Cover of The Deepest Dive

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A story about two chubby boys (otters in gay terms) in their mid twenties (at least 2500 words) about how they meet and them having sex (being as detailed and explicit as possible)

Chapter 179: Chapter 179

Die Stille nach Leons Worten war dick, greifbar, wie eingedickte Sahne in einer Luftblase. Maik richtete sich auf, die Decke rutschte von seinem nackten Oberkörper. Sein Atem ging schnell. „Das ist ein verdammter Witz. Der Typ ist weggeschlossen. Lebenslang. Das hast du gesagt.“

„Das wurde gesagt,“ korrigierte Leon, immer noch zum Fenster gewandt. Seine Stimme war ein kaltes Präzisionswerkzeug. „Vor zehn Jahren. Anstaltsberichte lassen sich nicht leicht beschaffen. Vor allem nicht aus Polen.“

Alex zog die Decke enger um seine schmerzenden Schultern. Das Beben in seinen Händen war nicht mehr von der Kälte. „Wer war dieser Gast? Der den Namen sagte?“

„Das ist egal,“ fauchte Maik. „Ein besoffenes Arschloch, das irgendeinen alten Scheiß daherredet. Marek. So heißen tausend Polen.“

„Aber warum sollte er es sagen?“ Alexs Stimme wurde lauter, ein dünner Riss in der Erschöpfung. „Hier? Bei uns?“

Leon drehte sich endlich um. Sein Gesicht war im schwachen Licht der Straßenlaterne draußen ein maskenhafter Schnitt, die Höhlen seiner Augen tiefschwarz. „Weil es Leute gibt, die sich erinnern. Und weil wir zu sichtbar geworden sind. Die ‚Grundsolide Geselligkeiten‘ sind kein Geheimtipp mehr. Sie sind ein Ziel.“ Er ging langsam auf die Decke zu, wo die beiden lagen. „Ab jetzt ändern wir die Regeln. Keine neuen Gäste mehr. Die Liste ist geschlossen. Und wir filmen alles.“

„Du bist verrückt,“ knurrte Maik.

„Nein. Ich bin geschäftlich. Wenn schon jemand spricht, dann kontrollieren wir die Narrative. Wir besitzen die Bilder. Wir verkaufen sie an die, die bereit sind, extra zu zahlen für exklusive Einblicke. Damit kaufen wir ihr Schweigen. Und wir verdienen mehr.“ Leons Blick wanderte zu Alex. „Du wirst das Gesicht sein. Das empfängliche, verführerische Gesicht. Du wirst in die Kamera lächeln, während sie dich füllen.“

Alex fühlte, wie sich sein Magen umwandte. Aber etwas in Leons Tonfall, eisern und unanfechtbar, ließ keinen Widerspruch zu. Es war wie das unerbittliche Gleiten der Sonde. Es gab nur Vorwärts.

Zwei Wochen später klebte der übliche Geruch von Fett und Erwartung im Haus, aber die Atmosphäre war eine andere. Eine kalte, professionelle Spannung lag unter der Oberfläche. In der Ecke des Wohnzimmers, auf einem Stativ, thronte eine neue, schwarze Videokamera. Ein roter Punkt glühte. Aufnahme.

Die Gäste, die vertrauten dreißig, warfen ihr nervöse Blicke zu, sprachen leiser, wenn sie daran vorbeigingen. Aber der Alkohol floss schnell, und die alte Ungezwungenheit kehrte zurück, verstärkt durch das Wissen, Teil von etwas Exklusivem zu sein. Die Kamera war kein Eindringling, sie war eine Einladung zur Selbstdarstellung.

