Leon, während er sich mühsam den Reißverschluss hochzog.
„Zu weit. Ich kipp um“, murmelte Maja und lehnte sich schwer gegen Alex. Ihr Kopf dröhnte.
„Durch den Park. Abkürzung“, schlug Alex vor, seine Worte etwas zu präzise, als dass sie nüchtern gewesen wären.
Der Stadtpark war nachts ein dunkles Labyrinth aus verschwommenen Rasenflächen und tiefen Schatten. Das gedämpfte Orange der Straßenlaternen drang nur schwach zwischen die Blätter. Es roch nach feuchter Erde und vergorenem Laub. Sie stolperten über den Hauptweg, lachten über nichts, bis Leon plötzlich strauchelte und Maja mit sich riss. Sie landeten gemeinsam auf einem weichen, kühlen Stück Rasen, halb von einem großen Rhododendronbusch verdeckt.
„Scheiße, tut mir leid“, kicherte Leon, versuchte sich aufzurichten, fiel aber wieder über sie. Seine Hand landete auf ihrer Brust. Sie stöhnte, nicht aus Schmerz. Der Druck war gut. Richtig. Alex stand über ihnen, ein dunkler Riese gegen das milchige Himmelsgrau.
„Aufstehen“, sagte Alex, aber seine Stimme hatte keinen Befehlston. Er kniete sich nieder. Seine Hände fuhren zu Leons Jeans, öffneten den Knopf, zogen den Reißverschluss herunter. Leon hob seine Hüften, um zu helfen. „Du bist so verdammt aufgeregt“, stellte Alex fest, als er Leons schon steifen Schwanz aus der Unterhose befreite.
„Weil sie so aussieht“, keuchte Leon, griff nach Majas Jeans. Seine Finger waren ungeschickt. Sie half ihm, schob das engsitzende Denim über ihre Hüften, bis ihre Unterwäsche frei lag. Die kalte Luft traf ihre nassen Höschen sofort. Alex packte den Stoff und riss ihn zur Seite.
Keine Zärtlichkeit. Kein Vorspiel. Nur das dringende, alkoholgetränkte Bedürfnis nach Fülle. Alex spuckte in seine Hand, ein dickes, nasses Geräusch, und rieb das Speichel glänzend über seinen eigenen dicken, aufgerichteten Schwanz. Dann drückte er die Spitze gegen Majas Öffnung. Sie war mehr als bereit, ihr Körper öffnete sich ihm gierig, betrunken von Alkohol und Verlangen.
„Jetzt“, befahl sie, ihre Stimme war heiser.
Er stieß zu. Ein einziger, tiefer, brutaler Stoß, der sie über den nassen Rasen schob. Sie schrie auf, ein lautes, tierisches Geräusch, das im stillen Park widerhallte. Er füllte sie bis zum Anschlag, dieses vertraute, überwältigende Gefühl der völligen Ausdehnung. Er hielt einen Moment inne, atmete stoßweise, dann begann er, sie zu ficken. Kurze, harte Stöße, die ihren Körper vor und zurück warfen. Das klatschende Geräusch ihrer Körper vermischte sich mit ihrem keuchenden Atem.
Leon, immer noch halb neben ihnen, wichste sich wild, sein Blick auf die Stelle geheftet, an der Alex in sie eindrang und wieder verschwand. „Fick sie härter“, zischte er. „Zeig’s ihr.“
Alex packte Majas Hüften fester, seine Finger würden dort morgen blaue Flecken hinterlassen. Sein Rhythmus wurde ungestüm, unkontrolliert. „So gefällst du mir“, stöhnte er, sein Schweiß tropfte auf ihren Rücken. „So verdammt offen und willig.“
Der Orgasmus baute sich in ihr schnell auf, ein zusammengepresster, brutaler Druck, der von den tiefen Stößen herausgehämmerte wurde. Sie kam mit einem erstickten Schrei, ihr Inneres krampfte sich um ihn, und das zog ihn mit. Er rammte sich noch ein paar letzte, zuckende Male in sie, bevor er mit einem gutturalen Knurr kam, sein Sperma pulsierte heiß in ihre Tiefe.
