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Ruhrpott Liebe: Zwei Herzen, Eine Stadt

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In German - write a story about a gay married couple living in Oberhausen consisting of Alex, 31 and Leon, 28. Alex is normal sized and slightly chubby and has a girthy dick and Leon is small and slightly chubby and has a curved dick. Alex prefers to power bottom by riding Leons dick but they both like either person to be the top

Chapter 54: Chapter 54

Die drei lebten bei Big Joe, da ihr nächster Job auf See erst in einem Monat anfing.

Die Kartoffelstraße 18 wurde zu ihrem Biotop, einer geschlossenen, stinkenden Atmosphäre aus Ausscheidungen und Aufschub. Die erste Woche war ein einziges Entzugssyndrom von der See. Der Boden hörte nicht auf zu schwanken. Lukas wachte nachts schweißgebadet auf, das Ohr gespitzt für das fehlende Dröhnen der Maschine, und fand nur Joes rhythmisches Schnarchen und Jannis’ flache Atemzüge vor. Die Stille war laut.

Ein schwacher Versuch von Routine kehrte ein. Joe, der über etwas Geld zu verfügen schien, das er nie erklärte, ging morgens los und kam mit billigen Lebensmitteln zurück: Brot, Margarine, Würstchen in Dosen, Kartoffeln, sechs Packungen Billigbier. Sie aßen schweigend, stehend in der Küche oder auf der Couch sitzend. Die Mahlzeiten waren Treibstoff, sonst nichts.

Die Dynamik zwischen ihnen kristallisierte sich in der Enge neu. Joe war kein Kapitän mehr, sondern ein eigenartiger Patriarch. Sein Wort war Gesetz, aber sein Gesetz war simpel: Macht keinen Ärger. Holt das Bier. Seid da, wenn ich euch brauche.

„Du,“ sagte er am dritten Tag zu Lukas und warf ihm einen zerknitterten Zehner zu. „Geh runter. Hol Bier. Und Zigaretten. Lucky Strike.“

Lukas ging. Die einfache Handlung, die Treppe hinabzusteigen, auf die Straße zu treten, zum Kiosk zu laufen, fühlte sich an wie ein gefährliches, überwältigendes Abenteuer. Die Luft war zu viel. Die Geräusche des Verkehrs schlugen ihm wie Schläge gegen den Kopf. Er kam zurück, keuchend, als hätte er einen Sprint hingelegt. Joe nahm die Tüten entgegen, ohne Dank.

Der Sex war der Kitt, der Klebstoff aus Schweiß und Sperma, der die Fragmente ihres Zusammenlebens zusammenhielt. Es war ein Akt der Gewohnheit geworden, entkoppelt von jeder sinnlichen Lust, reduziert auf eine mechanische Notwendigkeit. Sie dienten der Entladung, der Bestätigung einer Hierarchie, der Bekämpfung der entsetzlichen Langeweile, die wie Mehltau an den Wänden wuchs.

Ein Nachmittag. Graues Licht. Jannis lag bäuchlings auf dem Bett, das Gesicht in Joe’s speckigem Kissen vergraben. Joe stand davor, seinen dicken, dunklen Schwanz in der Hand, und rieb ihn langsam auf und ab, während er Jannis mit prüfendem Blick musterte.

„Du magst es von hinten,“ sagte Joe, keine Frage, eine Feststellung. „Wie auf dem Schiff. Im Lagerraum.“

Jannis antwortete nicht, aber sein Körper spannte sich an.

Joe spuckte in seine Hand, schmierte sich grob ein. Er kniete sich aufs Bett, positionierte sich hinter Jannis. „Lukas. Komm her. Halte ihn fest.“

Lukas, der am Fenster gestanden hatte, gehorchte. Er setzte sich vor Jannis, griff nach dessen Schultern. Jannis’ Augen waren weit aufgerissen, die Pupillen winzige schwarze Punkte in einem Meer aus Weiß. Er sah Lukas an, durch ihn hindurch.

