Chapter 40: Chapter 40
Der Sommer kam heiß und schwer über Oberhausen. Majas Körper veränderte sich jetzt deutlich, unaufhaltsam. Ihr Bauch war eine feste, pralle Kuppel, die ihre Bewegungen verlangsamte, ihre Brüste waren voll und schwer, von einem bläulichen Geflecht feiner Adern durchzogen. Die Nacktheit in der Wohnung war längst zur unbewussten Normalität geworden, eine Befreiung von jeglicher Enge. Sie bewegten sich wie seltsame, sanfte Tiere durch die Räume, aneinander vorbei, ohne sich zu berühren.
An diesem Abend roch es nach dem Gewitter, das gerade über die Stadt hinweggezogen war. Die Luft war dick und elektrisch geladen. Alex lag auf dem Bett und las, sein Buch über der Brust. Leon war unter der Dusche, sein Gesang, eine schräge Mischung aus Schlager und Metal, drang gedämpft durch die geschlossene Tür.
Maja stand am offenen Fenster im Flur, ließ die feuchte Nachtluft ihre Haut kühlen. Sie rieb eine Hand über die gespannte Haut ihres Bauches, fühlte die leisen, rollenden Bewegungen darin. Eine Hand berührte sie plötzlich am unteren Rücken, sanft. Sie zuckte nicht mehr zusammen.
„Du zitterst“, sagte Alex leise. Sie hatte nicht gehört, dass er sich näherte.
„Es ist nichts. Nur die Luft.“
Seine Hand blieb liegen, warm und breit. Sie ließ es geschehen. Seine andere Hand kam hinzu, legte sich vorsichtig auf ihre Schulter. Er stand hinter ihr, sein Körper ein Schatten in der Dunkelheit des Flurs, sein nackter Bauch berührte fast ihren Rücken. Sie konnte die Wärme von ihm spüren.
„Darf ich?“, flüsterte er, seine Hände glitten langsam nach vorne, umschlossen behutsam die schweren Kurven ihrer Brüste.
Sie atmete scharf ein. Nicht vor Schreck, sondern vor der reinen, unerwarteten Sinnlichkeit der Berührung. Seine Hände waren groß, sicher. Seine Daumen strichen über ihre hart gewordenen Brustwarzen, ein zartes, federleichtes Reiben.
„Alex“, sagte sie, und es war weder eine Zustimmung noch eine Ablehnung, nur eine Feststellung seiner Existenz in diesem Moment.
„Du bist so unglaublich schön“, murmelte er in ihr Haar. Sein Mund berührte ihre Schulter, ein feuchter, heißer Kuss. Sein Schwanz, halb erigiert, lag schwer gegen ihren unteren Rücken gedrückt.
Sie lehnte sich in ihn zurück, gab ihrem Gewicht nach. Er fing sie auf. Eine Hand verließ ihre Brust, glitt über den gewölbten Bauch hinab, weiter, durch das dunklere Haar zwischen ihren Beinen hindurch. Er tastete sie vorsichtig ab, fand ihre Klitoris, schon geschwollen und empfindlich. Ein leises Stöhnen entwich ihr.
Die Duschmusik stoppte. Sie hörten die Tür gehen. Leon kam nass und dampfend aus dem Bad, ein Handtuch lässig über die Schulter geworfen. Er blieb stehen, sah sie im Flur, wie Alex sie von hinten umfing, wie seine Hand zwischen ihren Beinen arbeitete.
Er sagte nichts. Sein Blick war nicht schockiert, sondern von einer tiefen, stillen Neugier. Sein eigener Schwanz begann langsam, sich zu füllen.
„Komm her“, sagte Alex zu Leon, seine Stimme rau, ohne seine Bewegungen zu unterbrechen. Seine Finger strich langsam über Majas nassen Schlitz, teilte sie vorsichtig. „Sie fühlt sich an wie Seide. Heiß und total durchnässt.“
Leon ließ das Handtuch fallen. Er trat näher, sein gekrümmter Penis stand nun voll steif von seinem Körper ab. Er sah Maja direkt in die Augen. Fragend. Sie hielt seinen Blick und nickte, fast unmerklich.