Sie blieb liegen, erschöpft, das Gesicht in das kühle Gras gedrückt. Alex zog sich aus ihr zurück, ein Strömen von Gemischen folgte. Die Nachtluft traf die feuchte Stelle eiskalt.
Dann waren Leons Hände an ihr. Er drehte sie grob auf den Rücken. Seine Augen glühten in der Dunkelheit. „Mein Zug“, sagte er nur. Aber er positionierte sich nicht zwischen ihre Beine. Seine Hand glitt zu ihrer anderen Öffnung, drückte mit zwei Fingern gegen den engen Ringmuskel.
„Nein“, flüsterte Maja, doch ihr Körper bog sich ihm entgegen.
„Doch“, sagte Leon. Er spuckte auf seine Hand, rieb es auf sich und sie. Es war nicht genug. Es brannte. Er drängte mit der Spitze seines gekrümmten Schwanzes gegen sie, drückte durch den widerspenstigen Widerstand. Ein brennender, zerreißender Schmerz, der sie keuchen ließ. Er zwang sich hinein, einen Zentimeter nach dem anderen, bis er vollständig in ihrem engen, heißen Inneren steckte.
„Gott, Leon“, stöhnte Alex, der sich aufgerichtet hatte und zusah, wie sich sein Ehemann in sie hineinkämpfte.
„Still halten“, fauchte Leon durch zusammengebissene Zähne. Der Schmerz verwandelte sich langsam, breitete sich aus zu einer unerträglichen, schmerzhaft vollen Intensität. Er begann sich zu bewegen, winzige, tiefe Stöße, die sie mit jedem Mal weiter dehnten. Sie krallte ihre Hände in das Erdreich unter ihr. Es war grenzüberschreitend. Roher als alles zuvor. Sein gekrümmter Schwanz schien einen neuen, unmöglichen Punkt in ihr zu treffen.
„Du nimmst es so gut“, keuchte Leon, sein Tempo nahm zu, wurde selbstsicherer, als ihr Körper sich ihm schließlich anpasste. „Du nimmst meinen ganzen Schwanz in dein enge Arsch, du verdammte Schlampe.“
Die Obszönitäten, der schmerzhafte Druck, die völlige Demütigung hier im Dreck – es trieb sie über eine neue Klippe. Ein zweiter, überraschender Orgasmus schüttelte sie, intensiver und schärfer als der erste. Ihr Schrei war gedämpft durch Leons Hand, die ihr jetzt über den Mund gepresst war. Das brachte ihn zum Ende. Er blieb tief in ihr stecken, sein Körper verkrampfte sich, und sie spürte die warmen Stöße seines Samens in ihrem Inneren.
Er kollabierte auf sie, sein Gewicht drückte sie in die matschige Erde. Für einen langen Moment gab es nur Atmen. Dann das ferne Kreischen einer Nachteule.
Alex war der erste, der sich bewegte. Er stand auf, schwankte leicht, und zog seine Unterhose und Jeans hoch. Seine Bewegungen waren praktisch, final. „Auf. Bevor uns die Polizei mitnimmt.“
Sie rafften sich auf, zogen ihre Kleider mit schlaffen, zittrigen Fingern hoch. Ihre Kleidung war fleckig, nass und stank nach Gras, Schweiß und Sex. Sie wankten den restlichen Weg nach Hause, ein stummes, zusammengeflicktes Trio. Kein Wort wurde gesprochen. Das Einzige, was zählte, war die vertraute Tür, die sich hinter ihnen schloss.
In der Diele angekommen, lehnten sie sich an die Wand. Ihre Atemzüge beruhigten sich langsam. Maja spürte die tiefen, heißen Schmerzen an beiden Stellen, eine erbarmungslose Erinnerung. Alex sah sie an, dann Leon. Sein Blick war klar, trotz des Alkohols.
„Also“, sagte er schließlich, seine Stimme war rau. „Ein zweites Baby.“
Leon grinste, ein müdes, triumphierendes Ding. „Ja. Ein zweites Baby.“