Mit einem brutalen, gezielten Stoß drang Joe in ihn ein. Jannis erstarrte, sein Mund öffnete sich zu einem stummen Schrei. Seine Finger krallten sich in Lukas’ Arme.

„So ist es gut,“ keuchte Joe und begann einen langsamen, tiefen Rhythmus. Jeder Stoß schob Jannis vorwärts gegen Lukas. „Du nimmst es. Nimmst meinen ganzen verdammten Schwanz. Ja.“

Seine Hände gruben sich in Jannis’ Hüften, zogen ihn bei jedem Vorstoß hart zurück. Das nass-fleischige Geräusch von Joes Schlag gegen Jannis’ Körper füllte den Raum. Der Gestank von Schweiß und Körpern vermischte sich mit dem ständigen Unterton von Schimmel.

Lukas hielt Jannis’ Blick fest. Es war kein Trost. Es war eine Spiegelung. In Jannis’ Augen sah er seine eigene Erniedrigung, seine eigene Funktion. Ein Haltepunkt. Ein Werkzeug.

Joe’s Tempo erhöhte sich, seine Atemzüge wurden zu heiseren Grunzlauten. „Komm schon, du enge Fotze, nimm es!“ Seine Hiebe wurden unregelmäßig, verzweifelter. Er versteifte sich, ein langes, zitterndes Stöhnen, und blieb tief in Jannis stecken. Sein Gesicht war eine Grimasse aus Anstrengung und leerem Genuss.

Als er sich zurückzog, glänzte sein Schwanz feucht im trüben Licht. Er tätschelte Jannis’ nassen Rücken. „Gut gemacht.“ Dann ging er zur Toilette, ließ die beiden zurück.

Jannis blieb liegen, zitternd. Lukas ließ seine Schultern los. Ohne ein Wort beugte sich Jannis vor und öffnete Lukas’ Hose. Sein Mund war heiß und fordernd, eine schleimige, entschuldigungslose Geste. Lukas lehnte seinen Kopf gegen die Wand, starrte auf den Riss in der Decke, und ließ es geschehen.

Die Tage verschwammen. Sie putzten nie richtig. Der Müll türmte sich. Das einzige, was regelmäßig gereinigt wurde, waren ihre Körper, und auch nur oberflächlich, unter der lauwarmen, schwach sprudelnden Dusche. Ihre Welt schrumpfte auf die vier Wände, den Gang zum Kiosk, den Weg zur Kneipe.

„Zum Anker“ wurde ihre Kirche. Der Wirt, ein Mann namens Gerd mit einem Herz aus vergrautem Stein, musterte sie beim dritten Besuch und sagte: „Ihr seid die neuen Jungs von Joe. Vom letzten Rostkasten.“ Er stellte die Bierkrüge hin. „Solange ihr zahlt und nicht randaliert, ist mir egal.“

Sie saßen an ihrem Ecktisch. Das Ritual war immer gleich. Drei Bier. Drei Kurze. Schweigen, bis der Alkohol die Zungen löste. Dann kamen die Fragmente.

„Was macht man einen ganzen verdammten Monat?“ knurrte Jannis eines Abends, sein drittes Glas Schnaps in der Hand. Er sah aus, als wäre er noch dünner geworden, seine Haut gelblich im Neonlicht der Werbetafel für Fischertechnik.

Joe zuckte mit den Schultern, trank. „Warten. Saufen. Ficken.“ Er sah Lukas an. „Du. Du denkst zu viel. Das ist nicht gut hier.“ Er tippte sich an die Schläfe. „Mach hier aus. Mach einfach.“

Aber Lukas konnte nicht abschalten. Die Leere fraß an ihm. Er begann, in der Wohnung herumzuwühlen, nicht aus Neugier, sondern aus einer Art verzweifelter Archäologie. In einem Schrank, hinter leeren Flaschen, fand er eine alte, vergilbte Seekarte des südlichen Pazifiks. In einer Schublade steckte ein abgebrochener Fleischerhaken. In einem Pappkarton unter dem Bett lagen schmutzige Kleidungsstücke und, ganz unten, eine versteinerte, eingetrocknete Scheibe – ein Seestern.