„Schön, dich zu sehen, du fettes Stück,“ grüßte „Bärenkönig“ Alex, klatschte ihm auf den Bauch, der noch immer weich und voluminös von der dauerhaften Füllung war. Seine Augen blitzten zur Kamera hinüber. „Zeig heute Abend was du drauf hast, ja? Für die Fans.“

Alex zwang ein Lächeln auf sein Gesicht, wie Leon es ihm befohlen hatte. Es fühlte sich an wie das Aufreißen von Klettverschluss. „Ich geb mein Bestes.“

Der Abend entwickelte sich wie ein choreographiertes, obszönes Ballett. Die Kamera, von Leon bedient, der sich hinter ihr wie ein Regisseur verhielt, wurde zum vierten, allgegenwärtigen Teilnehmer. Sie fing ein, wie „Schwelgbauch“ auf der nun reparierten Futterrinne lag und sich literweise warmes, mit Rum versetztes Schokofondue in den Rachen schütten ließ, das braune Zeug lief ihm in die Achseln, vermischte sich mit dem Schweiß. Sie zoomte heran auf sein glucksendes Schlucken, auf die verzückte Verzweiflung in seinen Augen.

Dann war Maik an der Reihe. Er stand breitbeinig in der Mitte des Zimmers, nur in einer engen, schwarzen Latexschlüpfer, die seinen massiven, vorstehenden Bauch wie eine opulente Frucht präsentierte. Um ihn herum standen fünf Chaser, jeder mit einer Flasche teuren, öligen Likörs.

„Wer füllt mich?“ brüllte Maik, schlug sich auf seine Wampe. „Wer macht aus mir eine fucking Ölquelle?“

Einer nach dem anderen traten sie vor, schraubten die Deckel auf, und ließen die zähe, süße Flüssigkeit direkt aus der Flasche über Maiks Kopf und Brust laufen. Sie rannen in Strömen die Kurven seines Bauches hinab, sammelten sich in seinem Bauchnabel, einem kleinen, goldenen See. Die Kamera fing jeden glänzenden Tropfen ein, jeden zuckenden Muskel in Maiks Gesicht, während er seinen eigenen, likörgetränkten Körper abgeleckte, die Zunge breit über die eigene, klebrige Haut fuhr. „Schmeckt wie Geld!“ brüllte er der Kamera ins Gesicht, seine Augen glasig und wild.

Die sexuelle Komponente verschmolz nun völlig mit dem Völlerei-Spektakel. „Eisenbauch“, angestachelt von der kamera, drängte Alex in die Knie, direkt vor die Linse. Sein Schwanz, dick und bereits tropfend, ragte vor Alex’ Gesicht. „Zeig’s ihnen. Zeig allen, wie ein guter, fetter Schluckaufsatz funktioniert.“

Alex schluckte. Das rote Licht der Kamera fühlte sich an wie ein Brennglas auf seiner Haut. Leon hinter der Kamera nickte ihm kaum merklich zu. Lächeln.

Alex öffnete den Mund, legte die Lippen um die Eichel. Er tat es langsam, bewusst, ließ die Zunge um die Spitze kreisen, bevor er ihn weiter in den Mund nahm. Die Kamera zoomete auf seine vollen Wangen, auf seinen Blick, der zur Kamera aufsah, während er immer weiter hinunterging, bis seine Nase in Eisenbauchs schweißfeuchtes Schamhauch drückte. Das Publikum ringsum johlte. „Saug ihn leer, du kleine Sau!“

Eisenbauch packte Alex’ Kopf, begann einen ruppigen Rhythmus vorzugeben. Alex würgte, ließ Speichel und Prä-Sperma über sein Kinn laufen. Die Szenen wechselten nun schnell, geschnitten von Leon’s unerbittlichem Blick durch den Sucher. Eine Ecke: Ein Gast, „Silberfuchs“, wurde von zwei anderen über ein Fass mit eiskalten Wiener Würstchen in Gelierbrühe gehalten, musste sie mit dem Mund fischen, einer nach dem anderen, während ihm gleichzeitig von hinten genommen wurde, jeder Stoß trieb sein Gesicht tiefer in die widerliche Brühe. Eine andere: „Der Vielfraß“ hatte wieder seine Spezialsonde dabei, führte sie einem stöhnenden „Bärenkönig“ in den After ein und pumpte eine Mischung aus Wodka und Energy-Drink ein, bis dessen Bauch sich trommelartig spannte und ein Sufflächeln auf seinem Gesicht erschien.

