Cover of The Deepest Dive

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A story about two chubby boys (otters in gay terms) in their mid twenties (at least 2500 words) about how they meet and them having sex (being as detailed and explicit as possible)

Chapter 138: Chapter 138

Draußen in Königshardt raschelte ein Nachtvogel im trockenen Gemüsebeet. Der USB-Stick verschwand in einer Schublade, versiegelt mit dem Gewicht von zwei Leben, die kein Zurück mehr kannten. Die Monate nach dieser Nacht blieben von einer praktischen Stille geprägt, einer taktvollen Distanz, die in dem großen Haus wie eine dritte Person lebte.

Alex schloss die Schule mit einem respektablen Fachabitur. Er bewarb sich um Ausbildungen im handwerklichen Bereich, aber seine Bewerbungen blieben unbeantwortet. „Du könntest studieren gehen,“ schlug Tom eines Abends vor, ohne aufzusehen von seinem Laptop. „Wir haben das Geld. Du musst nur was finden, das dir liegt.“ Alex schaute ihn an, sein Gesicht ein Spiegel aus Unsicherheit und dumpfer Wut. „Ich bin kein Typ für Unis.“

„Du weißt es, wenn du es nie probierst,“ sagte Jonah vom Herd aus. So füllte sich der nächste Sommer mit Online-Recherchen nach NC-freien Studiengängen. Bochum, Sozialwissenschaften. Die Zusage kam per E-Mail. Alex druckte sie aus, legte den flachen Zettel auf den Küchentisch. Er sagte nichts. Sie machten keine aufgeregten Pläne. Sie kauften einen Kühlschrank, eine graue Kommode, ein schlichtes Metallbett. Der Auszug vollzog sich mit derselben sachlichen Effizienz wie seine Adoption.

Seine neue WG lag im dritten Stock eines gelben Backsteingebäudes in Bochum-Wiemelhausen. Seine drei Mitbewohner waren jünger, direkt vom Gymnasium. Felix, neunzehn, schlaksig und nervös, mit einer Vorliebe für gestreifte Hemden. Mona, achtzehn, klein, mit einem scharfen Lachen und einem ständig klickenden Kugelschreiber. Und Leon, achtzehn, der einzige, der Alex sofort mit einer gewissen unerschütterlichen Ruhe musterte.

Leon war trainierter, aber nicht schlank; er hatte die kompakte, breite Statur eines Schwimmers, seine Schultern füllten T-Shirts aus, sein Bauch war flach aber weich. Sein Haar war dunkel und immer etwas unordentlich. Er sah Alex direkt an, wenn er mit ihm sprach, ein Blick der ruhigen, direkten Aufmerksamkeit, der Alex’s Blick sofort zu Boden fallen ließ. Alex fühlte sich in seiner eigenen Haut massiver denn je; seine Brust war voll, sein Bauch wölbte sich weich über den Hosenbund seiner Jeans, seine Oberschenkel rieben beim Gehen aneinander. In diesem jugendlichen, schlanken Umfeld war er der Bär unter Rehen.

Die erste WG-Party war eine Initiationsrituale. Eine Woche nach dem Einzug standen kostengünstige Flaschen mit Korn, Wodka und süßem Likör auf den wackeligen Beistelltischen. Mona hatte eine Spotify-Playlist mit aggressivem Hip-Hop zusammengestellt, die Bässe wummerten durch den dünnen Boden zu den Nachbarn hinunter. Alex trank, um die laute Schüchternheit in sich zu übertönen. Er trank schnelle, tiefe Züge vom warmen Bier, dann folgte er Felix’s Vorgabe, Kurze zu schießen, bis der Raum verschwamm.

