Chapter 175: Chapter 175
Das Klingeln hörte auf. Die Stille danach war dick, schwer von Schnapsdunst und Körperausdünstungen. Das erste Licht fiel scharf wie eine Klinge durch die Panoramafenster, schnitt direkt durch Leons schlafverschwollenes Gesicht.
Er stöhnte, ein tiefes, tierisches Geräusch der Qual. Der Schmerz kam nicht in Wellen, sondern als eine einzige, massive Wand aus weißem Brennen hinter den Augäpfeln. Sein Mund fühlte sich an wie ausgestopft mit verbranntem Filz und Metall. Er versuchte zu schlucken, und der Würgereflex schoss ihm sofort in den Rachen, brachte ihn auf alle viere.
Er kotzte. Ein dünner, gelber Strahl aus Galle und unverdautem Gin spritzte auf den teuren Wollteppich. Sein ganzer Körper krampfte sich zusammen, jeder Muskel protestierte. Die Narbe an seinem Oberschenkel pochte im gleichen Rhythmus wie sein Schädel.
Neben ihm auf dem Sofa regte sich Maik. Das Geräusch von Leons Erbrechen drang durch den Alkoholnebel in seinem Bewusstsein. Er öffnete die Augen. Die Welt war unscharf, ein verwaschener Fleck aus schmerzhaft hellem Licht und dunklen Formen. Sein eigenes Gehirn schien gegen seine Schädeldecke zu schlagen, ein dumpfes, rhythmisches Hämmern. Der Geschmack in seinem Mund war widerlich – süßlich-fauliger Korn, vermischt mit dem salzigen Nachgeschmack von Sperma.
Er versuchte, sich aufzusetzen. Ein stechender Schmerz fuhr von seinem After bis in seinen unteren Rücken, so scharf und eindeutig, dass er einen kurzen, spitzen Schrei ausstieß. Die Erinnerung kam zurück: gegen das Glas gedrückt, brutal auseinandergerissen. Er hob zitternd die Decke, die über seinen Beinen lag. Sein Hodensack war geschwollen, violett verfärbt. Sein Arschloch brannte wie Feuer. Er rückte vorsichtig, und eine Mischung aus Sperma und wahrscheinlich etwas Blut sickerte heraus, fühlte sich warm und feucht auf seiner Innenseite der Oberschenkel an.
"Scheiße," krächzte er. Seine Stimme war kaum erkennbar.
Alex lag immer noch teilweise auf ihm, ein lebloses Gewicht. Sein Atem ging flach und schnell. Maik schüttelte ihn grob an der Schulter. "Alex. Wach auf."
Alex’ Augenlider flatterten. Er drehte den Kopf, und auch er würgte sofort, rollte von Maik herunter und landete auf dem Boden, wo er trocken keuchte, nichts mehr kam. Sein Körper zitterte am ganzen Leib. Sein Rücken war eine Leinwand aus blauen und violetten Flecken, Abdrücken von Fingern. Sein Haar war verklebt, eine Seite seiner Gesichtshaut rot und angeraut vom Reiben gegen Maiks Hemdstoff.
Leon wischte sich mit dem Handrücken über den Mund, spuckte aus. "Wasser," krächzte er. "Irgendwas. Mein Kopf explodiert."
Schwach, wie Schwerverletzte auf einem Schlachtfeld, schleppten sie sich in die Küche. Leon stützte sich an den Granitplatten ab, sein nackter, verschmierter Körper glänzte schweißnass im Morgenlicht. Er machte den Wasserhahn auf, beugte sich vor und trank direkt, lange, das kalte Bergwasser lief ihm über Kinn und Brust.
Alex kauerte sich auf den kalten Fliesenboden, den Kopf in den Händen. "Ich sterbe," stöhnte er. "Das ist es. Das war’s."
Maik fand eine halbleere Plastikflasche mit abgestandenem Wasser auf der Theke, trank gierig. Das Wasser kam fast sofort wieder hoch, vermischt mit gelblichem Korn. Er spuckte es in die Spüle, keuchte. Sein fetter Körper war eine einzige schmerzende Zone. Sein Schädel. Sein Arsch. Seine Seele. Alles brannte.
Sie standen da, nackt, verunstaltet, vergiftet. Die Luft roch nach Schweiß, Erbrochenem, Sperma und dem süßlichen Geruch von hochprozentigem Alkohol, der aus ihren Poren ausdünstete.
