Cover of The Deepest Dive

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A story about two chubby boys (otters in gay terms) in their mid twenties (at least 2500 words) about how they meet and them having sex (being as detailed and explicit as possible)

Chapter 139: Chapter 139

Er wachte mit einem Schädel auf, der sich anfühlte, als würde er von innen mit stumpfen Nägeln bearbeitet. Das Licht, das durch das schmutzige Fenster fiel, war grausam. Unter ihm war die Matratze feucht und roch nach Desinfektionsmittel und alter Kotze. Seine eigenen Klamotten, steif und übelriechend, lagen verstreut. Er starrte zur Decke, den Mund von einer säuerlichen, vergorenen Patina überzogen. Langsam, unter Qualen, setzte er sich auf.

Der Flur roch nach abgestandenem Bier und ranziger Pizza. Ein Müllsack hatte sich in der Nacht geöffnet und verteilte Chipstüten und leere Dosen wie eine Trauerfeier. Mika lag immer noch auf dem Küchenboden, jetzt in fetaler Position. Leon saß mit aschfahler Haut am Küchentisch und trank Wasser aus einer Karaffe, die Hände zitterten. Seine Haare waren fettig, sein dünner Körper in einem zu großen Bandshirt schien zu schrumpfen.

„Gott,“ krächzte Alex. Seine Stimme war weg.

Leon nicktte langsam. „Willkommen im Leben.“

Die darauffolgenden Tage waren eine Übung im Überleben. Sie lüfteten, wischten die klebrigen Böden, trugen Müll heraus. Alex’ Körper, der immer weich und rundlich gewesen war, fühlte sich nun wie ein fremder, vergifteter Sack an. Sein Bauch spannte über dem Bund seiner Jogginghosen. Sie aßen nichts, was nicht fade war. Die Gespräche waren monosyllabisch, funktional. Eine schüchterne Gemeinschaft aus Leidensgenossen.

Am Freitag schlug Sophie vor, es noch einmal zu versuchen. „Aber kontrolliert. Ein paar Bier. Nur wir. Zum Kennenlernen.“ Ihre Augen, noch immer von der letzten Nacht gezeichnet, flehten um Normalität.

Es begann harmlos. Zwei Flaschenbilligwein, getrunken aus sauberen Gläsern. Musik auf leiser Stufe. Sie saßen auf dem abgewetzten Teppich im Wohnzimmer, ein Kartenspiel zwischen sich. Alex spürte, wie der Alkohol diesmal anders wirkte, ein weiches, warmes Gleitmittel für die Unterhaltung. Leon, der schmächtige, sprach über sein BWL-Studium und wie sehr er seinen Vater enttäuschte. Mika, massig und mit einem zerfurchten Gesicht, gestand seine Angst vor den Maschinenbau-Mathematikklausuren. Sophie, deren Kurven unter einem weiten Pullover verschwanden, lachte zu laut und berührte Alex’ Arm zu häufig.

Finn holte eine leere Flasche aus dem Kühlschrank. „Wir sind doch jung, oder? Spielen wir was Junges.“

Das Drehen der Flasche war albern, dann aufregend, dann intensiv. Sie landete auf Mika, dann auf Sophie, einen kurzen, lachenden Kuss. Dann auf Finn selbst, der sich theatralisch selbst küsste. Die Atmosphäre kippte, wurde elektrisch und dicht. Alex spürte den Wein in seinem Kopf summen. Die Flasche drehte sich wieder, schneller, ein wirbelndes Glasgrün auf dem abgenutzten Teppichmuster.

Sie verlangsamte sich. Zeigte auf ihn.

Dann glitt sie weiter, zögerlich, und kam vor Leon zum Stillstand.

Alles Lachen erstarb. Leon sah Alex an. Seine Augen waren dunkel, die Pupillen weit vom Wein. Sein Gesicht, mit leichter Aknenarbung auf den Wangen, war angespannt. Alex spürte, wie sein eigenes, rundliches Gesicht heiß wurde. Die Erinnerung an die Geräusche durch die Decke, das Würgen, die schamlose Intimität seiner Väter, schoss ihm durch den Kopf.

