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Ruhrpott Liebe: Zwei Herzen, Eine Stadt

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In German - write a story about a gay married couple living in Oberhausen consisting of Alex, 31 and Leon, 28. Alex is normal sized and slightly chubby and has a girthy dick and Leon is small and slightly chubby and has a curved dick. Alex prefers to power bottom by riding Leons dick but they both like either person to be the top

Chapter 64: Chapter 64

Der Morgen roch nach verbranntem Toast und dem scharfen, chemischen Duft von neuer Farbe. Jannis stand in der Küche, ein verkohltes schwarzes Rechteck in der Hand, und starrte es an, als könnte er durch es hindurch die Ordnung eines anderen Lebens sehen. Hinter ihm schabte Finn mit einem Spachtel alte Tapetenreste von der Wand des Flurs. Schürf. Pause. Schürf. Ein rhythmisches, geduldiges Geräusch.

„Das kannst du wegschmeißen,“ sagte Leo. Er saß am Tisch, den Laptop aufgeschlagen, aber sein Blick war auf die Hände vor der Tastatur gerichtet. Sie zitterten nicht. Das war der Fortschritt. „Oder wir essen es als Zeichen unserer kulinarischen Inkompetenz.“

Jannis ließ den Toast in den Müll fallen. „Ich war abgelenkt.“

„Wovon?“ Leo klappte den Laptop zu. „Von dem kosmischen Stille-Brecher da draußen?“ Er deutete mit dem Kinn zum Flur, wo Finn arbeitete.

„Er arbeitet, seit es hell ist. Ohne dass man ihm etwas sagen musste.“

„Weil er Angst hat, rausgeschmissen zu werden. So funktioniert das. Du hältst dich nützlich, um geduldet zu werden.“ Leos Stimme war flach, eine reine Feststellung. Er stand auf, ging zum Kühlschrank, holte den Orangensaft heraus und trank direkt aus der Flasche. Ein dickes, gurgelndes Geräusch. Dann stellte er sie ab, ließ den Deckel offen. „Sarah ist noch oben.“

„Ich weiß.“

„Hat sie wieder geweint?“

„Ich habe nichts gehört.“

Leo nickte. Sein Blick hing an der offenen Flasche. „Finn ist nachts zu ihr gegangen. Gestern. Ich habe ihre Tür knarren hören. Und dann sein Geflüster.“ Er sah Jannis an. „Was glaubst du, was die da treiben?“

„Vielleicht schlafen sie nur. Vielleicht halten sie sich einfach nur fest.“ Jannis’ eigene Worte klangen hohl in seinen Ohren.

Leo lachte kurz auf. „Halten fest. Ja. Das tun wir alle.“ Er kam um die Theke herum auf Jannis zu. Sein T-Shirt hing zerzaust, die Hose saß tief auf seinen Hüften. Ohne Vorwarnung griff er hinunter, packte Jannis durch den Stoff seiner Jogginghose, um seinen bereits halb steifen Schwanz. „Du bist hart,“ murmelte Leo. „Beim Anblick von verbranntem Toast. Das ist neu.“

„Hör auf,“ sagte Jannis, aber er bewegte sich nicht.

„Warum?“ Leos Hand rieb ihn langsam, durch den weichen Stoff. Der Druck war genau richtig, vertraut und fordernd zugleich. „Finn ist beschäftigt. Sarah verschlafen. Wir sind allein.“ Er beugte sich vor, sein Mund war nah an Jannis’ Ohr. „Du willst, dass ich aufhöre? Dann schubs mich weg.“

Jannis tat es nicht. Stattdessen griff seine eigene Hand nach unten, knöpfte seine Hose auf, lieste seinen dicken, vollen Schwanz in die kühle Küchenluft springen. Ein surrendes Geräusch von draußen – der Briefkastenschlitz. Sie froren beide ein. Für einen Moment war nur das rhythmische Schürf von Finns Spachtel zu hören.