„Wahrheit oder Pflicht!“ brüllte Felix, seine Stimme übersteuerte die Musik. Seine Pupillen waren weit, glasig. „Nein, scheiß drauf! Wir spinnen die Flasche! Wer muss, der muss!“ Eine leere Weinflasche landete kreiselnd auf dem abgenutzten Teppichboden. Sie traf Mona. Sie musste vor dem Fenster ihren BH ausziehen und ihn wie eine Fahne schwenken. Das Gelächter war gellend. Die nächste Runde traf Leon. Er wählte Pflicht. „Du,“ sagte Felix, grinste breit und zeigte auf Alex. „Du musst Leon küssen. Richtiger Zungenkuss! Mindestens zehn Sekunden!“

Der Raum schwankte. Alex spürte, wie sein Gesicht glühte. Leon zuckte nur mit den Schultern, ein winziges Lächeln umspielte seine Lippen. Er stand auf, trat vor Alex hin. Sein Geruch, ein Mix aus billigem Deo und Schweiß, vermischte sich mit dem Alkoholnebel. „Kommt schon, Alter,“ murmelte Leon, legte seine Hände an Alex’s breite Wangen. Sein Griff war fest. Alex schloss die Augen.

Der Kuss war nass, schlampig, geschmacklos nach Bier und Zigarillo. Aber Leons Lippen waren weich und er bewegte seine Zunge mit einer gewissen geübten Entschlossenheit zwischen Alex’s Zähnen. Die WG-Mitbewohner johlten, stampften mit den Füßen. Alex’s Hände hingen schlaff an seiner Seite. Als Leon sich nach einer gefühlten Ewigkeit löste, war etwas in Alex erwacht, eine peinliche, sich wellende Erregung, die ihn bis in die Fußzehen durchzuckte. Er setzte sich schnell wieder, versteckte seinen Schoß mit einem Kissen.

Die Party zerfiel in laut schlafende Körper und den würzigen Geruch von verbranntem Tabak. Alex wankte aufs Klo, erbrach sich heftig und kläglich in die schmutzige Schüssel. Als er herauskam, lag Felix schnarchend auf dem Sofa, Mona war in ihrem Zimmer verschwunden. Leon stand in der Tür zu seinem Zimmer, lehnte am Rahmen. Er hatte sein Shirt ausgezogen, sein breiter, behaarter Torso war schweißglänzend. „Alles klar bei dir, Dicker?“ Seine Stimme war rauh, aber nicht unfreundlich.

Alex nickte, wollte an ihm vorbei zu seinem eigenen Zimmer taumeln. Eine Hand legte sich auf seine Brust, stoppte ihn sanft. „Willst du einen Joint? Beruhigt den Magen.“ Ohne zu warten, zog Leon ihn ins Zimmer, schloss die Tür hinter ihnen. Der Raum war düster, nur ein kleiner Neonstern an der Decke warf ein grünliches Licht. Leon zündete einen Joint an, zog tief daran, reichte ihn Alex. Ihre Finger berührten sich.

„Der Kuss,“ sagte Leon nach einer Weile, den Rauch langsam ausblasend. „War nicht so schlimm, oder?“ Alex zuckte mit den Schultern. Das Gras vermischte sich mit dem Restalkohol zu einem trüben, schweren Brei in seinem Kopf. Er fühlte sich aufgeblasen, aufgeweicht, beobachtet. „Bist du schwul?“ Die Frage hing einfach im Raum, scharf wie Glas.

„Ich… weiß nicht,“ murmelte Alex, starrte auf seine eigenen dicken Finger. „Ehrlich gesagt keine Ahnung.“

Leon nickte, als sei das die vernünftigste Antwort der Welt. „Können wir rausfinden.“ Er nahm Alex das Joint wieder ab, drückte ihn aus. Dann stand er auf und trat direkt vor ihn hin, wo Alex auf dem Bettrand saß. Leons Hände griffen zu den Seiten von Alex’s Kopf, zogen ihn nach vorne. Sein Gesicht verschwand in der weichen Wärme von Leons nacktem Unterbauch, in den lockigen, schwarzen Haaren, die dort wuchsen. Der Geruch war intensiv, salzig, männlich. Alex erstarrte.

„Mach mal,“ sagte Leon, seine Stimme war jetzt ein tiefes, anweisendes Murmeln. Eine Hand drückte Alex’s Kopf fester gegen sich. Widerstandslos, betäubt von Alkohol, Gras und einer Neugierde, die alle Scham überrollte, öffnete Alex den Mund. Der Stoff von Leons Jogginghose war weich auf seiner Zunge. Leon stöhnte leise auf, ein Zucken ging durch seine Hüften. Er grub seine Finger in Alex’s fülliges Haar. „Geiler Dicker,“ murmelte er, schob seine Hüften vor und zurück. Alex ließ es geschehen, seine Augen geschlossen, überwältigt von der Fremdheit und der direkt damit einhergehenden, brutalen Erregung.