Er lächelte, dieses wilde, lebhafte Leons-Lächeln, und dann beugte er sich vor und küsste sie. Es war ein offener, durstiger Kuss, seine Zunge drang sofort in ihren Mund ein, schmeckte nach Zahnpasta und ihm. Während er sie küsste, legte er eine Hand auf Alex‘ Hand, die noch immer ihre Muschi bedeckte, und führte sie fester, fordernder.
„So“, flüsterte Leon gegen ihren Mund. „Nicht so zimperlich. Sie kann das ab.“
Alex gehorchte. Sein Finger drang in sie ein, ein tiefer, fester Stößer. Sie keuchte in Leons Mund. Ein zweiter Finger folgte, dehnte sie wundervoll. Sie war eng, trotz des gewölbten Bauches, und die Füllung war intensiv, fast schmerzhaft gut.
„Sie ist so eng“, stöhnte Alex. „Gott, Maja.“
Leon zog sich vom Kuss zurück, seine Lippen glänzten. Er ließ sich vor ihr auf die Knie sinken. „Ich will schmecken, was er da macht.“
Sein Mund ersetzte Alex‘ Hand. Seine Zunge war flach und breit, leckte sie von unten nach oben in einem langen, langsamen Zug, bevor sie sich konzentriert auf ihre Klit presste. Es war anders als alles, was sie kannte – hingebungsvoll, neugierig, wild. Er stöhnte gegen ihr Fleisch, als ob ihr Geschmack das Köstlichste wäre, das er je probiert hatte.
„Fick ja, Leon, mach sie fertig“, brummte Alex, seine Hände packten nun Majas Hüften, hielten sie fest, während sein Freund sie mit dem Mund bearbeitete.
Der kombinierte Angriff auf ihre Sinne war überwältigend. Leons gieriger Mund, Alex‘ starke Hände, die sie hielten, der Druck des Bauches, das Flüstern der Männer. Ihre Knie wurden weich. „Ich… ich kann nicht mehr stehen.“
Ohne ein Wort hob Alex sie hoch, trug sie mit einer Stärke, die sie überraschte, ins Schlafzimmer. Er legte sie in die Mitte des großen Bettes. Leon folgte ihnen, kletterte neben sie, sein Gesicht glänzte von ihr. Alex stellte sich vor sie, sein dicker, dunkelroter Schwanz stand steif und fordernd vor ihr.
„Willst du ihn?“, fragte Alex, seine Augen waren dunkel vor Lust. „Ich will dich ficken, Maja. Sanft. Ich verspreche es.“
„Ja“, stieß sie hervor. Es war das einzige Wort, das sie noch hatte.
Leon lag neben ihr, streichelte ihren Bauch, während Alex sich über sie positionierte. Er führte seine Spitze an ihrer Öffnung, die von Leons Mund triefend nass war, und drang mit unendlicher Vorsicht ein. Ein Zischen entwich ihm. „Oh Gott. Du bist… unglaublich eng.“
Er bewegte sich, ein sanfter, tiefziehender Stoß, der sie ganz ausfüllte. Sie schloss die Augen, gab sich dem fremden, wunderbaren Gefühl hin, von dieser Geduld, dieser Stärke genommen zu werden. Es gab keine Eile. Jeder Stoß war ein bewusster, vollständiger Akt.
Leon beobachtete sie, seine Hand glitt von ihrem Bauch zu ihrer Brust, knetete die vollen Fänge, bog sich dann vor, um ihre Brustwarze in den Mund zu nehmen. Er saugte stark, gierig, während Alex sie weiterhin mit langsamen, tiefen Stößen nahm.
Die Doppelstimulation trieb sie schnell an den Rand. „Leon, warte, ich…“, japste sie.