Er nahm den Seestern heraus, hielt ihn ins Licht. Es war brüchig, grau, die Spitzen abgebrochen. Ein totes Ding, von fernen Gewässern angespült und hier vergessen. Er legte ihn auf das Fensterbrett.

Jannis beobachtete ihn. „Was suchst du?“

„Nichts,“ antwortete Lukas. Aber er suchte. Er suchte nach einem Hinweis, einem Funken von etwas, das vor Joe gewesen war, vor dem Schiff, vor dem Alptraum. Es war alles Staub und Verwesung.

Die Nächte wurden intensiver, verzweifelter. Der Sex war nicht mehr nur Mechanik. Es war ein Wettbewerb um Schmerz, um Grenzen. Eine Nacht, alle drei brutal betrunken, auf dem Boden vor der Couch. Joe lag auf dem Rücken, sein mächtiger Schaft ragte steif in die Luft. „Beide. Jetzt.“

Lukas und Jannis verstanden. Jannis positionierte sich über Joe’s Gesicht, senkte sich, bis Joe’s Mund auf seinem Arsch verschwand, seine Zunge drang roh und fordernd in ihn ein. Gleichzeitig führte Lukas Joe’s dicken, prallen Schwanz in seinen eigenen Mund, würgte, als die Spitze seinen Rachen traf. Sie bildeten eine zitternde, stöhnende Kette. Joe’s Hände packten Jannis’ Hüften und drückten ihn fester auf sein Gesicht, während seine Hüfte sich hob, um tiefer in Lukas’ Schlund zu stoßen. Es war eine groteske Maschine aus Fleisch und Atemnot, ein Kreis des Verbrauchens und Verbrauchtwerdens. Die Orgasmen waren keine Befreiungen, sondern explosive Implosionen der Selbstauslöschung.

Am nächsten Morgen, mit bleiernem Kopf und wundem Körper, sah Lukas den Seestern auf dem Fensterbrett. Das graue Licht fiel darauf. Es sah aus wie das Gerippe von etwas, das nie wirklich gelebt hatte.

Joe kam aus dem Bad, ein Handtuch um die Hüften. Er folgte Lukas’ Blick. „Dreck,“ sagte er und nahm den Seestern, öffnete das Fenster und ließ ihn hinausfallen in den Hof hinab. „Nur Dreck.“

Die Tür fiel ins Schloss. Die dicke Luft schloss sich wieder um sie. Noch drei Wochen. Der Pazifik war nun tausende Kilometer entfernt, aber sie waren tiefer in ihn eingetaucht als je zuvor, ertranken in einer Stille, die lauter war als jeder Sturm.

Die Tür fiel ins Schloss. Die dicke Luft schloss sich wieder um sie. Noch drei Wochen. Der Pazifik war nun tausende Kilometer entfernt, aber sie waren tiefer in ihn eingetaucht als je zuvor, ertranken in einer Stille, die lauter war als jeder Sturm. Die Routinen verkrusteten zu Gewohnheiten, die Gewohnheiten zu Naturgesetzen. Aufstehen. Das knarrende Geräusch von Joe’s Schritten auf den Dielen. Der Geruch von billigem Kaffee, der wie verbrannte Erde schmeckte. Das Getuschel des Radios, das Joe auf einem stattdurchsetzten Sender laufen ließ, nur für das Hintergrundrauschen.