Leon war der Erste, der sich bewegte. Sein Blick, blutunterlaufen und leer, glitt über Alex’ zusammengekauerten Körper, über die frischen Striemen auf seinem Rücken. Eine primitive, von Kater und tiefer Gewohnheit getriebene Reaktion lief in ihm ab. Der Schmerz war zu groß. Nur eine andere, überwältigende Empfindung konnte ihn übertönen.
Er ging zu Alex, kniete sich hinter ihn. Seine Hände, schmutzig und zittrig, griffen Alex an den Hüften. Alex zuckte zusammen, ein schwacher Protest. "Leon, nein... ich kann nicht..."
"Du kannst," murmelte Leon. Seine Stimme war rau wie Schmirgelpapier. Sein eigener Schwanz war schlaff, schmerzhaft, aber die bloße Handlung, die Kontrolle, war das, wonach sein Gehirn schrie. Er spuckte in seine Hand, ein kleines, dickes Tropfen. Er rieb es über Alex’ wundes, rotes Arschloch. Alex winste, drückte sein Gesicht gegen die kalten Fliesen.
"Bitte... es tut weh."
"Gut," knurrte Leon. Er positionierte sich, drückte die Spitze seines schlaffen Schwanzes gegen den engen Ring. Es ging nicht. Er war zu weich, Alex zu verkrampft. Leon fluchte, eine Kaskade von obscönen, deutschen Verwünschungen. Er griff nach der noch offenen Flasche Korn auf dem Küchentisch, die etwa noch zwei Finger breit enthielt. Er nahm einen großen Schluck, behielt ihn im Mund, und beugte sich dann vor. Er spuckte den hochprozentigen Schnaps direkt auf Alex’ Eingang.
Das Brennen war sofort und intensiv. Alex schrie auf, sein Körper bog sich. Der Alkohol desinfizierte und brannte gleichzeitig auf der wunden Haut. Der Schock lockerte ihn für eine Sekunde.
Leon nutzte es. Er stieß mit seiner halb-steifen Länge zu. Es war ein trockenes, quetschendes Eindringen. Alex heulte, seine Finger krallten sich in die Fugen der Fliesen. Leon stieß noch einmal, und wieder, jedes Mal ein kurzer, brutaler Stoß. Sein eigener Schmerz vermischte sich mit dem, den er verursachte, zu einer einzigen, bedeutungslosen Empfindung. Er kam nicht mal in die Nähe eines Orgasmus. Es ging nur um das Rein-und-raus, um den Beweis, dass er es noch konnte. Dass er noch da war.
Nach einer Minute hörte er einfach auf, zog sich heraus. Sein Schwanz war schlaffer als zuvor. Alex lag zitternd auf dem Boden, ein leises, kontinuierliches Wimmern kam aus seiner Kehle. Rund um sein Arschloch glänzte die Haut feucht und feuerrot.
Maik hatte zugesehen, angelehnt an den Kühlschrank. Die Szene hatte in seinem eigenen betäubten, schmerzerfüllten Körper eine Reaktion ausgelöst. Eine dumpfe, trotzige Erregung. Er ging zum Küchenschrank, wo Leon die Flaschen gefunden hatte. Er fand eine neue, ungeöffnete Flasche Wacholderschnaps. Er drehte den Verschluss auf, den metallischen Plopp hallte in der stillen Küche wider.
Er setzte die Flasche an die Lippen und trank. Der Schnaps brannte wie Napalm in seiner ausgetrockneten Kehle, traf seinen leeren Magen wie ein Faustschlag. Er würgte, hielt sich am Schrank fest. Dann trank er wieder. Die zweite, dritte, vierte große Portion. Die Welt, die vor Sekunden noch scharf und schmerzhaft gewesen war, begann sofort wieder, ihre Kanten zu verwischen.
Er wandte sich den anderen beiden zu. Sein Blick war trübe. "Du hast ihn kaputt gemacht," sagte er zu Leon, seine Worte schon wieder leicht verschlungen.
Leon lehnte sich gegen die Spüle, atmete schwer. "War schon kaputt."
Maik stolperte auf Alex zu, der sich immer noch nicht bewegt hatte. Er stellte die Schnapsflasche auf den Boden. "Dreh dich um," befahl er, seine Stimme hatte eine neue, alkoholgestärkte Schärfe.
