Cover of The Deepest Dive

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A story about two chubby boys (otters in gay terms) in their mid twenties (at least 2500 words) about how they meet and them having sex (being as detailed and explicit as possible)

Chapter 178: Chapter 178

Die „Grundsolide Geselligkeiten“ etablierten sich im Zweiwochenrhythmus als feste Größe. Aus der ersten, schüchternen Versammlung wurde ein routinierter, geschäftlicher Ablauf, der zugleich immer ungezügelter wurde. Das Haus atmete nun im Takt dieser Feste. Eine Woche der Vorbereitung, des Einkaufens der massiven Mengen an Essen, des Reinigens und Aufpolierens der „Spielgeräte“. Dann die Party selbst, ein vierzehnstündiger Ausnahmezustand von Freitagabend bis in den samstäglichen Morgen. Und danach eine Woche des Abwaschs, der Reparaturen, der Nachbestellungen und einer seltsamen, fetten Erschöpfung, die in den Knochen und in den expandierenden Körpern saß.

Die Gästeliste war kuratiert, ein innerer Zirkel von etwa dreißig Stammkunden, die aus der gesamten Deutschschweiz anreisten. Sie kannten die Regeln: Diskretion war oberstes Gebot. Keine Fotos. Keine Namen. Nur die Szene-Nicknames. „Bärenkönig“. „Schwelgbauch“. „Der Vielfraß“. Die Dynamik hatte sich verschoben. Es ging nicht mehr darum, Ware zu zeigen. Es ging um die kollektive Ekstase. Das Haus selbst war zur Ware geworden, und Leon, Maik und Alex waren ihre lebenden, atmenden Exponate.

An diesem Freitag lag der Duft von geschmolzenem Käse und gebratenem Speck schon am Nachmittag wie eine Decke über dem Anwesen. Frau Steiner, deren Augen immer weiter wurden, je größer die Bestelllisten wurden, hantierte mit zwei Helfern in der Küche. Überall standen Schüsseln und Platten bereit.

Im Wohnzimmer war Maik damit beschäftigt, die neue „Futterrinne“ zu installieren, eine seiner ingenieursten Kreationen. Es war eine schräge, gepolsterte Holzrinne, die von einem erhöhten Podest direkt vor einen liegenden Körper führte. „So muss der Nehmer keinen Finger krümmen,“ erklärte er Alex, der neue Batterien in die ferngesteuerten Vibratoren lud. „Der Geber schüttet einfach die Sahne oder das Öl oder was auch immer rein, und es läuft direkt in den Mund. Effizient.“

Alex nickte zerstreut. Seine Hände zitterten leicht, wie immer am Partytag. Die Aufregung war ein nervöser Humus in seinem Magen, auf dem die Vorfreude wuchs. „Hast du den neuen, extra starken Schlauch für die Magenpumpe getestet?“

„Klappt perfekt. Macht aus einem flachen Bauch in zehn Minuten einen prallen Ball.“ Maik klopfte gegen seinen eigenen, unter dem weiten Tanktop deutlich wölbenden Bauch. „Wird heute Abend vorgeführt. Von mir. An dir.“

Ein scharfer Stich durchfuhr Alex, halb Angst, halb Lust. Er nickte nur.

Abends um acht begann das Gedränge. Die vertrauten Gesichter, die dicken, soliden Körper, das Knarren der Dielenbretter unter dem Gewicht. Die Begrüßungen waren knapp, ein Nicken, ein Klaps auf den speckigen Rücken. Die Roben und kragenlosen Hemden der Gäste öffneten sich schnell, prallten Bauch an Bauch. Die Luft wurde stickig, erfüllt vom Gemurmel hunderter Stimmen und dem fetten, süßen Dunst des Essens.

Leon, in seiner dunkelroten Seidenrobe, erhob ein Glas Burgunder. „Willkommen zur siebten Geselligkeit. Das Motto heute: Grenzen erforschen. Die neuen Geräte sind getestet. Unser Menü ist erweitert. Fangt an.“

Es war das Signal. Das Buffet wurde gestürmt. Aber heute standen nicht nur Teller bereit. An einer Station stand „Bärenkönig“, ein massiver Mann mit einem Bart wie ein Waldschrat, und ließ sich von einem schmächtigen Chaser namens „Silberfuchs“ flüssige Schokolade direkt aus einer Kelle in den geöffneten Mund gießen. Das braune Zeug lief über seine Kinnbacken, tropfte auf seine behaarte, gewaltige Brust. Stöhnen des Genusses.