Die Trunkenheit war allumfassend, eine kollektive Vergiftung. Flaschen leereten sich, wurden achtlos weggeworfen, zerschellten auf dem Steinboden der Küche. Das Gelächter wurde lauter, sinnloser, die Bewegungen schwerfällig und übertrieben. Der Geruch war eine brutale Mischung aus Parfüm, Körperausdünstung, Sperma, Erbrochenem und dem süßlichen Gestank von verdorbenen Milchprodukten.

Irgendwann, in den kleinen Morgenstunden, war die Linie zwischen Performance und Zusammenbruch verwischt. Die Kamera lief immer noch. Sie fing ein, wie Maik, völlig betrunken und mit Bauchkrämpfen von der Likör-Orgie, sich über den Rand der Futterrinne beugte und einen dünnen Strahl gelben, übelriechenden Schlamms erbrach, direkt in das offene, erwartungsvolle Gesicht von „Schwelbauch“, der darunter lag und lallte: „Mehr… gieb mir mehr von dir…“

Sie fing ein, wie Alex, von zwei Gästen in einer Zimmerecke festgehalten, anal mit einer großen, schwarzen Dildo-Stange genommen wurde, die an einen Bohrmaschinen-Antrieb gekoppelt war. Das surrende, mechanische Geräusch übertönte sein schluchzendes Stöhnen, während die Maschine ihn unerbittlich auseinanderzog, sein Loch zu einem glänzenden, roten Ring dehnte, aus dem ständig Gleitgel und Fäden von Schleim quollen. Sein Lächeln war längst verschwunden, sein Blick war leer, auf die Linse gerichtet, als suche er darin Rettung, die nicht kam.

Und sie fing ein, wie Leon schließlich die Kamera abstellte, das rote Licht erlosch. Die plötzliche Abwesenheit ihrer Aufmerksamkeit war wie ein physischer Schock. Die Party existierte plötzlich nur noch als stinkendes, trauriges Chaos aus schnarchenden, bewusstlosen Körpern und Pfützen verschiedenster Flüssigkeiten.

Leon tastete sich durch das Dunkel zur Küche, stützte sich schwer auf die Spüle. Sein Kopf hämmerte. Vor ihm lagen die leeren Flaschen wie Gefallene. Er öffnete den Kühlschrank, nahm eine Flasche Wasser, trank gierig. Das Wasser schmeckte nach Plastik und Kühlschrank.

Hinter ihm erschien ein Schatten. Maik, blass, seine Latezhose halb heruntergerissen, sein Bauch eine triefende, unruhige Masse. Er roch nach Erbrochenem und billigem Parfüm. „Das Material… wird verdammt gut sein,“ grunzte er, seine Worte verschwommen. „Die zahlen ein Vermögen.“

Leon antwortete nicht. Er sah aus dem Küchenfenster in den anbrechenden Morgen. Grau. Und still.

„Du denkst immer noch an diesen Scheiß mit Marek, oder?“ Maiks Stimme war plötzlich scharf, angegriffen.

„Er ist nicht mehr in der Anstalt,“ sagte Leon leise.