„Na komm schon,“ murmelte Mika. „Regeln sind Regeln.“

Leon beugte sich vor. Sein Atem roch nach Rotwein und einer Spur von Zahnpasta. Alex bewegte sich nicht. Ihre Lippen berührten sich. Es war trocken, kurz, ein statischer Schlag. Leon zog sich sofort zurück. Aber etwas war passiert. Eine Schaltung war geschlossen. Die Luft war weg. Das Spiel war vorbei.

Eine Stunde später war Alex allein auf dem engen Balkon, die kalte Nachtluft auf seiner glühenden Haut. Die Tür hinter ihm öffnete sich. Leon trat heraus, in nur einem dünnen Hemd, seine Arme mit einer Gänsehaut überzogen.

„Alles okay?“ fragte Leon. Seine Stimme war leise.

Alex zuckte mit den Schultern. „Weiß nicht.“

„Der Kuss. Hat der dich… gestresst?“

„Keine Ahnung.“

Leon lehnte sich neben ihn auf das Geländer. Seine Schulter berührte kurz Alex’ Arm. „Bist du schwul?“

Die Frage hing in der kalten Luft. Alex sah auf seine eigenen Hände, die dicken Finger, die Speckfalten an seinem Handgelenk. Er dachte an Sophie in der dunklen Gasse, das feuchte Knirschen, die leere Gleichgültigkeit danach. Er dachte an die dumpfen Stöße durch seine Kinderzimmerdecke.

„Weiß ich nicht,“ gab er schließlich zu. Die Worte fühlten sich wie ein Verrat an.

Leon nicktte, als ob das die einzig wahre Antwort wäre. „Komm rein. Es zieht.“

Sie gingen nicht ins Wohnzimmer zurück. Leon ging zu seiner eigenen Zimmertür und hielt sie auf. Ein kurzes, infinitesimales Zögern. Dann trat Alex ein.

Das Zimmer war erbärmlich ordentlich. Ein schmales Bett, ein makelloser Schreibtisch, Bücher sauber gestapelt. Im Kontrast zu Alex’ eigenem Chaos war es wie eine Zelle. Leon schloss die Tür. Der Lärm der anderen war plötzlich nur noch ein gedämpftes Gemurmel.

„Ich denke, ich bin es,“ sagte Leon, ohne sich umzudrehen. „Schwul. Um das klarzustellen.“

Er drehte sich um. Sein Gesicht war offen, verletzlich. Alex verstand. Das war ein Angebot. Eine Möglichkeit. Sein Herz hämmerte gegen seine Rippen, eine betäubende Trommel in seiner Brust. Er trat vor, unsicher, sein massiger Körper fühlte sich plötzlich ungeschickt und fremd an.

Sie küssten sich wieder. Diesmal war es nicht trocken. Leon öffnete seinen Mund. Seine Zunge berührte Alex’ Lippen, tastend, vorsichtig. Alex erwiderte den Druck, öffnete sich. Der Geschmack war anders als bei Sophie, nicht süß, sondern bitter und aufregend. Seine Hände fanden Leons schmale Hüften, griffen den Stoff seines Hemdes. Er zog ihn näher, spürte die Knochen unter seiner Handfläche, die Zerbrechlichkeit.

Leon löste sich, atmete keuchend. „Okay,“ flüsterte er. „Okay.“

Er knöpfte sein Hemd auf, warf es zur Seite. Sein Oberkörper war schmal, fast knabenhaft, mit einem dunklen Haarpflaum auf der Brust. Seine Brustwarzen waren hart in der kühlen Luft. Er legte die Hände auf Alex’ Bauch, auf das weiche Fett über seinem Hemd, und zog das Material nach oben.

Alex ließ es geschehen. Sein Oberkörper war entblößt, seine eigenen Brüste, fett und behaart, seine blassen, schweren Ringe. Er erwartete Abscheu, eine Abwendung. Stattdessen beugte sich Leon vor und leckte über eine seiner Brustwarzen. Die Zunge war heiß, feucht. Ein elektrischer Schock jagte durch Alex’ Bauch bis in seinen Schwanz, der sofort hart wurde und sich in seiner Hose eindrückte.

„Scheiße,“ stöhnte Alex.