Dann war Leo wieder in Bewegung. Er drehte Jannis grob zur Spüle, bog ihn vorüber. „Stütz dich ab,“ befahl er, seine Stimme war ein heiserer Befehl. Jannis gehorchte, die Hände auf der kalten Keramik. Hinter sich hörte er, wie Leo seine eigene Hose herunterstieß, das leise Klicken einer Tube – das Gleitgel aus dem Badezimmerschrank.

Kein Vorspiel. Kein Kuss. Nur das kalte, glibberige Rinnsal, das zwischen seine Pobacken lief. Dann der stumpfe, fordernde Druck von Leons gekrümmtem Schwanz an seinem Loch. Leo stieß nicht sofort zu. Er rieb nur damit hin und her, ließ die Spitze immer wieder gegen den Widerstand pressen, bis Jannis keuchte. „Bitte.“

„Bitte was?“

„Mach schon, verdammt.“

Mit einem einzigen, tiefen Stoß fuhr Leo in ihn hinein. Jannis stieß einen erstickten Laut aus, seine Finger krallten sich in die Spüle. Es war eng, fast schmerzhaft, genau wie in der Nacht zuvor. Leo blieb einen Moment tief in ihm stecken, atmete schwer. Dann zog er sich fast ganz zurück, nur um wieder hart zu stoßen.

Der Rhythmus war gnadenlos, ein hämmerndes Klatschen von Fleisch auf Fleich, das sich mit dem Schürfen des Spachtels vermischte. Jannis beugte sich weiter vor, bot sich an. Jeder Stoß war eine Bestätigung: Du bist hier. Ich bin hier. Das ist real. Der Schmerz war ein sauberes, klares Gefühl in dem emotionalen Morast.

„So magst du es, oder?“ keuchte Leo, seine Hände umklammerten Jannis’ Hüften. „Richtig hart. Richtig schmutzig. In der Küche, wo jeder reinkommen könnte.“ Er stieß besonders tief zu, ein Stoß, der Jannis nach vorn trieb. „Vielleicht hört Finn uns. Vielleicht steht Sarah sogar auf und sieht zu.“

Die Vorstellung, entdeckt zu werden, ließ Jannis’ Schwanz zwischen seinen Beinen zittern. Es war widerlich. Und es machte ihn unglaublich hart. Er stieß zurück gegen Leons Stöße, forderte mehr.

Leo verstand. Seine Hand glitt nach vorn, umfasste Jannis’ Schwanz, begann ihn im Takt seiner eigenen Stöße zu wichsen. Der Druck war perfekt, rau und schnell. „Komm schon,“ zischte Leo. „Spritz in die verdammte Spüle. Zeig allen, was hier passiert.“

Die Kombination war zu viel. Die tiefe, füllende Penetration, die reibende Hand, die obszöne Gewissheit, dass sie jederzeit unterbrochen werden könnten. Jannis’ Körper spannte sich an, ein Krampf zog durch seinen Unterleib, und er kam mit einem heftigen, stummen Schütteln. Sein Sperma spritzte in weißen Streifen gegen das Edelstahlbecken.

Das brachte Leo über die Kante. Mit einem letzten, brutalen Stoß blieb er in Jannis stecken, sein ganzer Körper verkrampfte. Ein heißes Fluten füllte das Kondom. Er blieb liegen, sein Gewicht auf Jannis lastend, beide keuchten.

Das Schürfen im Flur hatte aufgehört.

Sie erstarrten. Hörten. Nichts. Dann, leise, Schritte, die sich die Treppe hinauf zur ersten Etage bewegten. Finn war gegangen.

Leo zog sich aus ihm zurück. Jannis hörte das Kondom abstreifen, das leise Plumpsen im Mülleimer. Dann der Wasserhahn. Leo spülte die Spüle sauber, wischte die Beweise ihres Aktes weg.