Alex bewegte sich langsam, drehte sich auf den Rücken. Sein Gesicht war nass von Tränen und Schweiß. Maik kniete sich zwischen seine Beine. Sein dicker, blasser Bauch hing herab. Sein eigener Schwanz, unter dem Fettansatz versteckt, war halb steif von Schnaps und dem Anblick von Leons Dominanz.
"Du willst auch noch was, du fettes Arschloch?" krächzte Alex, aber seine Stimme hatte keine Kraft.
Maik antwortete nicht. Er nahm die Schnapsflasche, schüttete einen großzügigen Schuss direkt auf Alex’ Schwanz und Hoden. Der junge Mann zischte vor Schmerz, aber Maik packte ihn sofort, seine schuppigen, fetten Hände umschlossen Alex’ Länge und rieben den brennenden Alkohol ein. Es war keine Zärtlichkeit. Es war ein Einreiben, ein Desinfizieren, ein Besitzen.
Dann beugte Maik sich vor, nahm Alex komplett in seinen Mund. Sein Mund war feucht, heiß und roch selbst nach Korn. Alex stöhnte, sein Körper, der gerade noch vor Schmerz gekrümmt war, reagierte trotz allem. Die Kombination aus brennendem Schmerz und feuchter Hitze war zu viel, zu verwirrend. Seine Hände fuhren in Maiks dünnes, schweißnasses Haar.
Maik blies ihn mit einer plumpen, gierigen Inbrunst, sein Kehlkopf arbeitete. Er würgte absichtlich, ließ den Würgereflex durch seinen ganzen Körper schütteln, denn das Gefühl, kontrolliert zu werden, selbst in seiner Erniedrigung, war ein Funke in der betäubten Leere.
Leon beobachtete, leerte still die Reste der alten Kornflasche. Der Schnaps war jetzt nur noch ein Brennen, keine Wirkung mehr. Er sah zu, wie Maiks breites, verweintes Gesicht auf Alex’ Schwanz auf und ab glitt, sah den Speichel, der über Alex’ Eichel lief. Seine eigene Hand griff nach seinem Schwanz, begann ihn mechanisch zu reiben. Es fühlte sich an wie fremde Haut.
Alex’ Atem kam in raschen Stößen. "Ich komme," warnte er, seine Stimme hoch und gebrochen.
Maik hörte nicht auf. Er drückte Alex’ Hüften auf den Boden, nahm ihn noch tiefer. Der Orgasmus, als er kam, war schmerzhaft und verkrampft, ein Zucken, das von seinen Zehen bis in die Kopfhaut fuhr. Er schrie, als er Maiks Rachen mit seinem Samen füllte.
Maik schluckte, hustete dann, sein Körper schüttelte sich. Er lieferte los, stand schwankend auf. Sein Kinn war glänzend feucht. Er nahm die Schnapsflasche, spülte seinen Mund mit dem klaren, brennenden Zeug aus, schluckte es herunter.
Dann drehte er sich zu Leon um. Seine Augen waren rot, aber entschlossen. "Du," sagte er. "Du liegst auf dem Tisch."
Leon zögerte nicht. Die Trunkenheit, die Schamlosigkeit, war ansteckend. Er hob sich auf die hohe Küchentheke aus Granit, die Kante kalt gegen sein nacktes Fleisch. Er lag auf dem Rücken, seine Beine hingen herunter. Sein Schwanz lag schlaff auf seinem Bauch.
Maik stellte die Flasche ab. Er trat zwischen Leons Beine, seine eigenen Hände griffen nach Leons kräftigen Oberschenkeln, drückten sie auseinander. Er spuckte in seine Hand, rieb es über Leons Anus, der noch von der Nacht zuvor locker war. Dann, ohne weitere Vorbereitung, drückte Maik seinen dicken, kurzen Finger in Leon hinein.
Leon biss die Zähne zusammen, ein kurzes, scharfes Ausatmen. Es war eng, trocken, schmerzhaft. Maik fing an, seinen Finger zu bewegen, knöchelte ihn, suchte grob nach der Stelle. Als er sie fand, drückte er zu.
Leons ganzer Körper zuckte. Ein unerwarteter, blitzartiger Funke von Lust schoss durch das Meer aus Schmerz und Alkohol. "Da," stieß er hervor.