Leon kniete sich hin, seine Hände öffneten Alex’ Jeansknopf, zogen den Reißverschluss herunter. Die Luft war kühl auf seiner erhitzten Haut. Leon zog Alex’ Boxershorts herunter, und sein Schwanz sprang hervor, dick und gerade, die Eichel schon feucht. Leon starrte ihn einen Moment an, sein Ausdruck war eine Mischung aus Faszination und Angst.

Dann beugte er sich vor und nahm ihn in den Mund.

Es war nicht wie in den Filmen. Es war roh, ungeschliffen. Leons Zähne streiften ihn, sein Mund war zu trocken, dann zu nass. Aber die Hitze, die unglaubliche, umschließende Hitze, ließ Alex stöhnen. Er legte die Hände auf Leons Kopf, in die fettigen Haare, und hielt ihn nicht sanft. Seine Hüften begannen sich zu bewegen, einen kurzen, stoßenden Rhythmus vorzugeben. Er schob sich tiefer in Leons Mund, bis er würgen hörte.

„So,“ keuchte Alex, die Worte kamen aus einer dunklen, unbekannten Ecke in ihm. „Nimm das, du Schwuchtel.“

Leon hörte nicht auf. Seine Hand wanderte zu seinem eigenen Schritt, knöpfte sich auf. Alex sah hinunter. Leons eigener Schwanz war klein, dünn, krümmte sich steif aus einem dunklen Büschel. Er wichste sich, während er weiter an Alex lutschte, sein Stöhnen vibrierte um Alex’ Schaft.

Die Anspannung kochte in Alex’ Unterleib, ein siedender Druck. Er zog brutal an Leons Haaren, riss seinen Kopf zurück. „Ich komme,“ knurrte er. Er richtete seinen Schwanz auf Leons Gesicht, auf seine offenen Lippen, seine geschlossenen Augen. Der Orgasmus traf ihn mit der Wucht eines körperlichen Schlags. Weiße Ströme spritzten über Leons Wange, seine Nase, tropften in seinen offenen Mund.

Leon stöhnte auf, sein ganzer Körper zuckte, und sein eigenes Sperma schoss in dünnen, klaren Bändern über seinen Bauch und auf den Boden zwischen seinen Knien.

Für einen langen Moment war nur das keuchende Atmen zu hören. Der Geruch von Sperma und Schweiß füllte den engen Raum. Alex’ Schwanz sackte erschlafft ab, klebte an seiner Haut. Er sah auf Leon herab, der dort kauerte, sein Gesicht mit Alex’ Samen verschmiert, sein eigener Bauch beschmutzt. Es war hässlich. Es war ekelerregend. Es war das Aufregendste, was er je gesehen hatte.

Leon wischte sich mit dem Handrücken über das Auge. „Fuck.“

Alex sank neben ihn auf den Boden, seine Beine gaben nach. Sein Rücken ruhte gegen die Bettkante. Die Kälte des Linoleums drang durch seine Hose. Leon ließ sich neben ihn fallen, sein Kopf landete an Alex’ Schulter. Sie blieben so sitzen, nackt von der Taille abwärts, ihre Unterhosen um ihre Knöchel, ihr Atem beruhigte sich langsam zu einem synchronen Rhythmus. Alex hob einen schweren Arm und legte ihn um Leons schmale, zitternde Schultern.

Sie redeten nicht. Sie standen nicht auf. Alex’ Hemd war noch hochgeschoben, sein Bauch blosgestellt, kühl werdend. Leon wischte sich nicht sauber. Mit der Zeit trocknete die feuchne Kälte auf ihrer Haut. Ihre Augenlider wurden schwer.

Sie krochen, ohne ein Wort zu sagen, unter die Decke auf Leons schmalem Bett. Ihre Körper verschränkten sich notgedrungen, Beine verhakten sich, Arme lagen über Brustkörben. Alex’ Gesicht roch nach Leons Shampoo. Leons Atem fächelte über Alex’ Brust. Die klebrige Feuchtigkeit auf ihren Bäuchen, ihre Brust, trocknete zu einer krustigen Schicht zusammen.

Alex schlief ein, während er den silbernen Umriss des USB-Sticks spürte, der noch immer, jetzt trocken und sauber, in der Brusttasche seiner am Boden verworfenen Jeansjacke steckte. Das letzte Bewusstseinsfaden war das Gefühl von Leons Knie in seiner Kniekehle und der erste eigene Gedanke, der nicht nach Frage klang: Vielleicht.