An der „Futterrinne“ lag bereits „Schwelgbauch“ auf dem Podest, den Kopf tief in den Nacken gelegt. Über ihm stand Maik, nun nur noch in einer speckigen Lederhose, die an den Seiten aufgeschnitten war, um seinem eigenen Wachstum Platz zu bieten. In seinen Händen hielt er einen großen Krug mit warmer Vanillesauce. „Sag Ahhh.“

„Aaaaaah,“ gurgelte Schwelgbauch, sein Mund ein fleischiger Trichter.

Maik kippte den Krug. Ein cremiger, weißer Strom ergoss sich in den offenen Schlund, lief über, spülte über das Gesicht, spritzte auf die nackte, wogende Brust. Schwelgbauch schluckte gierig, würgte, schluckte weiter. Seine Hände kneteten seinen sich blähenden Bauch, der unter der Sauce glänzte wie ein frisch gefundener Mond.

Alex beobachtete, fasziniert und erregt. Dann spürte er eine Hand an seinem Hintern, die ihn aus seiner weichen Jogginghose zerrte. Es war „Der Vielfraß“, ein mittelalterlicher Mann mit gierigen Augen und erstaunlich geschickten Fingern. „Du bist dran, Kleiner. Zeig mir die neue Pumpe.“

Sie zogen sich in eine Ecke zurück, wo die Ausrüstung lag. Alex ließ sich auf einen breiten, niedrigen Hocker fallen. Der Vielfraß kniete vor ihm, bestrich Alex’ bereits weichen, runden Bauch mit kaltem Gleitgel. Dann setzte er den trichterförmigen Aufsatz der Pumpe an, ein weicher Silikonrand, der sich über Alex’ Nabel legte. Er begann zu pumpen. Ein zischendes, saugendes Geräusch.

Alex spürte, wie der Druck von außen kam. Sein Bauch, passiv und fett, begann sich unter dem Sog nach außen zu wölben. Es war kein schmerzhaftes Gefühl, eher ein tiefes, unnatürliches Dehnen. Sein Haut spannte, wurde glatt und prall wie ein Ballon. Er stöhnte, lehnte sich zurück. Der Vielfraß starrte, völlig versunken, auf das wachsende Gewölbe, pumpte unerbittlich weiter.

„So schön,“ flüsterte der Vielfraß. „So prall und voll. Noch mehr. Nimm es an.“

Alex’ Bauch wölbte sich weiter vor, ein groteskes, schimmerndes Kuppeldach aus Fleisch. Er fühlte sich unglaublich schwer, aufgebläht, permanent. Sein Atem ging flach. Seine Hose spannte über seiner jetzt monströsen Wölbung. Die Welt schrumpfte auf dieses Gefühl von vollkommener, aufgezwungener Fülle.

Plötzlich war Leon da. Er stand hinter dem Vielfraß, seine Robe offen, sein schwerer Schwanz steif. „Das reicht,“ sagte er ruhig. „Jetzt ist er bereit.“

Der Vielfraß hörte auf zu pumpen, löste vorsichtig den Aufsatz. Alex’ Bauch blieb wie festgefroren in dieser unmöglichen Ausdehnung, ein glänzender, gelartiger Berg. Jede Bewegung war eine sanfte, wogende Erschütterung.

Leon zog Alex vom Hocker, drehte ihn so, dass sein aufgepumpter Bauch über der Armlehne eines massiven Sofas lag, sein Arsch in der Luft. Das Gewicht seines eigenen Bauches drückte ihn tief in die Polsterung. „Du bist heute die Vorführfläche,“ sagte Leon zu Alex. Dann blickte er in die Runde. „Wer möchte die neuen, extra-weiten Plug-Kolben testen? Sie sind für solche… erweiterten Umstände designed.“

Zwei Männer traten vor, schon erregt. Einer von ihnen, „Eisenbauch“, hielt eines der neuen Spielzeuge in der Hand: einen riesigen, schwarzen Silikon-Kolben mit einem Durchmesser, der Alex den Atem stocken ließ.