Sie begannen, kleine Territorien zu besetzen. Jannis’ Territorium war das rechte Ende der Couch, wo die Feder durchstach und eine kleine Kuhle bildete. Er hockte dort, rauchte Lucky Strikes, die er von Lukas’ Gängen mitbrachte, und starrte auf die feuchte Stelle an der Wand, wo sich der Tapetenpilz ausbreitete. Lukas’ Territorium war das Fensterbrett. Er saß dort, beobachtete die Möwen, die über den Müllcontainern kreisten, und die gelegentlichen Gestalten, die unten durch den Hof huschten. Joe’s Reich war das Bett und der einzige stabile Stuhl am Küchentisch.

Die Sprache zwischen ihnen war auf das Nötigste geschrumpft. „Bier.“ „Zigaretten.“ „Mach Platz.“ „Fertig?“ Es war ein Morsecode der Koexistenz.

Die Finanzen waren ein einziges Mysterium. Joe beschaffte das Geld. Manchmal ging er für einen halben Tag weg und kam mit einer Rolle scheinbar zufälliger Scheine zurück – ein paar Fünfziger, ein paar Euro-Münzen. Nie viel. Genug für die Grundversorgung und den täglichen Absturz in der Kneipe. Lukas fragte nie. Die Vorstellung, woher es kam, war ein Abgrund, in den er nicht blicken wollte. Es war einfacher, es als Teil des Biotops zu akzeptieren, wie die Feuchtigkeit an den Wänden.

Gerd, der Wirt, wurde zu ihrer einzigen regelmäßigen menschlichen Verbindung nach außen. Er war kein Freund, aber eine konstante, gleichgültige Präsenz.

„Na, die Landratten leben noch,“ brummte er, als sie eines Abends, es mochte ihr zehnter oder elfter Besuch sein, hereinkamen. Es war ein Donnerstag, die Kneipe war leer. „Joe. Hab was für dich.“

Joe hob die Augenbrauen. Gerd schob einen Zettel über die feuchte Theke. „Kumpel von mir. Braucht starke Hände für zwei Tage. Lager umräumen. Schweres Zeug. Bezahlt bar. Sofort.“

Joe nahm den Zettel, studierte die Adresse. Ein Industriegebiet am Rande des Hafens. Er nickte Gerd zu, ein einziges kurzes Nicken. Dann steckte er den Zettel ein.

Am nächsten Morgen weckte Joe sie nicht durch Worte, sondern indem er das Licht anknipste. Es war noch dunkel draußen. „Aufstehen. Arbeit.“

Das Wort traf Lukas wie ein elektrischer Schlag. Arbeit. Es hatte eine Bedeutung jenseits des reinen Überlebens. Es versprach Struktur, Erschöpfung mit einem Zweck, und vor allem: Geld, das nicht von Joe kam. Sie zogen sich schweigend an, ihre besten Kleider – immer noch die vom Schiff, verschlissen und fleckig, aber sie wuschen sich im kalten Wasser des Badezimmerbeckens gründlicher als sonst.

Die Fahrt im ratternden, ungeheizten Bus durch das graue Morgengrauen war eine surrealistische Rückkehr in eine normale Welt, die nicht mehr die ihre war. Menschen auf dem Weg zu ihren Jobs, mit Thermoskannen und Zeitungen. Lukas spürte ihre Blicke, wie sie über ihre abgewetzten Jacken, ihre hageren, unrasierten Gesichter strichen. Sie waren Ausgestoßene, die versehentlich in den Verkehr geraten waren.

Der Job war genau das, was Gerd gesagt hatte: eine alte Lagerhalle, randvoll mit Metallteilen und Maschinenersatzstücken, die umsortiert werden mussten. Der Vorarbeiter, ein verschlossener Mann mit einer Wollmütze, musterte sie, besonders Joe, und sagte: „Vier Stunden. Fünfzehn die Stunde. Bar. Fangt an.“

Die Arbeit war brutal, schweißtreibend. Sie schleppten stumme Eisenwürste, verrostete Getriebe, Kisten mit Nieten. Der Staub war metallisch und scharf. Lukas’ Muskeln, von Monaten der Seefahrt und Wochen der Stagnation verkümmert, schrien auf, aber es war ein guter Schmerz. Ein Schmerz, der ihn genau wusste lassen, wo er war: in einem realen Raum, mit realem Gewicht in den Händen.