Nach einer Minute zog Leon sich abrupt zurück. Sein Schwanz war halb steif, eine dunkle Feuchtigkeit breitete sich auf dem Stoff aus. „So. Jetzt du.“ Er drehte Alex grob um, schubste ihn auf die Vorderseite des Bettes, sodass sein massiver Oberkörper auf der Matratze lag, sein Hintern in der Luft. Alex stöhnte auf, versuchte, sich aufzustützen. „Bleib so,“ befahl Leon. Er zog Alex’s Jeans und Boxershorts mit einem ruckartigen Zug bis zu den Knien hinunter. Die kühle Luft der Wohnung traf auf sein nacktes Fleisch.

Leon ließ sich auf die Knie hinter ihm fallen. Seine Hände packten Alex’s breite, fleischige Pobacken, spreizten sie auseinander. Alex erstarrte voller Angst und Vorfreude. Er spürte Leons Atem, heiß und feucht, in der Spalte zwischen seinen Backen. Dann, ohne weitere Vorbereitung, spürte er die breite, feuchte Fläche von Leons Zunge, die einen langen, festen Streich von seinem Arschloch nach oben bis zu seinem Steißbein zog. Alex schrie auf, ein unterdrückter, halber Laut, den er sofort mit seiner Faust erstickte, die er in seinen Mund schob.

„Ruhe,“ sagte Leon und seine Stimme klang beinahe wissenschaftlich. Dann fuhr er fort, ernsthafter jetzt. Er umkreiste mit seiner Zunge das enge rosa Loch, drückte mit der flachen Zunge dagegen, bis der Muskel unter der feuchten Hitze langsam, unerbittlich nachgab. Alex winselte in seine Faust. Seine Hüften bewegten sich unwillkürlich vor und zurück, er schob seinen Arsch gegen Leons Gesicht. Es war schmutzig, absurd, nass und doch elektrisierend. Jedes Zucken seines Körpers, jedes Stöhnen von Leon trieb ihn tiefer in einen Strudel aus schamloser Lust.

Leon aß ihn aus, als wäre es eine Mahlzeit. Seine Zunge drang ein, ein weicher, penetrierender Dagger, der kurz in ihm verschwand. Seine Hände kneteten das Fleisch von Alex’s Arsch und Hüften, gruben sich in die weichen Seiten. „Du geiles fettes Stück,“ keuchte Leon zwischen kräftigen Zungenstößen. „Dein Arsch schmeckt nach… nach nichts anderem.“ Er setzte seine Arbeit fort, bis Alex schluchzte und vor Erregung am ganzen Körper zitterte. Die Demütigung verwandelte sich in eine Art von verzweifelter Erhabenheit.

Dann warf Leon einen Plastikflacon mit Gleitgel auf das Bett, der bis jetzt versteckt unter einem Kissen gelegen hatte. Er robbte sich hoch, sein nackter Oberkörper klebte jetzt an Alex’s Rücken. Er rieb sein hartes, dickes Glied zwischen Alex’s gespreizten Backen. „Du willst das doch, oder? Sag, dass du es willst.“

„Ich… ich will es,“ würgte Alex heraus, seine Stimme war zu einem heiseren Krächzen zerstört. Er versteckte sein rotes Gesicht in der fremden Bettdecke.

Leon spuckte in seine Hand, schmierte sich und Alex kurz ein. Dann, ohne jede weitere Nachsicht, drückte er seine Spitze gegen das lockere, benetzte Loch und drang mit einem langsamen, unnachgiebigen Stoß ein. Der Schmerz war ein heller, brennender Riss. Alex schrie, aber der Schrei ging in der Matratze unter. Er war eng, so eng, dass Leon stöhnte. „Scheiße, du bist eng,“ zischte Leon. Er zog sich fast vollständig zurück und rammte sich dann mit der vollen Länge wieder hinein. Alex konnte es spüren, wie er ihn füllte, wie der Druck ihn auseinandertrieb.