„Siehst du,“ sagte Leo, seine Stimme war jetzt leer. „Alles sauber.“

Mittags saßen sie zu viert am Tisch. Auf jedem Teller lag eine aufgetaute Tiefkühlpizza, in quadratische, gleichmäßige Stücke geschnitten. Sarah aß mit kleinen, vorsichtigen Bissen. Ihr Haar war nass von der Dusche. Finn aß, ohne aufzusehen. Seine Hände waren von Tapetenkleister und Staub verkrustet.

„Die Wand im Flur ist fast fertig,“ sagte Jannis in die Stille hinein. „Sieht gut aus, Finn.“

Finn zuckte mit den Schultern. „Ist nur Arbeit.“

„Trotzdem. Danke.“

Leo stocherte auf seinem Pizza-Stück herum. „Ich habe heute Morgen eine E-Mail bekommen. Vom Jobcenter. Der Termin ist nächsten Dienstag.“

„Das ist gut,“ sagte Jannis.

„Ist es das?“ Leo ließ die Gabel auf den Teller klirren. „Was soll ich denen sagen? Mein Lebenslauf? Kreativer Höhepunkt: Organisator einer mehrtägigen, sexuell-missbräuchlichen Orgie, die in einer fast tödlichen Überdosis endete. Besondere Fähigkeiten: Konsumzerstörung und sozialer Abstieg.“

Sarahs Gabel fiel klappernd auf ihren Teller. Sie stand so abrupt auf, dass ihr Stuhl nach hinten schlug.

Sie stand so abrupt auf, dass ihr Stuhl nach hinten schlug. Der Klang hallte in der kargen Küche nach. Ihr Gesicht war eine Maske aus bleichem Entsetzen. „Das hörst du nie auf, oder?“ Ihre Stimme brach. „Du musst es immer wieder ausgraben und hinstellen, damit wir alle dran riechen können.“

Sie drehte sich um und rannte aus der Küche. Sie trampelte die Treppe hinauf, ihre Tür schlug ins Schloss.

Die verbliebenen drei Männer saßen in der plötzlichen Stille. Leo starrte auf seine Pizza. Finn atmete langsam durch den Mund aus. Jannis wollte etwas sagen – eine Vermittlung, eine sinnlose Entschuldigung – aber die Worte erstickten in der dicken Luft.

„Ich geh mal,“ murmelte Finn und schob seinen Teller weg. Seine Bewegungen waren bedächtig, wie die eines Tieres, das eine Gefahr umgeht. Er folgte Sarah die Treppe hinauf.

Leo hob langsam den Kopf. Sein Blick traf Jannis. Es war kein Blick der Reue, sondern einer kalkulierenden, müden Klarsicht. „Das war nicht fair. Ich weiß.“ Er stand auf und sammelte die Teller ein. Das Klirren war zu laut. „Aber es ist die Wahrheit. Und hier erstickt man an der Wahrheit, wenn man sie nicht rauslässt.“

Er trug das Geschirr zur Spüle. Jannis blieb sitzen, die Hände um den leeren Kaffeebecher geklammert. Durch die Decke hörte er gedämpfte Stimmen – Sarahs hoch und schrill, Finns tief und beruhigend. Dann nichts.

Die Nacht fiel früh und still über das Haus. Jannis lag wach, neben ihm schnarchte Leo leise. Die Spannung des Morgens hatte sich zu einer stumpfen Erschöpfung aufgelöst. Irgendwann, in den kleinen Stunden, hörte er eine Tür knarren. Leichte Schritte auf dem Flur. Nicht die schweren von Leo. Nicht die hastigen von Sarah. Finn.

Die Schritte blieben vor ihrem Schlafzimmer stehen. Ein sanftes Klopfen. Leo bewegte sich nicht. Jannis streifte die Decke ab und schlich zur Tür. Er öffnete sie einen Spalt.

Finn stand im Flur, im blassen Licht der Straßenlaterne, die durch das Treppenhausfenster fiel. Er trug nur eine Boxershorts. Seine jugendliche Figur war schmal, aber sehnig. „Kann nicht schlafen,“ flüsterte er auf Deutsch.

„Sarah?“ fragte Jannis ebenso leise.