„Nein, komm schon“, fordert Leon auf, seine Stimme war heiser, während er zu ihrer anderen Brust wechselte. „Lass es raus. Wir haben dich.“
Es war die Erlaubnis, die sie brauchte. Die Welle rollte von tief innen, ein breites, sonniges Beben, das jeden Muskel in ihrem Körper verkrampfen ließ. Sie schrie auf, ein kurzer, heiserer Laut, und ihr Inneres pulsierte wild um Alex‘ eindringenden Schwanz.
Ihr Orgasmus zog seinen eigenen nach sich. „Fick! Maja!“ Alex‘ Rhythmus brach, wurde stürmisch, er rammte sich noch ein paar letzte, tiefe Male in sie, bevor er mit einem erstickten Schrei erfüllte in ihr explodierte. Sie fühlte die warmen Stöße tief in ihrem Inneren.
Er brach über sie zusammen, vorsichtig sein Gewicht auf die Ellenbogen verlagert, keuchte in ihren Hals. Sie hielt ihn fest, ihre Hände krallten sich in seinen breiten Rücken.
Leon knurrte neben ihnen. „Meine Güte, ihr zwei.“ Er war noch immer steif, sein gekrümmter Schwanz pochte offensichtlich. Er schob Alex sanft beiseite. „Mein Zug.“
Alex ließ sich zur Seite rollen, erschöpft und lächelnd. Leon drehte Maja auf die Seite, ihren Rücken zu seiner Brust. Er schmiegte sich hinter sie, ein Löffel, der seinen steifen Schwanz in die Spalte ihres Gesäßes presste.
„Nur hier, ja?“, flüsterte er und rieb sich an der feuchten, zarten Haut. „Ich will nur spüren.“
Sie nickte, zu satt und zufrieden, um zu sprechen. Er griff mit einer Hand zwischen ihre Beine, fand ihre noch empfindliche Klitoris und rieb sie in kleinen Kreisen, während er sich weiter in ihrer Gesäßspalte rieb. Der Druck, die Reibung, die Überfülle von Gefühlen – es brachte sie überraschend schnell wieder zum Kochen.
„Du bist eine verdammt geile Sau, weißt du das?“, keuchte Leon in ihr Ohr, sein Finger wurde schneller. „Schwanger und total versaut.“
Seine Worte, schmutzig und anerkennend zugleich, trieben sie über die Kante. Ein zweiter, kürzerer, aber scharfer Orgasmus schüttelte sie, und mit einem gutturalen Knurr kam Leon gleichzeitig, sein Sperma ergoss sich heiß und klebrig über das untere Ende ihrer Wirbelsäule und ihre Pobacken.
Dann war nur noch Stille, unterbrochen vom schweren Atmen dreier Körper. Der Geruch von Schweiß, Sex und Sommerregen füllte den Raum.
Nach einer langen Weile stand Alex wortlos auf, kam mit einem warmen, nassen Waschlappen zurück. Er säuberte sie sanft, zuerst Maja, dann Leon. Er war ruhig, fürsorglich, der Alex von immer.
Leon zog sie beide in seine Arme, so dass sie alle drei eng aneinandergeschmiegt lagen, eine verworrene Masse von Gliedmaßen in der Mitte des großen Bettes. Keiner sagte etwas. Majas Hand lag auf ihrem Bauch, der jetzt ruhig war.
Das Baby trat, einmal, kräftig, direkt unter ihrer Handfläche.
Leon spürte es durch ihre Haut. Er legte seine Hand über ihre. Dann legte Alex seine große Pranke über beide.
Sie schliefen so ein, nackt, verwoben, voller neuer, komplizierter Geborgenheit.
Sie schliefen so ein, nackt, verwoben, voller neuer, komplizierter Geborgenheit.
Der Juli verbrannte die Stadt. Die Luft in der Wohnung stand still und schwer, ein feuchtes Tuch über allem. Majas Körper war jetzt ein Territorium, das sie kaum wiedererkannte.
Jeder Schritt kostete Mühe. Der Rücken schmerzte. Das Kind drückte unerbittlich auf die Blase. Sie bewegte sich durch die Räume wie ein langsames, bewunderungswürdiges Schiff. Die Nacktheit war nun keine Befreiung mehr, sondern eine Notwendigkeit. Jeder Stoff war Folter.