„Was?“

„Ich habe nachgeforscht. Diskret. Ein Anruf. Ein falscher Name. Ein bestochener Angestellter.“ Leon drehte sich um, sein Gesicht war aschfahl. „Marek Kovalczyk wurde vor vierzehn Monaten entlassen. In eine halboffene Einrichtung in Breslau. Therapie erfolgreich. Sozialverträglich.“ Er spuckte das Wort aus wie vergiftetes Bonbon. „Vor drei Monaten ist er von dort verschwunden. Abgetaucht.“

Maik starrte ihn an. Die Trunkenheit schien aus ihm zu weichen, ersetzt durch etwas Karges, Animalisches. „Und jetzt?“

„Und jetzt,“ sagte Leon und blickte auf das Feld aus bewusstlosen Körpern im Wohnzimmer, auf Alex, der zusammengerollt und befleckt neben der sinnlos surrenden Bohrmaschine lag, „jetzt haben wir etwas, das wert ist, genommen zu werden. Ein Geschäft. Eine Marke.“ Sein Blick traf Maiks. „Wir haben ihn hierher gelockt. Mit unserem Lärm. Unserer Gier. Unsere Sichtbarkeit.“

Von der Treppe her kam ein Geräusch. Ein Stolpern. Alex stand dort, eine Decke um die Schultern gezerrt, sein Körper ein einziges Zittern. Sein Gesicht war schmutzverkrustet, seine Augen waren zwei schwarze, leere Löcher. Er hatte alles gehört.

Die drei Männer standen sich in der dreckigen, grauen Morgenküche gegenüber, umgeben vom Beweis ihrer Exzesse. Das Summen der Kühltruhe war das einzige Geräusch.

Draußen, hinter den Fenstern, zwischen den ersten Vögeln des Morgens, war für einen Moment das Knacken eines Zweigs zu hören, laut in der ansonsten vollkommenen Stille des Tals. Es hätte der Wind sein können. Es hätte alles Mögliche sein können.

Alex blickte zum Fenster, seine leeren Augen suchten die Silhouette der Bäume. Dann, sehr langsam, begann er zu lachen. Ein leises, hohles, vollkommen wahnsinniges Kichern, das in der stinkenden Küche hing und sich mit dem Geruch von Alkohol und Verderbnis vermischte.

Sein Lachen brach ab, so abrupt, wie es begonnen hatte. Er rieb sich mit dem Handrücken über den Mund, als wolle er den Klang wegwischen. "Dann machen wir weiter", sagte Alex, seine Stimme war ein rostiges Scharnier. "Was bleibt uns anderes übrig?"

Zwei Wochen später waren die Spuren des Schreckens unter einer Schicht aus Geschäftigkeit begraben. Der neue Anbau, ein aus dem alten Geräteschuppen gezauberter, länglicher Raum mit grob verlegten Dielen und zwanzig schmalen Feldbetten, war fertig. "Schlaftrakt für Gäste, die nicht fahrtauglich sind", verkündete Leon bei der nächsten Einladungsrunde, die bewusst auch einige neue, sorgfältig geprüfte Gesichter enthielt. "Kein fließend Wasser. Der Authentizität halber. Eimer und Kammeröfen stehen bereit."

Die Party begann bei einsetzender Dämmerung. Die Kamera war wieder da, ihr rotes Auge ein vertrauter, fordernder Punkt. Die neue Gäste, zwei bullige Männer in ihren Vierzigern, die als "Der Brauer" und "Kesselflicker" vorgestellt wurden, schienen von der Ausstattung begeistert. "Sehr urig", grinste der Brauer, während er einen Kasten Starkbier neben die Futterrinne stellte. "Wie im Ferienlager. Nur mit mehr Sperma."

Der Abend entwickelte eine eigene, träge Schwungkraft. Maik, dessen Paranoia sich in wilde Üppigkeit verwandelt hatte, ließ sich von den Neuen gleichzeitig füttern und bearbeiten. Er lag auf dem Rücken, sein Mund war ein fleischiger Trichter, in den der Brauer eine pürierte Mischung aus Leberwurst und Dickmilch schüttete, während der Kesselflicker ihn rittlings nahm, seinen dicken, behaarten Schwanz in Maiks bereits weites Loch hämmerte. "Nimm das ganze fette Zeug, du Sau", keuchte der Kesselflicker, seine Eier klatschten bei jedem Stoß gegen Maiks prallen, zitternden Hintern. "Füll dir den Magen, während ich dir den Arsch weite!"