Maik nickte, seine fette Zunge hing leicht aus seinem Mund. Er nahm den Finger heraus, spuckte noch einmal, führte zwei Finger ein. Er spreizte sie, dehnte das Muskelngewebe. Leon stöhnte, sein Kopf rollte zur Seite. Sein Schwanz begann, langsam, schmerzhaft, zu errichten.
Dann zog Maik seine Finger heraus. Er öffnete seine eigene Hose, ließ sie auf seine Knöchel fallen. Sein Schwanz war vollständig hart jetzt, kurz und dick, mit einer gekrümmten Ader. Er spuckte in seine Hand, schmierte es sich grob darüber. Dann positionierte er sich.
Er drang in Leon ein mit einem langsamen, unnachgiebigen Druck. Leon knurrte, die Muskeln in seinem Nacken traten hervor. Es war ein füllendes, breites Gefühl, anders als alles, was er kannte. Maiks dicker Bauch presste gegen Leons Oberschenkel, als er sich ganz hineinschob.
Maik fing an zu stoßen. Es war kein Rhythmus, nur ein schweres, schnaufendes Vor und Zurück, sein fettes Gesicht glänzte vor Schweiß. Der Granittisch wackelte leicht unter ihrem kombinierten Gewicht. Der Raum füllte sich mit dem Geräusch von schwitzendem Fleisch auf kaltem Stein, von Maiks keuchendem Atem und Leons tiefen, gutturalen Stöhnen.
Alex, immer noch auf dem Boden, rollte sich auf die Seite, um zuzusehen. Sein eigener Körper war eine leere Hülle. Er sah zu, wie Maiks breiter, weißer Hintern auf und ab klatschte, wie Leons Hände die Tischkante umklammerten, bis die Knöchel weiß wurden.
Maiks Tempo erhöhte sich, wurde hektisch. Seine Stöße wurden flacher, schneller. "Du... du verdammter, wilder Hund," keuchte er zwischen den Zähnen. "So magst du's, ja? Von einem fetten Schwein gefickt zu werden?"
Leons Antwort war ein heiserer Schrei, als Maik noch einmal tief und hart in ihn stieß. Das reichte. Maik blieb tief in ihm stecken, sein ganzer Körper verkrampfte sich wie im Anfall. Er kam mit einem langen, zitternden Stöhnen, schüttete sich in Leons tiefstes Inneres.
Er blieb einen Moment so stehen, sackte dann auf Leon, sein Gew
Er blieb einen Moment so stehen, sackte dann auf Leon, sein Gewicht eine erstickende, warme Decke aus Schweiß und Fett. Sein Atem keuchte heiß gegen Leons Hals. Inside Leon, Maiks Schwanz pulsierte schwach im Nachklang, ließ ein warmes, dickes Rinnsal heraustropfen, das sofort auf dem kalten Granit klebrig wurde.
„Zieh dich raus, du fettes Stück,“ knurrte Leon, seine Stimme war matt, ausgelaugt.
Maik rollte schwerfällig zur Seite, sein Schwanz glitt mit einem nassen, leisen Geräusch heraus. Er landete stehend, taumelte gegen den Herd. Sein Blick war glasig und leer. Auf Leons Oberschenkeln und auf der dunklen Steinplatte breitete sich eine trübe, weißliche Lache aus.
Leon schob sich vom Tisch, seine Beine zitterten. Sein Arsch fühlte sich wund, ausgeleiert, ein dumpfes Brennen erfüllte sein Becken. Er griff nach der fast leeren Wacholderflasche, kippte die letzten zwei Zentimeter in seinen Rachen. Der Schnaps traf nichts mehr außer eine anhaltende, grundlegende Übelkeit.
Alex hatte sich vom Boden aufgesetzt. Sein eigener Mund schmeckte nach Maiks Speichel und dem schalen Ende seines eigenen Orgasmus. „Mein Kopf,“ stöhnte er. „Mein ganzer Körper.“
„Was erwartest du?“ Leon wischte sich mit dem Unterarm über den Mund. Er sah auf seine Hände, auf die getrockneten Schrammen an seinen Knöcheln. „Willst du mehr? Da ist noch Gin.“
Maik starrte auf den Gin, der auf dem Küchenboden stand. Seine Finger, dick und mit kurzen Nägeln, zitterten. Er hatte sich gerade in Leon entleert, aber die hohle Stelle in seiner Brust war noch da, größer denn je. Der Alkohol füllte sie nicht. Die Gewalt füllte sie nicht. Er ging zur Spüle, drehte den Hahn auf kalt und stützte sich mit beiden Händen auf das Edelstahlbecken. Sein Spiegelbild im dunklen Fenster war ein verschwommener Fleck – ein blasses, aufgedunsenes Gesicht mit den Augen eines erschossenen Hundes.