Das letzte, was er dachte, bevor die Dunkelheit ihn mitriss, war, dass sein leeres Erbstück jetzt in Pisse lag.

Er erwachte mit einem Geschmack wie rostigen Nägeln und verfaultem Fleisch im Mund. Sein Kopf war ein einziger, pochender Druckpunkt. Licht schnitt durch die nicht vollständig geschlossene Jalousie und traf ihn wie eine körperliche Gewalt. Er stöhnte, rollte sich auf die Seite und spürte sofort die krustige, kalte Masse, in der er lag. Er hatte in seine eigenen Klamotten gekotzt. Der Geruch, süßlich-sauer und metallisch, ließ ihm die Galle in der Kehle hochsteigen. Mit einem ruckartigen Schwung setzte er sich auf, der Raum drehte sich. Da lag es, das silberne Ding, halb aus der feuchten Tasche seiner Jeansjacke geglitscht, bedeckt mit einem schillernden Film aus Vomit und Bier.

„Scheiße,“ krächzte er. Seine Stimme war fremd.

Er wankte zum Waschbecken auf dem Flur, spülte den Stick unter lauwarmem Wasser ab, rieb ihn mit den Händen ab. Sein Spiegelbild war gräulich, geschwollen, die Augen von zerplatzten Äderchen durchzogen. Er sah aus wie sein Vater Jonah nach einer schlechten Nacht, ein Gedanke, der ihn mit einer plötzlichen Welle von Einsamkeit überrollte. Er stopfte den sauberen, noch nassen Stick zurück in seine Tasche. Seine Klamotten zog er aus und ließ den stinkenden Haufen in einer Ecke seines Zimmers liegen. Unter der eiskalten Dusche stand er minutenlang reglos da, ließ das Wasser über seinen korpulenten Körper strömen, über den weichen Bauch, die vollen Oberschenkel, die jetzt zitterten. Er hatte kein Handtuch. Er lief tropfend, nackt und fröstelnd durch den leeren Flur zurück in sein Zimmer.

Die nächsten Tage waren eine Anpassung an den Lärm und das Chaos von fünf Fremden. Leon, der BWLer, war schlaksig und nervös, mit rastlosen Händen und einem Haaransatz, der schon früh zurückwich. Sophie war klein, schnörkellos und praktisch, mit starken Armen aus ihrem Job im Lager. Finn, der Medienstudent, war dürr wie ein Vogel, mit einer Tätowierung von einem U-Boot um sein Handgelenk. Mika, der Maschinenbauer, war der Kräftigste von ihnen, mit einem breiten Kreuz und den abgehackten Bewegungen eines Ex-Fußballers. Und dann Alex selbst, sein Körper weich und ohne definitive Kanten, ein sanfter Berg aus Fleisch und verunsichertem Grübeln.

Die anfängliche Höflichkeit zerbröselte schnell unter dem Druck von gemeinsamem Müll, nicht gekauften Klopapierrollen und der monumentalen Schweigewolke, die über Mikkas angebrannten Pfannkuchen lag. Am fünften Abend, nach einer besonders trostlosen Tiefkühlpizza, holte Sophie eine leere Flasche Fusel vom Boden des Kühlschranks. „So geht das nicht weiter. Wir müssen uns irgendwie… ent-spannen.“ Sie stellte die Flasche mit einem dumpfen Knall in die Mitte des wackeligen Küchentischs. „Oder wenigstens besaufen.“

Das Spiel war kindisch und dumm. Flasche drehen. Die Regeln waren schnell etabliert: Wahrheit oder Pflicht, Auf Wiedersehen sagen zu Wahrheit führte zu einem Zwangsschluck aus der abscheulichen, zitronigen Schnapsbrühe. Alex, dessen Körper noch von der letzten Orgie geschmerzt hatte, wählte immer Pflicht. Er musste für eine Minute den Müll hinausbringen, nur mit einer Decke um die Hüfte. Er musste den hässlichsten Mitbewohner anrufen, den er kannte, und ihm ein Kompliment machen. Die Stimmung lockerte sich, wurde lauter, klebriger von verschüttetem Bier.