„Sie schläft endlich. Ich… ich wollte nicht allein sein.“ Finns Augen waren große, dunkle Flecken in der Dämmerung. „Darf ich rein? Nur für eine Weile?“

Jannis öffnete die Tür weiter. Es war keine Einladung, es war ein Nachgeben. Finn trat ein. Der Raum roch nach Sex, Schweiß und Schlaf. Leo drehte sich im Schlaf um und stöhnte.

Finn stand unsicher mitten im Raum. „Es ist kalt draußen,“ sagte er, was Unsinn war.

„Komm ins Bett,“ sagte Jannis, seine Stimme war rau vom Schlaf. Er sagte es, weil es das Einfachste war. Weil man Fremde nicht auf dem kalten Boden stehen ließ. Weil er es müde war, Nein zu sagen.

Sie lagen zu dritt unter der Decke, Jannis in der Mitte. Finns Körper war eine Linie angespannter Wärme. Seine Atmung war flach und kontrolliert. Leo schlief, oder tat so.

Dann bewegte sich Finn. Seine Hand, zitternd leicht, fand Jannis‘ Handgelenk unter der Decke. Seine Finger schlossen sich darum. Kein Zug, nur ein Halten. Jannis fror ein. Die Berührung war zutraulich und falsch zugleich.

„Du hast heute morgen nichts gemacht,“ flüsterte Finn auf Deutsch, sein Mund war sehr nah an Jannis‘ Ohr. „Als er dich so beschimpft hat. Du hast dich nicht gewehrt.“

„Das ist kompliziert,“ sagte Jannis.

„Ich denke darüber nach,“ fuhr Finn fort, seine Hand glitt langsam über Jannis‘ Unterarm, hinauf zum Bizeps. „Wie du da warst. An der Spüle. Du hast dich nicht versteckt. Du hast es zugelassen.“ Seine Finger berührten jetzt Jannis‘ Brust, spielten mit den Haaren dort. „Das muss sich stark angefühlt haben. So benutzt zu werden.“

Jannis‘ Herz schlug dumpf gegen seine Rippen. „Finn…“

„Ich bin achtzehn,“ sagte Finn, schnell, als würde er einen einstudierten Satz aufsagen. „Heute. Mein Geburtstag. Sarah hat es vergessen. Ihr alle habt es vergessen.“ Seine Hand wanderte weiter nach unten, über Jannis‘ Bauch, unter den Bund seiner Unterhose. Seine Finger schlossen sich um Jannis‘ schlaffen Schwanz. „Ich will nicht mehr wie ein Kind behandelt werden.“

Jannis packte sein Handgelenk. „Hör auf.“

„Warum?“ Das war Leo. Seine Stimme kam klar aus der Dunkelheit. Er war wach. Er lag auf der anderen Seite und beobachtete. „Er hat recht. Er ist achtzehn. Er lebt in unserem Haus. Wir schlafen im selben Bett.“ Ein langes, gespanntes Schweigen. Dann: „Lass ihn. Er will doch nur dazugehören.“

Finns Hand blieb steif, aber er zog sie nicht weg. Er wartete auf Jannis‘ Erlaubnis. Auf seine Komplizität. Jannis‘ Griff lockerte sich. Er fühlte sich in diesen Bett gefangen, zwischen diesem zitternden Jungen und dem kalt beobachtenden Mann, den er liebte. Die Verlockung war ein dreckiger Sog tief in seinem Bauch. Es war falsch. Es war verboten. Es war ehrlich.

Seine Hand fiel zur Seite.

Finn atmete aus, ein zittriger Laut der Erleichterung. Seine Hand begann zu arbeiten, langsam, unerfahren. Er wichste Jannis steif, seine Bewegungen waren anfangs schüchtern, dann entschlossener. Seine andere Hand strich über Jannis‘ Brust, kratzte leicht über die Brustwarzen.