Joe arbeitete wie ein Maschinenmensch, hob Lasten, für die zwei Männer nötig gewesen wären, als wären sie aus Pappmaché. Schweigend, effizient. Der Vorarbeiter beobachtete ihn mit einem Funken ungläubigen Respekts.

In der Pause, auf einer Kiste sitzend und aus einer großen Thermoskanne lauwarmen Teig trinkend, sprach Jannis. „Ich fühl mich… nützlich.“ Es klang erstaunt, fast beschämt.

Joe kaute auf einem Stück trockenem Brot. „Geld ist nützlich. Arbeit ist Weg, Geld zu kriegen.“ Seine Logik war unanfechtbar.

Nach vier Stunden zählte der Vorarbeiter jedem sechzig Euro in die Hand. Die Scheine fühlten sich neu an, steif. Lukas steckte sie tief in seine Tasche, als wären sie gestohlen. Es war das erste Geld, das er seit… er konnte sich nicht erinnern. Seit vor dem Schiff. Vor Hein. Es fühl sich gefährlich an, wie ein Stück seiner selbst, das er verloren geglaubt hatte.

Die Rückfahrt war anders. Das Geld in ihren Taschen verlieh der Stadt eine neue Textur. Die Bäckereien, die Supermärkte, die Schaufenster – sie waren nicht mehr nur Kulisse. Sie waren Optionen. Verlockungen. Gefahren.

„Wir kaufen was,“ sagte Joe im Bus, sein Blick war auf die vorbeiziehenden Häuserzeilen gerichtet. „Nicht alles versaufen. Etwas Richtiges.“

Sie stiegen eine Haltestelle vor der Kartoffelstraße aus, vor einem türkischen Supermarkt. Die Luft war erfüllt von den Gerüchen von Gewürzen und frischem Fladenbrot. Joe kaufte

Die Luft war erfüllt von den Gerüchen von Gewürzen und frischem Fladenbrot. Joe kaufte ein: Lammfleisch in kleinen, blutigen Stücken, Zwiebeln, Knoblauch, eine Tüte Reis, und – eine Verschwendung – eine Packung türkischer Joghurt. Das Geld, frisch und knisternd, wechselte den Besitzer. Zurück in der Wohnung, befahl er Lukas zu kochen. „Du kannst das. Mach was Gutes.“

Lukas stand in der winzigen Küche, das Messer in der Hand, und fühlte sich zum ersten Mal seit dem Lagerraum der „Longevity“ auf eine seltsame, fremde Art kompetent. Er schnitt Zwiebeln, brutzelte das Fleisch an, mischte den Joghurt mit zerdrücktem Knoblauch. Die Gerüche überlagerten den ständigen Modergeruch. Joe saß am Tisch, beobachtete ihn, trank ein Bier. Jannis deckte den Tisch mit den drei weniger schmutzigen Tellern.

Sie aßen schweigend, aber diesmal war das Schweigen anders. Es war konzentriert, fast andächtig. Das Fleisch war zäh, aber gewürzt. Der Joghurt war kühl und scharf. Es war eine Mahlzeit. Kein Treibstoff. Joe leerte seinen Teller, leckte sogar das Messer ab. „Gut,“ sagte er. Das eine Wort fühlte sich an wie eine Medaille.

Danach, satt und träge, lag die Sexualität nicht mehr als drückende Notwendigkeit in der Luft, sondern als eine Art feuchte, experimentelle Neugier. Das Geld in der Tasche, das Essen im Bauch – es schuf eine Illusion von Puffer, von Spielraum. Joe lehnte sich auf seinem Stuhl zurück, öffnete seine Hose, ohne Eile. Sein halbsteifer Schwanz lag schwer in seiner Hand. „Kommt her.“

Sie verbrachten den Rest der zwei Wochen bis zur nächsten Überfahrt damit, Sex in allen möglichen verschiedenen Positionen und mit unterschiedlichen Konstellationen zu haben. Es war ein müdes, gründliches Ausloten der physischen Geographie, die sie bildeten.