Alex war an der Kamera, auf Leons Anweisung. Seine Hände zitterten nicht mehr. Sie waren kalt und sicher, als er die Linse auf die verschmolzene Aktion zoomete, auf Maiks übergelaufenen Mund, auf den glitschigen, sich ein- und ausgleitenden Schwanz. "Geiler Blickwinkel", murmelte Leon neben ihm, ein Konzeptor, der mit seinem Regisseur sprach. "Hol das Glucksen aus seinem Hals. Das Geräusch, wenn der Schwanz reinknallt."

Später, als der Alkohol die Hemmungen in eine zähe, aggressive Luster verwandelt hatte, wurde Alex selbst zum Mittelpunkt einer neuen Nummer. Der Vielfraß war zurück, mit einem neuen Spielzeug: einer doppelendigen Dildostange, massiv und tiefschwarz. "Einer für dich, einer für mich", erklärte er Alex, während er ihn in die Mitte des Zimmers drängte, vor die Kamera. "Wir zeigen den neuen Jungs, wie Symbiose geht."

Er bestrich beide Enden der Stange mit einem klaren, klebrigen Gel. Dann, ohne Vorbereitung, schob er das eine Ende hart in sein eigenes, schon lose Loch. Ein Grunzen entwich ihm. Das andere, glänzende Ende präsentierte er Alex. "Los, du Fotze. Saug sie rüber. Hol sie dir."

Alex kniete nieder, der Kamera zugewandt. Er öffnete den Mund, nahm das kühle Silikon auf, schob es sich tief in den Rachen, bis sein Würgereflex einsetzte. Dann begann der Vielfraß sich zu bewegen, vor und zurück, eine pendelnde, obszöne Sägemühle. Die Stange glitt aus Alex’ Mund, triefend vor Speichel, und glitt zurück in den Anus des Vielfraß, nur um Sekunden später wieder in Alex’ Schlund gestoßen zu werden. Es war ein Kreislauf aus Speichel und Analflüssigkeit, eine widerliche Verbindung, die die Kamera in brutalen Close-ups einfing.

"Ja, so! Tausch unsere Säfte!", brüllte einer der alten Gäste, selbst dabei, sich eine Flasche Korn über den Kopf zu leeren. Der Raum drehte sich, ein Karussell aus verschwommenen, grölenden Gesichtern und dem beißenden Geruch von Branntwein.

Die Folgen des Alkohols bahnten sich ihren Weg. Der Brauer, der zu viel von seinem eigenen Starkbier und der fetten Würzpampe in sich hineingepumpt hatte, taumelte zur Seite, beugte sich vor und erbrach einen schaumigen, braunen Strom direkt auf die Füße von Schwelgbauch, der lallend daneben stand. "Oh, mehr für mich", lallte Schwelgbauch und sackte in die Kotze.

Gegen drei Uhr morgens war der Hauptraum ein Schlachtfeld aus bewusstlosen Körpern und Exkrementen. Die, die noch gehen konnten, schleppten sich oder wurden in den neuen Schlaftrakt getragen. Die Luft dort war bereits stickig, erfüllt vom säuerlichen Geruch von Atemalkohol und Schweiß. In den Gängen zwischen den Betten standen blecherne Kammeröfen, einige schon gefüllt mit gelbem Urin oder klumpigen Häufchen.

Maik, völlig enthemmt, stand pinkelnd über einem dieser Öfen, sein Strahl klang metallisch, während er gleichzeitig einen schlaffen, neuen Gast an der Schulter packte. "Du wolltest doch Action. Hier." Er drehte den Mann herum, drückte ihn über das nebenstehende, leere Bett, zerrte dessen Hose herunter. Er spuckte grob in seine Hand, rieb es an seinem eigenen Schwanz, der halb steif von Restlust und Alkohol war, und rammte ihn dann ohne weiteres Vorspiel in den fremden Hintern. Der Mann schrie auf, ein betrunkenes, überraschtes Jaulen. "So kriegt man sein Geldwert", grunzte Maik und stieß zu, sein Bauch wackelte bei der hämmernden Bewegung.