Leon entwickelte einen heftigen, schnellen Rhythmus. Seine Hüften schlugen gegen Alex’s breiten, wackelnden Arsch und erzeugten klatschende, fleischige Geräusche. Das alte Bett hämmerte gegen die Wand. Alex wurde gegen die Matratze gedrückt, sein Atem wurde aus ihm herausgepresst. Jeder Stoß feuerte einen Funken des Schmerzes und der Vergnügens über seine Wirbelsäule. Er war noch nie so hart gewesen in seinem Leben.

Leon beugte sich vor, sein Atem war heiß in Alex’s Ohr. „Sag mir, dass du mein schwuler, dicker Arsch bist.“

„Ich bin… ich bin dein schwuler, dicker Arsch,“ stotterte Alex, Tränen des Ekstase und der Erniedrigung rannen über seine Schläfen.

„Genau.“ Leons Griff an Alex’s Hüften wurde eisern, seine Stöße wurden unregelmäßig, ruckartig. Mit einem tiefen, tierischen Grunzen jagte Leon seinen heißen, dicken Schuss tief in Alex’s Arsch, während seine Hüften zuckten und weiterstießen. Dieses Gefühl, diese zuckende, innere Gabe, trieb Alex über den Rand. Sein eigener Orgasmus überrollte ihn wie eine Welle, er spritzte wild auf die Bettdecke unter ihm, sein Körper krampfte in heftigen, schüttelnden Zuckungen.

Leon brach erschöpft über ihn zusammen, sein Schweiz vermischte sich mit Alex’s Schweiß. Sie blieben so liegen, während der Raum sich langsam wieder einstellte – das Summen des Kühlschranks in der Küche, das ferne Brummen der Straßenbahn. Leon rollte schließlich ab, sein erschlafftes Glied glitt heraus, gefolgt von einem warmen, klebrigen Rinnsal auf Alex’s Innenseite.

„So,“ sagte Leon, sein Atmen beruhigte sich langsam. Er klopfte Alex leicht auf die Hüfte. „Jetzt weißt du es.“ Er stand auf und ging ins Bad, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Alex blieb reglos liegen, sein Gesicht war noch immer in die fremde Decke gedrückt, sein Arsch klaffte, verschmiert und wund. Das schmutzige, feuchte Geräusch von Leons Pißstrahl aus dem Nebenzimmer war das einzige Geräusch, das die Stille brach. Ihm war klar, dass etwas in dieser Nacht definiert worden war, aber er konnte nicht sagen, was es war. Draußen auf der Bochumer Straße fuhr eine späte Straßenbahn vorbei, ihr metallisches Schreien schnitt durch die Nacht.

Draußen in Königshardt raschelte ein Nachtvogel im trockenen Gemüsebeet. In den folgenden Wochen fraß die Scham Alex von innen heraus auf. Jedes Geräusch im Haus, jedes Murmeln hinter geschlossenen Türen, ließ ihn erstarren. Er mied das Erdgeschoss, aß wenig, verließ sein Zimmer nur für die Schule oder um im Garten zu arbeiten, bis seine Hände blasig und sein Rücken schweißgebadet war. Die Worte „Willkommen im Erwachsenenleben“ von Tom klangen wie ein Urteil in seinem Kopf.

Die Zulassung für den Studiengang Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum kam per E-Mail. Er sagte es ihnen beim Abendessen, zwischen zwei Bissen Kartoffelbrei.

„Das ist weit weg,“ sagte Jonah und legte die Gabel ab.

„Ja.“

Tom nickte nur. „Wir packen deine Sachen.“

Der Umzug verlief mit der gleichen steril-effizienten Stille wie ihr eigener vor Jahren. Das Auto war binnen einer Stunde gepackt. Die Wohnung in Bochum war eine WG in einem stumpfen, gelben Backsteinbau in Wiemelhausen, Erdgeschoss. Sein Zimmer war schmal, mit einem abgewetzten Teppichboden und einem Bett, das nach altem Laken und Staub roch. Sie stellten seine drei Kartons ab. Ein Händedruck von Jonah, eine steife Umarmung von Tom. Dann fuhren sie weg. Er stand auf dem Gehsteig und fühlte sich genauso verloren wie an seinem ersten Tag in Königshardt.