„Nein,“ hauchte Alex, aber sein Protest war kraftlos, erstickt von der eigenen Masse.

Leon öffnete eine Flasche Gleitgel und goss sie großzügig über Alex’ gespreizte Backen und auf den monströsen Plug. „Mach schon. Langsam. Zeig uns, was er halten kann.“

Eisenbauch kniete sich hin, setzte die glibberige, schwarze Spitze an. Der Druck war sofort enorm, ein breites, unnachgiebiges Vordringen, das Alex’ letzte Enge brutal aufdrückte. Alex schrie, ein hohes, verzweifeltes Kreischen, das im Partygetümmel unterging. Der Kolben war zu viel, viel zu viel, aber er bewegte sich dennoch, Zentimeter um Zentimeter, getrieben von Eisenbauchs stählernen Armen.

„Gott, sieh dir das an,“ keuchte jemand. „Das Loch dehnt sich wie nichts.“

Es fühlte sich an, als würde sein Becken auseinanderbrechen. Der Schmerz war ein weißes, reines Feuer. Doch gleichzeitig, tief in seinem aufgeblähten Bauch, spürte er ein fremdes, widerliches Pochen. Die Füllung von außen traf auf die gewaltsame Invasion von innen. Sein Geist löste sich auf, zerfiel in empfangende Empfindungslosigkeit.

Als der Kolben mit einem letzten, schmatzenden Rutsch ganz verschwand, brach Alex in ein schluchzendes, hysterisches Lachen aus. Er war vollgestopft. Ausgefüllt. Zu jedem Ende hin gespreizt.

Eisenbauch zog langsam wieder raus, bis nur die knaufartige Basis sichtbar war, die wie ein monströser Stöpsel in Alex’ zerstörtem Loch saß. „Perfekt sitzt er.“

Leon lächelte, ein kaltes, geschäftiges Lächeln. „Excellent. Die Ware hält, was sie verspricht.“ Dann wandte er sich an die gaffende Menge. „Das war die passive Demonstration. Jetzt kommt die aktive Komponente.“

Er winkte Maik heran, der noch immer glänzte von der Vanillesauce. Maiks Augen waren glasig vor Essen und Lust. „Komm, du fettes Schwein,“ knurrte Leon. „Zeig ihnen, was du mit so einem vorbereiteten Stück anfangen kannst.“

Maik verstand. Er schob Eisenbauch beiseite, stellte sich hinter Alex. Er brauchte kein Gleitgel mehr. Alex’ Loch war eine gleitende, offene Höhle. Maik rammte seinen eigenen, dicken, harten Schwanz mit einem einzigen, brutalen Stoß bis zum Anschlag hinein.

Alex konnte keinen Laut mehr von sich geben. Sein Körper wurde vor und zurück geschoben, sein aufgepumpter Bauch wogte und schlug gegen die Sofalehne. Maik packte ihn an den Hüften, seine Finger gruben sich in das weiche Fleisch, und begann ihn zu ficken, nicht mit einem Rhythmus, sondern mit einer animalischen, stoßenden Wut. Jeder Stoß drückte den inneren Kolben noch tiefer, verstärkte das Gefühl absoluter Verstopfung.

„Fick ihn! Fick das enge, fette Loch kaputt!“ brüllte jemand aus der Menge.

Maik stieß schneller, heftiger, sein Bauch klatschte gegen Alex’ vorgewölbten Hintern. Das Geräusch war nass, klatschend, obscön. Der Raum drehte sich um Alex, ein Karussell aus schwitzenden Gesichtern, gierigen Blicken, dem Gestank von Sperma, Schweiß und verdautem Essen.

Maiks Stöße wurden unregelmäßig, hektisch. Er kam mit einem Brüllen, das mehr nach Wut als nach Lust klang, und spritzte tief in Alex’ bereits überfülltes Innere. Er zog sich raus, taumelte zurück, sein Schwanz tropfte.

Alex blieb liegen, eine leblose, gefüllte Puppe, aus deren geöffnetem Arsch zwei verschiedene Flüssigkeiten langsam herausliefen. Der schwarze Silikonstöpsel hielt alles andere zurück, ein makabrer Korken.