In einer anderen Ecke des Schlaftrakts lag Alex zwischen zwei schnarhenden Körpern. Er war wach. Er starrte an die raue Holzdecke. In seiner Nase brannte der Gestank von Pisse und Schimmel. Aus einem der Öfen wenige Meter entfernt drang das faulige, süßliche Aroma von frischem Durchfall herein, gemischt mit dem penetranten Geruch von Lagerbier-Kotze. Jemand würgte im Dunkeln, ein hohles, trockenes Geräusch, gefolgt vom Spritzen von Flüssigkeit in einen Blecheimer.

Leon betrat den Raum, eine Taschenlampe in der Hand. Der Lichtkegel strich über die Szene: über Maiks wackelnden, schwitzenden Rücken, über die leeren, angsterfüllten Augen des neuen Gastes unter ihm, über die überfließenden Kammeröfen, über Alex’ regloses Gesicht. Sein eigener Magen krampfte sich zusammen, aber nicht vor Ekel. Vor Berechnung. Das Material von heute Nacht war grenzenlos. Absolut verkäuflich.

Er ging zu Alex’ Bett, beugte sich hinunter. Sein Atem roch nach Magenbitter und kaltem Tabak. "Das Footage ist monumental", flüsterte Leon, seine Stimme war rau und geschäftlich. "Du, mit dieser Stange im Mund... das ist reines Gold. Wir stellen es als 'Doppelter Nährstoffkreislauf' online. Mit Pay-per-View."

Alex drehte langsam den Kopf. Im schwachen Licht der Taschenlampe sahen seine Augen aus wie polierter Stein. "Er wird kommen, Leon", hauchte er, so leise, dass es im Gestank und im Stöhnen unterging. "Nicht wegen des Geldes. Wegen des Lärms. Wegen der Schande."

Leon erstarrte. Sein Griff um die Taschenlampe wurde so fest, dass sein Knöchel weiß hervortrat. Für einen langen Moment sagte er nichts. Das Geräusch von Maiks Stößen, das metallische Klackern eines Blecheimers, der getroffen wurde, das säuerliche Aufstoßen eines Gastes in der Ferne füllten die Pause.

"Dann machen wir mehr Lärm", sagte Leon schließlich, und seine Stimme war nun ein eisiges, klares Fragment in der Dunkelheit. "So viel Lärm, dass alles andere übertönt wird. Wir bauen eine zweite Bühne. Im Schuppen. Noch extremer. Noch mehr neue Gesichter." Er richtete sich auf, der Lichtkegel tanzte über die Überreste der Party, über die schmutzigen, benutzten Körper. "Wir müssen lauter sein als die Erinnerung. Lauter als jedes Beil."

Lauter als jedes Beil." Die Worte hingen im Gestank des Schlaftrakts, eine Herausforderung an die eigene Vernunft.

Die Vorbereitungen für die nächste Geselligkeit waren von einer hektischen, fast wütenden Energie geprägt. Der alte Schuppen wurde nicht zur zweiten Bühne. Stattdessen verwandelten sie den Schlaftrakt selbst in einen offenen Abgrund. Leon ließ die Feldbetten entfernen. Was blieb, war ein langer, schmaler Raum mit nacktem Holzboden, an dessen Rändern zwanzig blecherne Kammeröfen aufgereiht standen, wie primitive Throne. "Keine Betten mehr", erklärte er Alex und Maik, während sie die letzten Matratzen hinausschleppten. "Wer schlafen will, schläft in seiner eigenen Sauce. Wer pissen oder scheißen will, macht es vor allen. Wir ziehen die Konsequenz. Absolute Transparenz."