Seine Mitbewohner waren bereits da. Leon, 19, studierte Elektrotechnik. Er war schlaksig, mit kurzen, dunklen Locken und einer Unruhe in den Gliedern, als gehöre ihm sein eigener Körper nicht. Sein Lachen war laut und kam schnell. Dann war da Kaya, 18, die Biochemie im ersten Semester machte, klein und schmal wie ein Vogel, mit hellblauen Augen, die alles genau zu registrieren schienen. Der dritte war Finn, 19, ein Philosophiestudent mit einem ständig leicht geröteten Gesicht und einem üppigen, rötlichen Bart, der seinen weichen Körper wie ein Samtpolster umschien.

Und dann war Alex, der Einundzwanzigjährige, der sich unter ihnen wie ein Fremdkörper anfühlte, zu groß, zu breit, zu sehr aus einer anderen Welt. Seine Schultern füllten Türrahmen aus. Sein Bauch wölbte sich unter seinen weiten Shirts. Neben Leons drahtiger Schlankheit, Kayas zerbrechlicher Präzision und Finns sanfter Fülle fühlte er sich wie ein grob gehauener Monolith.

Die Einweihungsparty fand am dritten Abend statt. Finn organisierte drei Kästen Billigbier. Leon mischte Wodka mit Orangenlimonade in einem blauen Müllbehälter. Kaya rollte präzise Joints. Die Musik dröhnte aus einem Bluetooth-Lautsprecher. Alex trank, um die nervösen Schwingungen in seinen Händen zu betäuben, und dann trank er weiter, um die Erinnerung an das Knarren des Bettes unter ihm zu ertränken.

Nach der dritten Plastikcup voller Wodka-Mischung verwandelte sich der Raum in einen warmen, pulsierenden Sumpf. Die Decke schien zu atmen. Kaya schlug Wahrheit oder Pflicht vor. Leon bestand auf Spin the Bottle.

„Ist doch beides dasselbe,“ lachte er, sein Lachen war ein angenehmes Kichern. Die leere Bierflasche drehte sich über dem abblätternden Laminatboden.

Sie traf Kaya, dann Finn, dann wieder Kaya. Zungenlose, feuchte Küsse zwischen Lachen und Biergeschmack. Dann drehte Leon. Die Flaschenöffnung landete mit einem leisen Klack auf Alex zu.

Die Gespräche verstummten. Alex spürte, wie das Blut in seine Ohren schoss.

„Komm schon, dicker Bär,“ neckte Leon, seine Augen glänzten vor Alkohol und Herausforderung.

Alex kroch vorwärts über den Boden. Der Teppich roch nach vergossenem Bier und alten Zigaretten. Leon grinnte, beugte sich vor. Sein Geruch war scharf nach Schweiß und dem billigen Deodorant, das sie alle benutzten. Leon legte seine Hände auf Alex’ breite Wangen. Der Kuss war nicht zärtlich. Leon’s Zunge drang sofort ein, forsch, experimentierfreudig. Sie schmeckte nach Wodka und Mentholzigaretten. Alex erstarrte, dann erwiderte er den Druck, seine eigene Zunge traf auf Leons, schwerfällig und unsicher. Ein gemeinsames, gutturales Stöhnen von den anderen. Leon ließ erst los, als Alex zu keuchen begann.

Später, viel später, lag Alex auf dem Rücken im Flur. Die Welt drehte sich. Er hatte sich zweimal auf dem kühlen Linoleum des Badezimmers übergeben. Jemand – Finn – half ihm hoch. „Da, Bruder, hier lang.“ Eine Tür ging auf. Nicht seine.

Leon’s Zimmer war eine Höhle aus Schmutzwäsche und technischen Zeichnungen. Ein schmales Einzelbett war an die Wand gedrückt. Leon schob ihn darauf, dann sank er neben ihn. Die Matratze gab unter ihrem kombinierten Gewicht laut nach.

„Boah, du bist echt schwer,“ murmelte Leon, sein Atem war heiß und süß neben Alex’ Ohr. Seine Hand lag auf Alex’ Brust, spielte mit dem Stoff seines Shirts.