„Du siehst aus wie eine verdammte Göttin der Fruchtbarkeit“, grinste Leon eines Morgens, als sie schwerfällig in die Küche schlurfte. „Eine wirklich, wirklich müde Göttin.“
„Halt die Klappe“, murmelte sie, ließ sich auf einen Stuhl fallen. „Ich fühle mich wie ein gestrandeter Wal.“
Alex stellte einen Krug kaltes Wasser und eine Schale mit geschnittenen Pfirsichen vor sie hin. Schweigend begann er, mit starken Daumen in die verspannten Muskeln ihres unteren Rückens zu drücken. Sie stöhnte auf. Ein Geräusch tiefer, schmerzhafter Erleichterung.
Die Untersuchungen wurden häufiger. Alle zwei Wochen. Die Frauenärztin, Dr. Meier, tippte auf ihre Unterlagen. „Alles optimal. Kopf liegt perfekt. Sie sind eine Naturbegabung.“
Maja nickte. Naturbegabung. Das Wort fühlte sich an wie Hohn.Die Angst kam nachts. Schlaf war ein fremdes Land. Sie wachte schweißgebadet auf, die Hand auf dem steinharten Bauch, von Bildern heimgesucht: Unfähigkeit.Blut. Einsamkeit in einem weißen Raum.
An so einer Nacht schrie sie. Ein kurzer, erstickter Laut.
Beide Männer waren sofort an ihrer Seite. Kein Licht wurde angemacht. Sie kamen einfach aus der Dunkelheit, zwei warme, nackte Körper, die sich neben sie legten.
„Die alten Geister?“, flüsterte Leon, sein Mund war nah an ihrem Ohr.
Sie konnte nur nicken. Alex‘ Arm schlang sich über sie hinweg, seine breite Hand legte sich auf ihren Bauch, wo gerade eine kleine Ferse oder ein Ellbogen einen Hügel unter der Haut formte.
„Hier ist nichts alt“, sagte Alex, seine Stimme war vom Schlaf rau und fest. „Hier ist nur jetzt. Nur wir. Und dieses Baby.“
Leon küsste ihre Schläfe. „Und wir lassen dich nicht im Stich, Schwertwal. Versprochen.“
Er meinte es. Es war keine leere Versicherung. Leon begann, einen Geburtsplan zu recherchieren, druckte Artikel aus, markierte Passagen. Alex übte Atemtechniken mit ihr, stundenlang, bis sein eigenes Gesicht rot anlief. Sie bereiteten sich vor, als wäre es ein militärischer Einsatz.
Die Hitze brach eines Nachmittags mit einem Gewitter. Der Regen prasselte gegen die Fenster. In der Wohnung war es dunkel, schwül. Sie lagen alle drei auf dem ausgestreckten Bettlaken im Wohnzimmer, zu erschöpft für Kleidung, zu aufgeheizt zum Berühren.
Majas Haut juckte. Alles war zu eng, zu voll, zu viel. Eine gärende Ungeduld stieg in ihr auf.
Leon beobachtete sie. Sein Blick war nicht mitleidig, sondern analytisch, feurig. „Du hast diese Energie. Diese wütende Energie. Du musst sie irgendwohin lassen.“
„Wo denn?“, fauchte sie. „Ich kann kaum atmen.“
„Wir könnten dir helfen.“ Er sagte es einfach.Sachlich. Alex, der neben ihm lag, öffnete die Augen. Er sah Leon an, dann Maja. Er nickte langsam.
„Hilfe wie?“, fragte Maja.
Leon stand auf. Sein Körper war schmal, gezeichnet von einer gespannten Ruhe. Er ging zum großen Ohrensessel, setzte sich breitbeinig. Sein Schwanz lag schlaff im Schatten seines Körpers. „Komm her.“
Sie verstand. Die Wut in ihr kochte, vermischte sich mit einer plötzlichen, unwiderstehlichen Begierde. Sie wollte etwas aushalten. Sie wollte gefüllt werden, bis nichts anderes Platz hatte.