„So?“, flüsterte Finn. Jannis antwortete nicht. Er schloss die Augen. Die Bilder überschlugen sich: Die Spüle. Der schmatzende, sexuelle Lärm. Finns Spachtel an der Wand. Die rote Aufnahmelampe im Nebel.

Als er hart war, zog Finn die Decke zurück. Das schwache Licht fiel auf Jannis‘ nackten Unterleib, auf Finns Hand, die ihn fest umschloss. Finn beugte sich runter, sein Atem warm auf der Haut. Seine Zunge, unsicher und neugierig, leckte über die Eichel.

Leo bewegte sich. Er setzte sich im Bett auf, sein Umriss war dunkel gegen das Fenster. „Weiter,“ sagte er, seine Stimme war ein leiser, befehlender Strich. „Du weißt, wie es geht.“

Finn nahm Jannis ganz in den Mund. Es war ungelenk, zu tief, dann wieder zu oberflächlich. Er würgte, zog sich zurück, hustete leise. Dann versuchte er es erneut. Jannis lag da und ließ es geschehen. Er war abgeschaltet, ein Passagier in seinem eigenen Körper. Das nasse, warme Gefühl war nicht unangenehm. Es war einfach nur da, wie der Druck einer Decke.

Bis Leo sich rührte. Er schob sich näher, bis sein Rücken an Jannis‘ Seite gepresst war. Seine Hand grub sich in Finns Haare. „Nicht so tief. Benutz deine Hand am Schaft. Ja. So.“ Er dirigierte den Jungen wie einen Anfänger. Und Finn, gehorsam, folgte den Anweisungen.

Der Anblick war es, der Jannis endlich zum Höhepunkt trieb. Sein Blick wanderte von Finns gebeugtem, eifrigem Kopf zu Leos Profil, das mit konzentrierter, finsterer Zufriedenheit in die Szene starrte. Es war das perverse Familientableau, das sie ersannen. Ein kaputter Kreis.

Ein Zittern lief durch Jannis‘ Beine, sein Atem stockte. Er kam Finn in den Mund, schweigend, nur ein trockenes Keuchen. Finn zuckte zurück, hustete und schluckte.

Leo lächelte im Dunkeln. Sein Arm streckte sich aus, zog Finn zu sich heran. Er küsste den Jungen, tief und possessiv, schmeckte Jannis an ihm. „Gut,“ murmelte er gegen Finns Lippen. Dann schob er den Jungen sanft zu Jannis zurück. „Jetzt geh zu Sarah. Sie wartet auf dich. Mach es richtig mit ihr. Sie braucht es sanft. Verstehst du?“

Finn nickte, benommen. Er glitt aus dem Bett. Seine Silhouette verschwand in der Dunkelheit des Flurs. Die Tür zu Saras Zimmer ging auf und schloss sich leise.

Leo legte sich zurück, seufzte zufrieden. „Siehst du?“ Er rollte auf die Seite, sein gekrümmter Schwanz hart gegen Jannis‘ Hüfte gedrückt. „Jetzt gehört er uns allen.

„Jetzt gehört er uns allen.“

Die Worte hingen im Dunkeln, eine dicke, unausweichliche Tatsache. Leo drehte sich um, sein Rücken ein kühler, abweisender Wall. Jannis blieb auf dem Rücken liegen und starrte in die Schwärze über sich. In seinem Mund war der Nachgeschmack von Zahnpasta und Schuld. Von unten, durch die Bodenbretter, drang ein leises, rhythmisches Knarren herauf. Sarahs Bett. Finn hielt sein Versprechen.

Jannis stand auf. Die kalten Dielenbretter unter seinen Füßen fühlten sich echt an, solider als alles andere in diesem Raum. Er zog eine Jogginghose an und schlich auf den Flur hinaus. Das Knarren war deutlicher hier, begleitet von einem gedämpften, weiblichen Stöhnen. Nicht schmerzerfüllt. Hingegeben. Er lehnte sich gegen die Wand und ließ den Klang über sich hinwegrollen. Seine eigene Erregung war längst einer bleiernen Leere gewichen.