Die Einladung war knapp, eine SMS an den erweiterten Kreis: "Die Grenze liegt im Auge des Betrachters. Der Schlaftrakt wird zum Schweinestall. Kommt nackt. Kommt durstig.Kommt voll."

Sie kamen. Mehr als je zuvor. Der Hauptraum war ein brodelnder Kessel aus nackter Haut und dampfendem Atem, doch die wahre Handlung verlagerte sich schnell in den Annex. Die Kamera folgte, auf einem neuen Stativ, das den gesamten langen Raum einfing.

Die ersten Stunden waren eine gewöhnliche Orgie aus Bier, Schnaps und schwitzenden Körpern. Maik, zum Mittelpunkt avanciert, ließ sich von drei Männern gleichzeitig begatten, vorn und hinten, während ein vierter ihm ständig Krüge dunkles Bier über den Kopf goss. "Fickt mich voll, ja, so, ihr Säue!", brüllte er, das Bier spülte ihm aus Nase und Mund, während sein Körper ein nasses, glucksendes Schlachtfeld war.

Aber dann wanderte der Fokus. Der Brauer, bleich und schwankend, stolperte vom Knäuel weg, presste eine Hand gegen seinen prall gefüllten Bauch. Sein Gesicht verzog sich. Er taumelte zu einem der Kammeröfen, knallte das blecherne Gefäß zwischen seine Füße. Dann, ohne sich umzusehen, ohne Scham, beugte er sich vor, die Hände auf die Knie gestützt.

Ein langer, gurgelnder Rülpser erschütterte ihn, gefolgt von einem explosiven Schwall halbverdauten Biers und Fleischbrocken. Der Strahl schlug klatschend in den leeren Topf, Spritzer tanzten bis zu seinen Waden hoch. Er würgte weiter, stöhnte, sein ganzer Körper krampfte sich zusammen, während er sich in zuckenden Stößen leerte. Die Kamera schwenkte langsam, nahm das grün-gelbe Gemisch in makelloser Schärfe auf, die Stücke unverdauter Wurst, den Schaum.

Ein Applaus brach los, hohl und grölend. "Weiter so, Brauer! Zeig's dem Fass!"

Das schien ein Signal zu sein. Es war, als hätte sich ein Pfropfen gelöst. Ein kollektives Erbrechen brach aus. Männer, von Alkohol und Völlerei geschwächt, wankten zu den Töpfen, knieten nieder oder blieben einfach stehen, und kotzten sich die Seele aus dem Leib. Der Raum füllte sich mit dem beißenden, säuerlichen Geruch von Mageninhalt, einem scharfen Kontrapunkt zum süßlichen Sperma-Dunst.

Alex, von Leon an die Wand gedrückt, wurde von einem blonden, bärtigen Mann genommen, der ihm hart und mechanisch in den Arsch stieß. Jeder Stoß drückte Alex' Gesicht gegen die kühle Wand. Vor ihm, nicht zwei Meter entfernt, hockte "Kesselflicker" über einem Topf, sein Gesicht in angestrengter Verzückung. Ein dumpfes, platschenes Geräusch war zu hören, gefolgt von einem langen, seufzenden Stöhnen der Erleichterung. Der faulige, erdige Gestank von menschlicher Fäkalien mischte sich in die bereits komplexe Luft.

"Sieh dir das an, du kleine Fotze", keuchte der Mann hinter Alex, seine Hände gruben sich in Alex' Hüften. "Sieh dir an, wie der Mann da hinten seinen Dreck lässt. Gleich machst du das auch. Ich fick es aus dir raus."