Die Party tobte weiter um ihn herum. Er hörte das Gurgeln der Futterrinne, das stöhnende Schlucken, das Klatschen von Fleisch auf Fleisch. Sein Blick fiel auf Leon, der in einer Ecke stand und mit „Bärenkönig“ sprach. Sie tauschten kein Geld, aber Leon nickte ernst, und Bärenkönig schrieb etwas in ein kleines Notizbuch. Ein Geschäft. Immer ein Geschäft.

Dann verdunkelte sich etwas vor ihm. Der Vielfraß war zurück. In seinen Händen hielt er eine lange, flexible Sonde, die an eine milchige Flasche angeschlossen war. „Der Abend ist noch nicht vorbei, Kleiner,“ sagte er leise. „Jetzt kommt der Hauptgang. Direkt in den Tank.“

Alex wollte protestieren, aber er hatte keine Stimme mehr. Der Vielfraß kniete sich hin, fummelte vorsichtig den schwarzen Kolben aus Alex’ wundem Loch. Ein Schwall von Flüssigkeiten ergoss sich heiß auf das Sofa. Dann setzte der Vielfraß die stumpfe Spitze der Sonde an.

„Das ist eine spezielle Nährlösung. Sehr kalorienreich. Sehr sättigend.“ Er schob die Sonde langsam hinein, immer weiter, durch den bereits geschundenen Kanal, tief in Alex’ Inneres hinein. Alex spürte, wie das kalte, flexible Rohr in ihm verschwand, ein gefühlloses Eindringen, das weiter ging, als es natürlich möglich sein sollte.

Dann öffnete der Vielfraß das Ventil.

Ein Strom warmer, süßlicher Flüssigkeit floss in ihn. Es war kein angenehmes Gefühl. Es war die gefühlte, direkte Umsetzung von Füllung. Sein erschlaffter, aber immer noch aufgepumpter Bauch begann sich von innen zu spannen. Ein dumpfer, tiefer Druck breitete sich aus. Der Vielfraß beobachtete fasziniert, wie Alex’ Mitte sich langsam, unaufhaltsam weiter ausdehnte. Die Haut, schon straff gespannt, wurde dünn, fast transparent, das Netz blauer Adern darunter deutlich sichtbar.

„So schön,“ flüsterte der Vielfraß und strich über den prallen, warmen Berg. „Jetzt bist du wirklich voll. Voll bis zum Bersten.“

Alex schloss die Augen. Der Lärm der Party zog sich zurück, wurde zu einem fernen Brandungsrauschen. In ihm war nur noch dieses eine, alles vereinnahmende Gefühl: vollgestopft. Beendet. Ein fertiges Produkt. Er war kein Mensch mehr, sondern ein Gefäß, das seine Bestimmung erfüllt hatte.

Irgendwann, viel später, als die ersten Gäste schwerfällig in ihre Autos wankten, löste der Vielfraß die Sonde. Was herauslief, war nur ein dünner Strahl. Der Rest blieb. Eine dauerhafte Erinnerung.

Leon schloss die Tür hinter dem letzten Gast. Die Stille, die hereinbrach, war ohrenbet

Leon schloss die Tür hinter dem letzten Gast. Die Stille, die hereinbrach, war ohrenbetäubend, ein plötzliches Vakuum, das nur vom leisen Summen des Kühlschranks und Alex’ flachem, keuchendem Atem ausgefüllt wurde. Leon lehnte eine Minute lang mit der Stirn gegen das kalte Holz, spürte das Pochen in seinen Schläfen, eine Mischung aus billigem Burgunder, Übersättigung und leerer Befriedigung. Dann drehte er sich um, musterte die Verwüstung.

Der Raum sah aus wie ein Schlachtfeld nach einem Festmahl von Ungeheuern. Umgestürzte Gläser, die klebrigen Pfützen von verschütteten Getränken und öligen Saucen bildeten Muster auf den Dielen. Auf jeder verfügbaren Fläche lasschen leere Flaschen wie abgeschossene Soldaten: Bier, Wein, Schnaps. Der süßliche, faulige Geruch von zu viel schlecht verdauter Sahne und Schokolade hing in der Luft, vermischt mit dem scharfen Stachel von Sperma und Schweiß. Einige der verstärkten Möbel standen schief, eine Lehne der Futterrinne war gesplittert. Mitten in diesem Chaos lag Alex, ein aufgeblasenes, bewegungsloses Wrack auf dem Sofa, sein Bauch ein geisterhaft weißer, gespannter Berg in der Dämmerung.