„Mhhhm.“

„Das mit dem Küssen… hat dir das gefallen?“

Alex schloss die Augen. Die Erinnerung an die forsche Zunge vermischte sich mit dem dumpfen, klatschenden Geräusch aus einer anderen Nacht. „Weiß nicht.“

„Bist du schwul?“

Die Frage hing im dunklen Raum, nackt und ungeschützt. „Ich… weiß es nicht.“ Es war die ehrlichste Antwort seines Lebens.

Leon antwortete nicht mit Worten. Seine Hand wanderte von Alex’ Brust nach unten, über den weichen Berg seines Bauches. Die Finger gruben sich durch den Stoff der Jeans und fanden die hart gewordene Stelle darunter. Alex stieß einen erstickten Laut aus.

„Scheiße, du bist schon hart,“ flüsterte Leon. Er kämpfte sich auf, kniete sich neben Alex auf die Matratze. „Kann ich?“

Alex nickte, unfähig zu sprechen. Leon öffnete mühelos seine Jeans, zog sie mit den Boxershorts über seine Hüften. Die kühle Luft traf sein nasses Fleisch. Leon packte ihn mit einer trockenen, festen Hand. Sein Griff war anders als Alex’ eigener, fremd und aufregend entschlossen.

„Du bist echt groß, verdammt,“ sagte Leon und begann zu streicheln, langsam, dann schneller. Seine andere Hand fummelte an seinem eigenen Hosenschlitz, befreite seinen schlankeren, aufrechten Schwanz. Er rieb sie aneinander, ihre beiden Hälse, die beiden empfindlichen Köpfe, drückten und rieben sich in seiner Faust. Das feuchte Vorfluid vermischte sich.

„Fühlst du das?“ keuchte Leon, sein Stöhnen war direkt in Alex’ Ohr. „Fühlst du, wie mein Schwanz an deinem scheißt?“

Alex konnte nur stöhnen, seine Hände krallten sich in das kratzige Bettzeug. Es war roh, schmutzig, so viel unmittelbarer als jede Fantasie. Leon beugte sich vor, nahm Alex ohne Warnung bis zum Anschlag in den Mund. Der heiße, feuchte Druck ließ Alex’ Hüften zucken. Leons Zunge arbeitete an seiner Unterseite, saugte, würgte kurz, dann zog er sich zurück, spuckte demonstrativ in seine Hand und rieb den Speichel auf ihnen beiden.

„So,“ keuchte Leon, wieder an ihnen reibend. „So machen wir das.“

Sein Griff wurde wilder. Alex sah zu, wie sein eigener dicker, blasser Schwanz gegen Leons dunkleren stieß, sah die glänzende Feuchtigkeit, spürte den rasenden Druck. In seinem betrunkenen Kopf verschmolzen die Bilder: die umkämpften Körper unter seinem alten Bett, das schamlose Stöhnen, und jetzt dieses, die offene, schweinische Praktik eines anderen Mannes. Die Scham war weg, verbrannt von der puren, betrunkenen Notwendigkeit.

„Ich komme gleich,“ stammelte Leon, sein Gesicht war eine Maske konzentrierter Lust. „Komm mit mir, du fettes Schwein. Komm jetzt.“

Die Obszönität, die im Königshardter Schlafzimmer nur gedacht worden war, war hier, in diesem fremden Zimmer, laut geworden. Sie traf Alex wie ein Schlag. Sein Orgasmus brach aus ihm heraus, ein langer, zuckender Strom, der über seine eigene Hand und Leons streunte. Sekunden später folgte Leon mit einem kurzen, scharfen Stöhnen, sein Samen mischte sich mit Alex’.

Sie lagen da, atmeten keuchend, ihre Körper eine klebrige, schwere Masse auf der schmalen Matratze. Der Raum roch nach Sperma, Schweiß und Bier. Irgendwo schlug eine Kirche zwei Uhr.

„Bleib hier,“ murmelte Leon, schon halb im Schlaf. „Ist kalt im Flur.“

Alex blieb. Sein Kopf dröhnte. Sein Körper war ein fremdes, beflecktes Ding. Draußen auf der Straße fuhr ein Auto vorbei, seine Scheinwerfer strichen über die Decke. Er dachte an den USB-Stick in der Schublade in Königshardt. Er dachte an das trockene Gemüsebeet. Dann schloss er die Augen und versank in einen schwarzalkoholischen Schlaf, während Leon sich neben ihm umdrehte und schnarchte.

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