„Das Telefon,“ sagte Alex plötzlich. Seine Stimme war klar, geschnitten von einem Anflug von Angst. „Hat es wieder geklingelt?“
Leon lauschte. Nichts. Nur das ferne Ächzen des Hauses im kalten Morgenwind. „Nein.“
„Es wird wieder klingeln.“ Alex zog seine Knie an die Brust. Die Striemen auf seinem Rücken zogen sich weiß über die blauen Flecken. „Felix. Oder Vogel. Sie wissen, dass wir weg sind.“
„Dann sollen sie doch hierher kommen,“ brüllte Leon plötzlich. Die Worte hallten in der hohen Küche wider. Er schlug mit der flachen Hand auf die Granitplatte, ein lautes, schmerzhaftes Klatschen. „Sollen sie durch diesen Scheißwald marschieren! Ich schneide ihnen die verdammten Eier ab!“
Seine Wut war groß, leer und klang falsch in seinem eigenen Mund. Er drehte sich zu Alex um. Die Verletzlichkeit in dessen Haltung, das Zittern der schmalen Schultern, zündete etwas anderes in ihm. Nicht Wut. Nicht Zärtlichkeit. Besitz. Reiner, unverfälschter Besitz.
„Komm her,“ sagte Leon, seine Stimme sank zu einem rauen Flüstern herab.
Alex blickte auf. Seine Augen waren riesig in seinem ausgezehrten Gesicht. „Wozu? Ich kann nicht mehr.“
„Doch, kannst du.“ Leon trat auf ihn zu, sein Schwanz hing schlaff, aber seine Hände waren Fäuste. „Du gehörst mir. Das hat er gesagt.“ Er nickte mit dem Kopf zu Maik, der reglos an der Spüle stand. „Aber er hat unrecht. Du gehörst nicht diesem fetten Voyeur. Du gehörst dem, der dich aus der Gasse gezogen hat. Dem, der dich am Leben gehalten hat.“
Er packte Alex am Haar, nicht grob genug, um wegzuziehen, aber fest genug, um zu führen. Er zog ihn vom kalten Fliesenboden hoch, über die klebrige Stelle hinweg, und schob ihn in Richtung des großen Ledersofas im Wohnbereich. Die Asche im Kamin war kalt, grau.
„Leon, bitte,“ flüsterte Alex. Sein Widerstand war ein physiologischer Zuckreflex, ohne Kraft.
Leon ignorierte ihn. Er drückte Alex über die Armlehne des Sofas, das kühleder kratzte gegen Alex’ nackten Bauch. Von hier aus hatte Alex einen direkten Blick auf Maik, der sich noch immer über die Spüle beugte, ein Monument aus Selbsthass.
Leon kniete sich hinter Alex. Er spuckte in seine Hand, ein letztes, dickes Tropfen. Er rieb es nicht. Er schmierte es einfach über Alex’ wundes, rotes Arschloch, das bereits von ihm und vom Schnaps brennte. Dann positionierte er sich. Sein Schwanz war halb schlaff, aber er zwang ihn mit der Hand steif, umhüllte ihn mit Fäusten.
„Sieh ihn an,“ befahl Leon und drückte seine Spitze gegen den widerstandsfähigen Muskelring. „Sieh dir dieses weinerliche Schwein an.“
Alex drehte den Kopf, seine Wange presste gegen das Leder. Maik hatte sich umgedreht. Seine Augen trafen sich mit Alex’. Sie waren leer.
Leon stieß zu. Es ging nicht. Er war zu weich, Alex zu verkrampft. Ein frustriertes Knurren entrang sich Leon. Seine Hand glitt von seinem Schwanz, griff nach Alex’ Hinternbacken. Er zog sie auseinander, roh und grausam, zwang das rosa Loch zum Gähnen. Er spuckte direkt auf die offenliegende, zarte Schleimhaut.
Dann, mit der stumpfen Gewalt reiner Absicht, rammte er sich hinein.