Die Flasche zeigte auf Finn. „Wahrheit,“ sagte Finn mit einem leeren Lächeln.

„Hast du jemals was mit einem Typen gehabt?“ fragte Mika sofort, sein Blick war neugierig und offen.

Finn zuckte mit den Schultern. „Einmal, auf ‘nem Festival. War okay. Nichts besonderes.“ Die Flasche drehte sich weiter.

Sie zeigte auf Alex. Sein Magen zog sich zusammen. Die Worte waren schon auf seinen Lippen. „Pflicht.“

Leon drehte die Flasche. Sie kreiste, schwankte und kam langsamer werdend zum Stillstand. Ihre Öffnung zeigte direkt auf Leon selbst. Das Tischgemecker war einstimmig. „Muss neu gedreht werden!“ „Das zählt nicht!“ Sophie grinste. „Zählt schon. Selbstpick. Wahrheit oder Pflicht, Leon?“

Leon sah Alex an. Seine Augen, ein helles Graublau, funkelten im gelblichen Licht der Küchenlampe. Er wirkte nüchterner als die anderen. „Pflicht,“ sagte er klar.

„Dann küss ihn,“ sagte Mika und zeigte mit dem Daumen auf Alex. Ein betrunkenes Lachen ging durch die Runde, aber es war nicht böse. Es war neugierig.

Die Luft wurde dick. Alex spürte, wie sein Gesicht heiß wurde. Er hatte Sophie geküsst, gegen eine Mauer gepresst. Das war eine Sache. Das hier war etwas anderes. Ein Auftrag. Eine Performance. Leon stand auf, sein schlaksiger Schatten fiel über Alex. Er roch nach dem gleichen billigen Duschgel wie alle, aber auch nach trockenem Schweiß und etwas Metallischem. Er beugte sich herab. Seine Hand legte sich, vorsichtig, fast klinisch, an Alex’ Wange. Die Berührung war elektrisch.

Der Kuss war trocken. Geschlossene Lippen. Ein kurzer, fester Druck, der kaum eine Sekunde dauerte. Leon zog sich zurück. Einige johlten. Sophie pfiff. Alex blieb regungslos sitzen. Sein Mund kribbelte. Das Spiel ging weiter, aber seine Aufmerksamkeit war ein schmaler Tunnel, der direkt auf Leon gerichtet war. Er beobachtete, wie Leon trank, wie er lachte, wie seine Adamsapfel in seinem dünnen Hals auf und ab hüpfte. Eine unerklärliche Hitze, anders als die Betrunkenheit, sammelte sich in seinem Unterleib.

Gegen zwei Uhr morgens war die Party auf Leons Zimmer übergesiedelt, weil es das größte war und einen Teppichboden hatte. Mika schnarchte in einer Ecke, sein Gesicht in ein Kissen vergraben. Sophie und Finn waren verschwunden, ihre gedämpften Kichergeräusche waren aus ihrem Zimmer zu hören. Auf dem Boden saßen nur noch Alex und Leon, lehnten an der Bettkante, das letzte Bier zwischen ihnen.

Die Stille war anders. Fokussiert. Leon nahm einen Schluck aus der Flasche, wischte sich den Mund mit dem Handrücken ab. Sein Blick wanderte zu Alex, zu seinen vollen Lippen, seinem weichen Kinn.

„Dieser Kuss,“ sagte Leon, seine Stimme war leise, fast für sich selbst. „Hat der was bei dir ausgelöst?“

Alex zuckte mit den Schultern. Sein Herz hämmerte gegen seine Rippen. „Weiß nicht.“

„Du weißt nicht viel, was?“

„Fick dich.“ Das kam heraus, ohne Biss, nur eine stumpfe Abwehr.

Leon lächelte, ein schiefes, nicht ganz fröhliches Grinsen. „Ist das ein Angebot?“ Er bewegte sich nicht. Er wartete. Seine Augen, diese hellen Augen, scannten Alex’ Gesicht, sein Zögern, seine Fettpolster, seine Unsicherheit.