Die Drohung war real. Der Druck im eigenen Darm, verstärkt durch den brutalen Rhythmus des Eindringlings, wurde zu einem drängenden, unerträglichen Gefühl. Alex wandte das Gesicht ab, presste die Stirn gegen das Holz. Aber er konnte es nicht ignorieren. Sein Blick fiel auf einen anderen Gast, der, völlig betrunken, mit heruntergelassener Hose vor einem Topf stand und einen hohen, klaren Bogen Urin pinkelte, der melodisch in das Blech trommelte. Der Mann lachte dumm, zielte dann scherzhaft auf den Fuß seines Nachbarn, der gerade dabei war, sich zu übergeben.

Es war Chaos. Primitive, sinnbefreite Entleerung. Keine Praktiken, keine Maschinen. Nur die basale, ungeschminkte Realität übervoller, vergifteter Körper, die sich auf jede erdenkliche Weise entluden. Der Boden war bald mit Pfützen von Erbrochenem, Urin und verschüttetem Bier überzogen, in dem nackte Füße ausrutschten.

"Kamera auf den Gang!", brüllte Leon, der selbst einen Krümel Koks von seinem Handrücken schnupfte, seine Augen waren scharf und hell. "Großaufnahme!"

Der Kameramann, ein schweigsamer, dünner Mann, den sie für diesen Abend angeheuert hatten, schwenkte. Ein junger, schlanker Gast, kaum zwanzig, lag auf der Seite, kauerte über einem Topf. Sein Körper wurde von trockenen Würgen geschüttelt, aber nichts kam mehr. Stattdessen zuckte sein Unterleib, und mit einem weichen, feuchten Geräusch entleerte er seinen Darm in rinnenden, dünnen Stühlen direkt vor die Linse. Sein Gesicht war eine Maske aus Tränen und Erschöpfung. Es war nicht lustvoll. Es war einfach nur Ende.

Irgendwann, tief in der Nacht, war die Energie gewandert. Die sexuelle Lust war verbrannt, ersetzt durch eine träge, kollektive Katatonie. Männer lagen auf dem dreckigen Boden, aneinander gekuschelt oder verlassen, schliefen in der widerlichen Wärme ihrer eigenen Ausscheidungen. Das Schnarchen konkurrierte mit dem letzten, röchelnden Würgen derer, deren Körper immer noch nicht fertig waren. Die Kamera, immer noch laufend, schwenzte über diese Landschaft der Niederlage.

Leon stand in der Tür zum Hauptraum, eine Zigarette in der schlaffen Hand. Der raue Tabak überdeckte den Geruch nicht, er setzte sich nur obendrauf. Maik kam zu ihm, triefend nass, eine frische, gelbe Pfütze an seinem rechten Fuß. Sein Blick war leer. "Das war... intensiv."Ja."

"Denkst du, es ist laut genug?" Maiks Stimme war ein heiseres Flüstern.

Leon zog an der Zigarette, ließ den Rauch langsam entweichen. Seine Augen blieben auf Alex gerichtet, der allein in einer Ecke saß, den Rücken gegen die verschmierte Wand gelehnt. Alex starrte auf seine eigenen Hände, die in seinem Schoß lagen, bedeckt mit getrocknetem Speichel und etwas, das wie Kot aussah. Er rührte sich nicht.

Hinter ihnen, im Annex, begann jemand zu weinen. Es war ein leises, verzweifeltes Schluchzen, das sich durch das Stöhnen und Schnarchen fraß. Es war der junge Gast, der sich vor der Kamera entleert hatte.

"Nein", sagte Leon schließlich, seine Stimme war wie das Kratzen seiner Zigarette auf dem Türrahmen, als er sie ausdrückte. "Aber es ist ein Anfang. Wir machen weiter. Nächste Woche.Immer weiter."

Er warf den Stummel in eine nahezu volle Kammerfüllung, die jemand in die Ecke gestellt hatte. Sie zischte leise auf, als sie in die gelbe Flüssigkeit eintauchte und erlosch.

Der Gestank würde noch wochenlang in den Balken hängen.

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