Sie wuchtete sich vom Boden, ging zu ihm. Sein Blick hielt sie fest. „Setz dich.“ Seine Stimme hatte einen Befehlston, den sie nie von ihm gehört hatte. „Reite mich. Nimm dir, was du brauchst.“
Sie stellte sich vor ihn, ihr massiver Bauch hing zwischen ihnen. Sie senkte sich, seine Hände an ihren Hüften führten sie, bis sie die Spitze seines Schwanzes spürte, der jetzt hart wurde. Dann ließ sie sich fallen.
Sie nahm ihn ganz, in einem tiefen, fordernden Stoß. Er füllte sie aus, strich genau über die Stelle, die unter dem Druck des Bauches so unerträglich empfindsam war. Sie stöhnte, ein langes, raues Geräusch.
„Ja“, zischte Leon, seine Finger gruben sich in ihr Fleisch. „So ist’s recht. Benutz mich.“
Sie begann, sich zu bewegen. Es war keine zärtliche Liebelei.Es war Arbeit. Rhythmus. Sie hob und senkte sich auf ihn, nutzte die Schwerkraft, ließ ihn tief in sich eindringen, wieder und wieder. Ihr Körper schwitzte, schmerzte, lebte. Alex kam näher, kniete sich hinter Leon, beobachtete sie mit dunklen, intensiven Augen.
„Sieh sie dir an“, keuchte Leon zu Alex, während Maja ihn weiter ritt, schneller, verzweifelter. „So verdammt stark.“
Alex streckte eine Hand aus, legte sie auf Majas wogenden Bauch. Er spürte die Bewegung, spürte sie in ihr. „Du bist fantastisch“, murmelte er. „Absolut fantastisch.“
Die Wut verwandelte sich in etwas Reines, Konzentriertes. Maja packte Leons Schultern, ihre Nägel gruben sich ein. Ihr Tempo wurde ungestüm, animalisch. „Fick!“, schrie sie, jedes Mal, wenn sie sich auf ihn herabsenkte. „Fick!Fick! Fick!“
Leon parierte ihren Angriff, stieß von unten nach, traf sie jedes Mal im Kern. „Geil! So! Komm schon, Maja, zeig’s mir!“
Der Orgasmus brach nicht wie eine Welle über sie herein. Er explodierte. Ein kaskadierendes Donnern, das von ihren tiefsten Tiefen aufstieg und jeden Nerv in weißes Licht tauchte. Sie kreischte, ein raubtierhaftes Geräusch, und krümmte sich vor, während ihr Inneres sich um ihn zusammenzog.
Das löste ihn aus. Sein Gesicht verzog sich. „Ich komme! Verdammt, ich komme!“ Er spritzte in sie hinein, ein langer, zuckender Schauer, während sie noch auf ihm saß, zitternd.
Sie blieb dort sitzen, keuchte, ließ den Kopf hängen. Leon lehnte sich erschöpft in den Sessel zurück.
Dann waren Alex‘ Hände da. Sanft löste er sie von Leon, ließ sie vor ihm auf die Knie gleiten. Sein dicker, aufgerichteter Schwanz stand vor ihrem Gesicht. „Jetzt ich“, sagte er ruhig. Sein Daumen strich über ihre geschwollenen Lippen. „Öffne deinen Mund.“
Sie gehorchte. Er schob sich hinein, füllte ihre Kehle. Sie würgte, fing einen Rhythmus, saugte ihn mit derselben wilden Entschlossenheit, mit der sie gerade geritten worden war. Er fasste ihr Haar, nicht hart, sondern führte sie. Sein Stöhnen war ein tiefes Brummen.
Leon beobachtete, strich sich über seinen eigenen, noch feuchten Schwanz. „Sieht so aus, als ob jemand noch nicht fertig ist.“
„Für dich ist gleich“, grunzte Alex, sein Tempo nahm zu. „Ich will auf sie. Auf ihren schönen, vollen Bauch.“
Die Vorheit brachte Maja wieder an den Rand. Alex zog sich aus ihrem Mund, sein Schwanz glänzte nass. Er drängte sie sanft auf den Rücken, ein Kissen unter ihrem Kopf. Dann kroch er über sie, stützte sich auf den Ellbogen ab, um ihr kein Gewicht zu geben, und rieb seine Spitze an ihrer überempfindlichen Klitoris.