Etwas in Alex brach. Ein Damm aus Alkohol, Einsamkeit und der tausendfach ungehörten Frage. Er beugte sich vor. Dieses Mal war der Kuss nicht trocken. Er war feucht, unsicher, voller Zungen und Zähne, die kurz aneinander schliffen. Leon erwiderte ihn sofort, eine Hand grub sich in Alex’ fülliges Haar, die andere legte sich schwer auf seinen Oberschenkel, drückte durch die Jeans.

„Bist du schwul?“ hauchte Leon zwischen zwei Küssen, sein Atem war heiß und nach Bier.

„Keine Ahnung,“ keuchte Alex zurück, seine Hände zitterten, als sie unter Leons Shirt fuhren, über die flache, muskulöse Brust, über die empfindlichen Brustwarzen. „Ist das jetzt wichtig?“

„Nein,“ sagte Leon und kippte Alex rücklings auf den Teppich. Sein Körper war lang und drahtig, er legte sich auf ihn, presste ihn in den weichen Teppich. Alex spürte das Gewicht, die Knochen, die anders waren als Sophies Kurven. Es war neu. Es war aufregend. Ihre Hüften schoben sich aneinander, ihre Erregung war durch den Stoff ihrer Jeans deutlich zu spüren, zwei harte Linien gegeneinander gedrückt. Leon knöpfte Alex’ Jeans auf, knallte den Reißverschluss herunter. Seine Hand grub sich hinein, umschloss Alex’ Schwanz, der heiß und schwer und völlig steif war. Der Kontakt ließ Alex aufstöhnen, ein tiefer, kehliger Laut, der ihm selbst fremd vorkam.

Leon befreite auch seinen eigenen, schlanken, geraden Schwanz. Er rieb sie aneinander, ihre Vorhäute glitten aneinander vorbei, vermischten die ersten Tropfen Vorfrucht zu einer glänzenden, klebrigen Schicht. Es war ein rohes, primitives Reiben, unbeholfen und heftig. Ihre Stöße wurden schneller, unkoordinierter. Alex griff nach Leons Arsch, drückte ihre pelzigen Hoden zusammen, knetete das feste Fleisch. Leon stieß einen kurzen, abgehackten Laut aus und biss Alex sanft in die Schulter.

„Warte,“ keuchte Alex. Er rutschte nach unten, nahm Leons Schwanz in den Mund. Der Geschmack war salzig, bitter, männlich. Er hatte es noch nie gemacht. Er würgte, als Leon tief in seine Kehle stieß, aber er ließ es zu. Seine eigene Hand arbeitete hektisch an sich selbst, während er Leon blies. Die Welt schrumpfte auf dieses dunkle, überhitzte Zimmer, auf diesen Geruch von Schweiß und Sperma und staubigem Teppich.

Leon kam mit einem unterdrückten Schrei. Das warme, dicke Sperma spritzte in Alex’ Mund, auf seine Zunge, den Rachen hinunter. Er schluckte instinktiv, würgte, schluckte wieder. Gleichzeitig überrollte ihn seine eigene Ejakulation, ein heftiger, zuckender Strom, der über seinen Bauch und seine Hand schoss, warm und reichlich. Er kollabierte neben Leon auf den Teppich, keuchend, sein ganzer Körper zitterte vor Anspannung und Erschöpfung.

Sie lagen lange so da, ihre Atemzüge beruhigten sich langsam. Das schnarrende Geräusch von Mika in der Ecke füllte den Raum. Ohne ein Wort zu sagen, zog Leon Alex hoch, zum Bett. Sie krochen unter die Decke, nackt, ihre Körper mit getrocknetem Sperma und Schweiß verschmiert. Alex spürte die krustige Masse auf seinem Bauch, auf seiner Brust. Leon drehte sich um, sein Rücken gegen Alex’ breite Brust gepresst. Eine vertraute Geste in einer völlig fremden Situation.

„Bleib hier,“ murmelte Leon schon halb im Schlaf.

Alex lag wach und starrte in die Dunkelheit. Sein Erbstück, der Stick, lag in der feuchten Jeansjacke am Boden, fern von ihm. Sein Körper roch nach einem anderen Mann. In seinem Mund schmeckte es immer noch nach Salz und Bitterkeit. Er wusste keine Antworten. Nur die rohe, physische Gewissheit der Tat und die kühle, leere Form der Frage, die jetzt in ihm lebte.

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