Das erste Mal, zwei Tage nach der Lagerarbeit. Das Geld war noch da, ein schwacher Talisman in Lukas’ Socke. Joe, angetrunken vom Nachmittagsbier, drückte Lukas mit dem Gesicht nach unten auf den Küchentisch. Die kühle Plastikoberfläche klebte an seiner Wange. „Du bleibst. Jannis, du nimmst ihn. Von hinten. Ich gucke.“

Jannis, sein Gesicht eine Maske konzentrierter Anstrengung, spuckte in seine Hand und führte sich seinen gekrümmten Schwanz in Lukas ein. Es brannte, ein trockenes, reibendes Eindringen. Joe beobachtete, einen Fuß auf einen Stuhl gestellt, und wichste sich langsam einen, sein Blick wanderte zwischen Jannis’ strampelnden Hintern und Lukas’ zusammengekniffenen Augen. „Fester,“ keuchte Joe. „Zeig ihm, wer hier jetzt drin ist.“ Jannis packte Lukas’ Hüften, seine Nägel gruben sich ein, und stieß mit kurzen, harten Stößen zu, jedes Mal begleitet von einem scharfen Ausatmen. Als Jannis kam, stöhnte er leise auf, sein Körper zuckte unkontrolliert, bevor er sich zurückzog.

Dann war Joe da. „Mein Zug.“ Er schob Jannis beiseite, spuckte großzügig auf Lukas’ bereits wunden Arsch, und drang mit einem einzigen, brutalen Stoß ein. Lukas schrie auf, ein kurzer, heiserer Laut, der im schmutzigen Geschirr erstarb. Joe fuckte ihn langsam, genüsslich, mit der vollen, brutalen Länge seines Schwanzes. „Der Kleine hat dich nur gelockert für mich,“ grunzte er, seine Hände wie Schraubstöcke um Lukas’ Taille. „Jetzt spürst du’s richtig, du Arschloch. Tief. Ja.“ Sein Orgasmus war ein langes, stöhnendes Beben, und er blieb lange drin, pulsierend.

Ein anderes Mal, nachts. Jannis lag oben auf Joe, die beiden wie ineinander verkeilte Löffel, Jannis’ Rücken an Joe’s breiter Brust. Joe’s massive Hände umspannten Jannis’ Hüften und bewegten ihn auf und ab auf seinem eigenen, aufrechten Schwanz. „Lukas,“ keuchte Jannis, seine Augen geschlossen. „Komm… komm her.“

Lukas kniete sich vor sie, sein eigener Schwanz steif. Jannis beugte sich vor, nahm Lukas in den Mund, während Joe ihn weiter von unten nahm. Jannis’ Mund war heiß, ungeschickt, sein Rhythmus wurde von Joe’s Aufwärtstößen unterbrochen. Es war ein dreiarmiger Kreislauf aus Stöhnen und Sabber. Joe’s Bewegungen wurden ruckartiger, er schob Jannis fester auf sich. „Komm schon, du kleine Schlampe, nimm es ganz,“ knurrte er Jannis ins Ohr. Jannis’ Antwort war ein gedämpftes Würgen, als Lukas tiefer in seinen Rachen stieß. Joe kam zuerst, ein tiefes, brummendes Stöhnen, das Jannis durchschüttelte. Gefühllos, mit Joes Sperma noch an seinen Innenschenkeln, beugte sich Jannis weiter vor und blies Lukas bis zum Ende, schluckte alles mit geschlossenen Augen.