Am nächsten Morgen war Finn anders. Er saß am Küchentisch und a sein Müsli, aber seine Augen, blutunterlaufen und wach, huschten zwischen Jannis und Leo hin und her. Ein stilles, wissendes Funkeln. Sarah kam später herunter. Sie trug einen von Leos alten Pullovern, der ihr bis zu den Oberschenkeln hing. Sie lächelte Finn schüchtern an, als sie sich Kaffee einschenkte. Ein rosiger Schein lag auf ihren Wangen, der nicht von der Kälte kam.

„Die Wand im Flur ist trocken,“ sagte Finn. Er sprach zu seinem Schüssel. „Könnte heute gestrichen werden. Wenn es Farbe gibt.“

„Ich kauche welche,“ sagte Jannis. Seine Stimme klang fremd in seinen eigenen Ohren.

„Ich komme mit,“ sagte Leo schnell. Er stand auf, sein Stuhl scharrte über den Boden. „Ich muss eh raus. Diese vier Wände machen mich kirre.“

Die Fahrt zum Baumarkt war wortlos. Leo steuerte, die Hände verkrampft um das Lenkrad. „Er ist gut für sie,“ sagte er plötzlich, als sie an einer roten Ampel hielten. „Sie schläft. Sie isst. Das ist mehr, als wir geschafft haben.“

„Wir haben es nicht versucht,“ sagte Jannis.

„Doch. Haben wir.“ Leo blickte ihn an. Sein Gesicht war hart. „Wir haben ihr eine Matratze und Schweigen angeboten. Das ist kein Zuhause. Das ist ein Wartesaal.“ Die Ampel sprang auf Grün. Der Wagen fuhr ruckartig an.

Sie kauften zwei Dosen weiße Dispersionsfarbe, Rollen, Abdeckfolie. Auf dem Rückweg, im schwankenden Licht der Straßenlaternen, legte Leo eine Hand auf Jannis‘ Oberschenkel. „Du warst heute Nacht still.“

„Was hätte ich sagen sollen?“

„Irgendwas. ‚Hör auf.‘ Oder ‚Mehr.‘“ Leos Finger drückten in Jannis‘ Fleisch. „Stattdessen hast du nur da gelegen. Wie ein Stück Holz. Hat es dir gefallen? Ihn in deinem Mund zu spüren?“

Jannis schaute aus dem Fenster. „Es war nicht für mich. Es war für dich. Du hast es in Szene gesetzt.“

Leo lachte, ein kurzes, bellenes Geräusch. „Und du hast brav mitgespielt. Wie immer.“ Seine Hand wanderte nach innen, fand den Schritt von Jannis‘ Hose. Er war schlaff. Leo rieb ihn durch den Stoff. „Nichts? Wirklich nichts? Dabei war er so eifrig. Hat alles geschluckt, was du ihm gegeben hast.“

„Hör auf, Leo.“

„Warum?“ Seine Hand wurde fester, fordernd. „Wir sind allein. Du kannst es mir sagen. Hat es dich angeekelt? Oder hat es dich hart gemacht, diesen unschuldigen, jungen Mund zu benutzen?“

Jannis schloss die Augen. Das Bild war da: Finns konzentrierte Stirn, sein eigener Schwanz, der in diesen willigen Mund verschwand. Ein heißer Schlag durchfuhr sein Becken. Er wurde unter Leons Hand steif.

„Da,“ zischte Leo triumphierend. „Also doch. Du widerlicher Bastard.“ Er öffnete mit einer Hand Jannis‘ Hose, fuhr hinein und packte ihn. Sein Griff war hart, fast schmerzhaft. „Du stehst darauf, unser kleines Familienspiel zu spielen, nicht wahr? Der stille Patriarch, der alles duldet.“

Er wichste Jannis schnell und rücksichtslos, während er mit der anderen Hand das Auto in einer Seitenstraße in den Schatten eines verlassenen Fabrikgebäudes lenkte. Der Motor lief weiter. „Jetzt,“ befahl Leo. „Jetzt komm. Komm, weil ich es dir sage. Weil ich dir zeige, wer hier zuschaut.“

Jannis‘ Atem ging stoßweise. Die Demütigung war scharf und klar. Er kam mit einem unterdrückten Stöhnen, sein Sperma spritzte über Leons Finger und auf seine eigene Hose.