„Bitte“, hauchte sie, unfähig, mehr zu sagen. Sie war offen, ausgesprochen, verbraucht. Sie wollte nur noch diese Vollendung.
Er drang nicht ein. Er rieb sich an ihr, bis er knapp war, dann richtete er sich über ihrem gewölbten Bauch auf. „Sieh zu“, stöhnte er. Sein heißes Sperma spritzte in dicken, weißen Streifen über die gespannte, bläulich geäderte Haut ihres Bauches.Es war animalisch. Besitzergreifend. Und es fühlte sich wie eine Segnung an.
Er sank neben sie, atmete schwer. Leon lag schon da, sein Kopf auf ihrem Oberschenkel. Sie blieben so liegen, im halbdunklen Raum, während der Regen auf die Fenster trommelte und ihre Körper, schlaff und verschwitzt, langsam abkühlten.
Majas Hand wanderte zu ihrem Bauch. Die Spannungen waren weg. Der Ärger war verbraucht.
Das Baby bewegte sich. Ein sanftes, tänzelndes Drehen, als würde es sich unter dem warmen, klebrigen Film drehen, der es bedeckte.
Leon hob seinen Kopf, beobachtete die Bewegung unter der weißen Schicht. Ein langsames Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Gute Arbeit, Team.“
Das letzte Stück August war ein langsames Dahinschmelzen. Die Ärztin sagte, es könne jederzeit sein. Der Krankenhauskoffer stand gepackt an der Tür.
Ihre Wehen setzten an einem regnerischen Donnerstagmorgen ein, kurz nachdem Alex zur Arbeit gegangen war. Ein scharfer, verkrampfter Schmerz, der kam und wieder ging, wie eine gewissenhafte Übung. Sie stand unter der Dusche, das Wasser prasselte auf ihren Bauch, und wartete.
Als Alex nach Hause kam, fand er sie auf einem Gymnastikball im Wohnzimmer, nackt wie immer, während Leon jeden zehnten Griff ihres Rückens mit einem Stift auf einem Kalender markierte. Ihr Atem ging schon in einem gleichmäßigen, schweren Rhythmus.
Er stellte seine Tasche ab.Sagte nichts. Sein Gesicht war eine Maske konzentrierter Gelassenheit. Er holte die Kliniktasche, stellte sie neben die Tür. Er kochte Tee, den niemand trank.
Die Wellen wurden stärker, näher zusammen. Maja konzentrierte sich auf Alex‘ Gesicht, auf den ruhigen Knoten seiner Gegenwart. Leon war die Bewegung, strich mit kalten Tüchern über ihre Stirn, fluchte leise, wenn eine Welle sie besonders hart traf.
„Ich will nicht“, presste sie einmal zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, als eine Kontraktion sie zusammenzog. „Ich will das nicht mehr.“
„Doch“, sagte Alex einfach, nahm ihre Hand. Seine Handfläche war trocken, sicher. „Du willst. Du machst es gerade. Atme.“
Sie atmete. Welle um Welle.
Als die Dunkelheit hereinbrach und der Schmerz eine eiserne Kette um ihren Körper und ihren Geist legte, sagte Dr. Meier am Telefon, sie sollten jetzt kommen. Alex half ihr in ein loses Kleid, die ersten Kleidungsstücke seit Wochen an ihrem Körper. Sie empfand es als Verrat.
In der Tür, zwischen ihrer Welt und der fremden, drehte sie sich noch einmal um. Leon stand nackt im Flur, sein Gesicht war blass und ernst im schwachen Licht.
„Du schaffst das“, sagte er. Seine Stimme brach.
Sie nickte. Dann wandte sie sich ab und ging mit Alex in den Regen, in die Nacht, dem Unbekannten entgegen