Alex schrie, ein hoher, dünner Ton. Sein Körper bog sich, aber Leon hielt ihn mit einem Arm um die Taille festgeklemmt. Er stieß wieder. Und wieder. Jeder Stoß war ein trockener, reibender Ruck, der durch beide ihre Körper fuhr. Leon keuchte, sein Gesicht war eine Maske konzentrierter Anstrengung. Es fühlte sich nicht gut an. Es fühlte sich nach nichts an, außer nach einer Behauptung.
„So,“ keuchte Leon, sein Atem war heiß in Alex’ Nacken. „So gehört sich das.“ Seine Hüften knallten gegen Alex’ wunden Hintern, ein hohles, fleischiges Geräusch.
Maik beobachtete. Der Anblick sollte ihn erregen. Stattdessen füllte ihn etwas Kaltes. Er drehte sich um, ging zum Küchenschrank. Er fand eine neue Flasche. Wodka. Klar und brutal. Er öffnete sie, setzte sie an, und trank. Der Wodka brannte nicht. Er wusch. Er spülte den Geschmack von Leon aus seinem Mund, den Geschmack von eigenen Erbrochenem, den Geschmack von Feigheit.
Hinter ihm arbeitete Leon sich in Alex. Der Rhythmus war jetzt schneller, hektischer. Alex’ Schreie hatten sich zu einem unterbrochenen, schluchzenden Wimmern entwickelt. Seine Hände krallten sich in das Sofa.
Leon spürte einen fernen Schimmer, einen elektrischen Impuls tief in seinem Becken. Er stieß noch härter zu, grub seine Finger in Alex’ Hüften. Sein Orgasmus baute sich nicht auf. Er explodierte einfach, ein kurzer, gewaltsamer Ausbruch, der mehr Erschöpfung als Ekstase war. Er blieb stecken, pulsierte schwach, entließ einen letzten Schuss in Alex’ bereits überfluteten Darm.
Dann ließ er los. Er zog sich heraus, ein nasses Schmatzen. Er blieb auf den Knien, stützte sich mit den Händen auf den Oberschenkeln ab, sein Kopf hing schwer. Alex blieb über der Armlehne liegen, sein Körper zitterte in kleinen, unkontrollierbaren Schüben.
Maik kam mit der Wodkaflasche in der Hand. Sein Schritt war unsicher, aber sein Gesicht war seltsam ruhig. Er stellte die Flashe auf den Couchtisch. Dann ging er zu Leon, berührte ihn an der Schulter.
Leon sah hoch. Seine Augen waren rot und fremd.
„Du bist fertig,“ sagte Maik, seine Stimme war ein leises, schnapsraues Monoton. „Jetzt bin ich dran. Mit ihm.“
Er schob Leon beiseite. Er trat an Alex heran, legte eine Hand auf seinen zuckenden Rücken. „Steh auf,“ sagte er.
Alex reagierte nicht. Maik packte ihn am Arm und zerrte ihn grob hoch, drehte ihn um. Alex’ Gesicht war eine tränenverschmierte Maske. Maik drückte ihn auf die breite Sitzfläche des Sofas.
„Du willst doch geliebt werden, nicht wahr?“ flüsterte Maik. Sein Atem roch nach Wodka und etwas Fauligem. „Von jemandem, der dich wirklich will. Nicht nur benutzt.“
Er kniete sich zwischen Alex’ Beine. Sein dicker, harter Schwanz stand ab von einem Gewirr aus schütterem, dunklem Haar. Er nahm die Wodkaflasche, schüttete einen Schwung über seine eigene Länge. Der Alkohol rann über seine Eichel, tropfte auf Alex’ Bauch. Es brannte kalt.
Dann, ohne jedes weitere Wort, ohne Spucke oder Vorbereitung, drückte Maik sich gegen Alex’ zerstörten Eingang. Er drückte. Die trockene Reibung war entsetzlich. Alex schrie, ein gebrochener Laut, der im Raum erstarb.
Maik drückte weiter, mit dem ganzen Gewicht seines Oberkörpers. Sein Schwanz, kurz und dick, zwang sich Millimeter um Millimeter durch den widerstrebenden, wunden Ring. Es war eine langsame, grausame Penetration. Alex’ Nägel gruben sich in Maiks fette Schultern, aber er schob ihn nicht weg. Sein Körper nahm es auf, wie er alles aufgenommen hatte.
Als Maik vollständig in ihm war, blieb er einen Moment reglos. Sein Gesicht war dicht an Alex’. „So,“ hauchte er. „Jetzt. Jetzt gehören wir zusammen.“