Leo zog seine Hand zurück, rieb sie an einem Taschentuch ab. „Siehst du? Gehorsam.“ Er ließ den Wagen wieder anrollen. „Das ist deine Rolle. Du bist der Fels, auf dem sich unsere kleine, kranke Welt dreht. Ohne dein passives Duldungsvermögen würde alles auseinanderfallen.“

Zu Hause roch es nach Farbe und Fencheltee. Finn hatte, allein, bereits die erste Wand gestrichen. Er stand auf der Leiter, sein T-Shirt mit weißen Spritzern übersät, als sie eintraten. Sarah saß auf dem Boden, beobachtete ihn mit einem Ausdruck ruhiger Konzentration.

„Sieht gut aus,“ sagte Jannis und stellte die Einkaufstüten ab.

Finn blickte von seiner Arbeit. Sein Blick traf Jannis, hielt ihn für einen Moment fest. Ein Wissen ging zwischen ihnen hin und her, schmutzig und intim. „Danke,“ sagte Finn. Dann, leiser: „Für alles.“

Die Nacht war eine Absprache. Sie wurde nicht ausgesprochen, aber sie lag in der Luft, dick wie die Farbe. Jannis saß im Wohnzimmer und versuchte, ein Buch zu lesen. Die Worte verschwammen vor seinen Augen. Leo war in der Küche und hörte laute, aggressive Musik. Von oben kam gedämpftes Lachen.

Gegen elf kam Finn die Treppe herunter. Er trug nur eine enge Boxershorts. Seine Haut glühte vom Duschen. Er ging direkt auf Jannis zu, nahm ihm das Buch aus der Hand und legte es beiseite.

„Sarah schläft,“ sagte er einfach. Seine Hände fanden Jannis‘ Schultern, drückten ihn nach hinten in die Couch. Dann kniete er sich zwischen seine Beine und öffnete Jannis‘ Hose mit routinierten Bewegungen, die nichts mehr von der Schüchternheit der letzten Nacht hatten.

Jannis wollte protestieren. Ein Wort. Ein Nein. Es kam nicht. Er sah nur zu, wie Finn seinen bereits halbsteifen Schwanz herausholte und ihn ohne Zögern in den Mund nahm. Finn hatte dazugelernt. Sein Mund war heiß, feucht, und er benutzte seine Zunge mit einer fokussierten Hingabe, die atemberaubend war. Seine Hand wichste den Schaft im gleichen, perfekten Rhythmus.

Leo stand in der Tür zur Küche, lehnte am Rahmen. Er beobachtete, die Arme verschränkt, ein Bier in der Hand. Sein Gesicht war eine Maske aus kalkulierender Befriedigung.

Finn nahm Jannis tief, bis sein Schwanz den Rachen berührte, und hielt ihn dort. Jannis stöhnte auf. Die Grenze zwischen Genuss und Ersticken verschwamm. Dann zog Finn sich zurück, ließ Jannis’ nassen, glänzenden Schwanz frei. „Ich will mehr,“ sagte er, keuchend. Seine Augen waren glasig vor Begierde. „Nicht nur das. Ich will… wie du es mit ihm machst.“

Leo trat näher. Er stellte das Bier ab. „Du willst gefickt werden, Finn?“, fragte er, seine Stimme war ein sanftes, gefährliches Streicheln.