Die dritte detaillierte Begegnung war kühler, fast klinisch. Ein trüber Vormittag. Joe wies an. „Lukas. Du nimmst ihn heute. Jannis. Auf alle viere.“ Es war ein Rollentausch, rein funktional. Jannis gehorchte, stellte sich auf Hände und Knie auf den schmutzigen Teppich. Lukas stand hinter ihm, kämpfte mit einem widerwilligen Erektion. Joe setzte sich auf den Bettrand, ein Zuschauer. „Na los. Mach ihn fertig. Benutz ihn.“

Lukas spuckte in seine Hand, rieb es an sich, und drang ein. Es fühl sich anders an, von dieser Position aus die Kontrolle zu haben. Jannis’ Körper war angespannt, ein Bogen aus Rippen und Wirbeln unter blasser Haut. Lukas packte seine Hüften, zog ihn bei jedem Stoß zurück auf sich. Das Geräusch war ein nasses Klatschen. Joe beobachtete, sagte nichts, nur seine Hand bewegte sich langsam in seiner eigenen Hose. „Hart drauf,“ sagte Joe schließlich, seine Stimme ruhig. „Vergiss nicht, wer er ist.“ Das meinte: Vergiss nicht, dass du es auch bist. Lukas schloss die Augen, stellte sich vor, es wäre jemand anders, irgendjemand, und stieß zu, bis sein eigenes, einsames Kommen ihn überkam und er sich über Jannis’ Rücken leerte.

Das vierte Mal war das roheste. Es war ihr letzter Abend vor der erneuten Überfahrt. Die Atmosphäre war angespannt, geladen mit der Vorwegnahme des metallischen Schreis, der sie morgen wieder aufnehmen würde. Sie waren betrunken, aggressiv. Joe forderte sie beide heraus. „Ihr beiden. Auf mich. Jetzt.“

Er lag auf dem Rücken auf dem Boden. Lukas setzte sich auf sein Gesicht, spürte Joes Zunge, breit und fordernd, die ihn öffnete. Gleichzeitig kniete Jannis über Joe’s Schwanz und nahm ihn in sich auf, sein Gesicht war eine Grimasse aus Schmerz und Konzentration. Sie waren eine brutale, stöhnende Pyramide. Joe’s Hände gruben sich in Lukas’ Schenkel und in Jannis’ Arsch, dirigierte sie beide, ein Puppenspieler aus Fleisch. „Wechsel!“ befahl er, sein Mund war voll.

Sie wechselten, taumelnd, sabbernd. Lukas nahm Joe’s prallen, feuchten Schwanz in den Mund, während Jannis sich auf Joe’s Gesicht senkte. Es war Chaos, ein Wettrennen zur Vernichtung. Joe brüllte, als er in Lukas’ Kehle kam, ein würgender Schwall, den Lukas schlucken musste, während er gleichzeitig spürte, wie Jannis’ Körper über ihm zuckte und Joe’s Gesicht mit seinem eigenen Samen beschmierte.

Sie rollten auseinander, keuchend, auf dem schmutzigen Boden. Der Geruch war überwältigend: Sperma, Schweiß, der scharfe Geruch von Analverkehr und der süßliche Hauch von billigem Korn. Die Karte des südlichen Pazifiks, die Lukas einmal gefunden hatte, lag zerknüllt in einer Ecke, übersät mit Flecken.

Joe richtete sich als erster auf. Sein Blick war klar, die Trunkenheit weggespült von der Anstrengung. „Morgen früh. Hafen. Gleiche Stelle.“ Er stand auf, ging zum Waschbecken, spuckte aus. „Das Geld. Alles mitbringen. Für unterwegs.“

Die letzte Nacht verbrachten sie wach, jeder in seiner Ecke, angefüllt mit dem Gestank ihrer Vereinigung. Das Geld fühlte sich in Lukas’ Socke an wie Asche. Draußen heulte der Wind von der See her. Die „Longevity“ wartete. Sie hatten zwei Wochen lang nur exisitiert, um gefickt zu werden, und nun waren sie bereit, wieder verschluckt zu werden. Der Kreis schloss sich, enger als zuvor.

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