Finn nickte, sein Blick hing an Leons Lippen. „Ja.“

„Von wem?“

Finns Blick wanderte zu Jannis, dann zurück zu Leo. Eine Entscheidung fiel. „Von dir.“

Ein langsames, triumphierendes Lächeln breitete sich auf Leos Gesicht aus. „Gut. Auf dem Boden. Auf alle viere.“

Finn gehorchte sofort. Er kniete sich auf den alten Teppich, sein Rücken eine gebogene, erwartungsvolle Linie. Leo knöpfte seine Jeans auf. Er hatte kein Gleitgel. Er spuckte nur zweimal in seine Hand, rieb es grob über seinen gekrümmten Schwanz und dann über Finns Loch.

„Bist du sicher?“, fragte Leo, aber es war eine Formalität. Er positionierte sich schon.

„Ja. Bitte.“ Finns Stimme war in den Teppich gedrückt.

Leo drang mit einem einzigen, rücksichtslosen Stoß in ihn ein. Finn schrie auf, ein kurzer, erstickter Laut des Schmerzes, dann biss er sich auf die Lippe. Leo begann sofort zu ficken, einen harten, gleichmäßigen Rhythmus, der den ganzen Körper des Jungen bei jedem Stoß nach vorne trieb. Es war kein Akt der Lust, es war eine Inbesitznahme. Eine Markierung.

Jannis saß da, sein Schwanz war noch hart, tropfte vor Speichel. Er beobachtete, wie sein Mann diesen Jungen nahm, wie Finns Gesicht vor Schmerz und einer seltsamen Erfüllung verzogen war. Er sah, wie Leos Hände sich in Finns Hüften gruben, wie sich seine Pobacken anspannten und lockerten.

„Sieh ihn dir an,“ keuchte Leo, ohne den Rhythmus zu unterbrechen. „Sieh dir an, wie er es nimmt. Für uns. Für das Haus.“

Finn wandte den Kopf, seine Wange presste gegen den groben Teppich. Seine Augen, tränengefüllt, suchten Jannis. Er streckte eine zitternde Hand aus. Eine Bitte. Eine Einladung.

Jannis stand auf. Seine Knie fühlten sich weich an. Er trat vor sie, sein Schwanz stand steif vor ihm. Finn öffnete den Mund, eine stumme, flehende Öffnung. Jannis steuerte sich hinein. Der feuchte, enge Mund schloss sich um ihn, während unter ihm Leons Stöße Finns ganzen Körper erschütterten.

So standen sie verbunden da, eine groteske Säule aus Fleisch und Bedürfnissen. Leo fickte Finn mit einer brutalen, besitzergreifenden Wut. Jannis fickte Finns Mund, jedes tiefe Stoßen ein Echo von Leons Bewegungen. Finn war das verbindende Glied, der stumme, empfangende Knotenpunkt. Sein Körper zuckte und bebte unter der doppelten Penetration, ein leises, würgendes Stöhnen kam aus seiner Kehle, jedes Mal, wenn Jannis zu tief stieß.

Leo kam zuerst. Sein ganzer Körper verkrampfte, ein langes, gutturales Stöhnen entrang sich ihm, als er sich tief in Finn ergoss. Er blieb einen Moment so stehen, zitternd, bevor er sich zurückzog. Sein Schwanz, schlaff und glänzend, glitt aus dem jetzt roten, nachgebenden Loch.

Jannis, vom Anblick und Gefühl überwältigt, folgte kurz darauf. Er riss seinen Schwanz aus Finns Mund und spritzte ihm über das Gesicht, über die geschlossenen Augen, die offenen Lippen. Weiße Streifen tropften auf den Teppich.

Für einen Moment herrschte Stille, gebrochen nur von ihrem keuchenden Atem. Finn brach zusammen, sein Gesicht in die Pfützen aus Sperma und Schweiß gedrückt. Sein Rücken zitterte. Leo zog seine Hose hoch, sein Blick war klar und kalt. Er sah auf den zerstörten Jungen zu seinen Füßen, dann auf Jannis.

„Jetzt,“ sagte Leo, während er sich den Schweiß von der Stirn wischte, „geh und mach ihn sauber. Und dann bring ihn zu Sarah zurück. Sie wird ihn brauchen.“

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