Maik taumelte aus der Küche, einen halb leeren Korn in der Faust. Sein Gesicht war eine Maske aus Erschöpfung und Völlerei, sein PVC-Harness hing offen um seine jetzt deutlich gewölbte Hüfte. „Mein Gott,“ grunzte er und ließ sich schwer auf einen beschmutzten Sessel fallen, der unter seinem Gewicht ächzte. „Die haben uns leer gesoffen. Jede Flasche.“

Leon ging langsam durch den Raum, sein Schritt knirschte auf Chips und Salzstangen. Er trat vor Alex, betrachtete ihn dispassioniert. Alex’ Augen waren offen, starrten an die Decke, aber sie sahen nichts. Sein Bauch bewegte sich kaum, die Haut so straff, dass Leon die Kontur seines eigenen Magens darunter zu erkennen glaubte. Der Dreck von vorher, die Schokolade und die Sauce, waren zu einer krustigen Schicht getrocknet.

„Er atmet noch,“ sagte Leon mehr zu sich selbst.

„Der Vielfraß hat ihn bis zum Bersten gefüllt,“ murmelte Maik und nahm einen letzten Zug aus der Flasche. „Mit dieser verdammten Sonde. Direkt in den Darm. Das sind locker zwei Liter von dieser süßen Pampe in ihm.“ Er lachte, ein hohles, pappiges Geräusch. „Ob das verdaut wird, oder ob es da einfach gärt bis es rausplatzt?“

Leon ignorierte ihn. Er kniete sich neben Alex, legte eine kühle Hand auf den gespannten Bauch. Die Hitze, die von innen ausstrahlte, war fiebrig. Alex zuckte kaum zusammen. „Alex.“ Keine Reaktion. „Alex, du musst dich bewegen. Du musst das Zeug loswerden.“

Ein schwaches Stöhnen. Alex’ Lippen bewegten sich. „Kann… nicht.“

„Du musst.“ Leons Stimme hatte keine Geduld mehr, nur noch Pragmatismus. Die Kosten für eine klinische Magenspülung, die Nachfragen, das alles wollte er vermeiden. Er stand auf, suchte mit den Blicken die Gegend ab. Sein Blick fiel auf ein übrig gebliebenes Stück von Maiks Spielzeug, den schlanken, langen Silikon-Klistieraufbau mit dem großen Trichter, der für „Tiefenreinigungen“ beworben wurde. Es lag schmutzig in einer Ecke.

Er hob es auf, wischte den grobsten Dreck am Sofa ab. „Maik. Hilf mir.“

Maik stöhnte, rappelte sich auf. „Was?“

„Wir müssen ihn ausspülen. Bevor er hier innerlich verkommt.“ Leon füllte den Trichter aus einer halb vollen Wasserflasche, mischte grob eine Handvoll Salz hinein. „Halte ihn fest.“

Maik packte Alex an den Schultern, drehte ihn grob auf die Seite. Alex wimmerte, ein dünnes, endloses Geräusch. Seine aufgeblähte Masse bewegte sich nur widerwillig. Leon setzte die flexible Röhre an Alex’ zerstörtem, rotem Loch an, das noch immer weit geöffnet stand, und schob sie hinein. Kein Widerstand mehr. Er hob den Trichter.

Das Salzwasser floss grausam einfach, zog durch den Schlauch, füllte Alex von der anderen Seite auf, vermischte sich mit der kalorienreichen Schlämme, die der Vielfraß eingebracht hatte. Alex begann zu zittern, ein ganzkörperliches Beben. Sein Bauch, ohnehin schon ein planetarer Druck, dehnte sich weiter aus. Seine Augen quollen vor Qual.

„Stopp… bitte… platze…“

Leon hörte nicht auf. Er ließ den ganzen Trichter leer laufen. Dann zog er den Schlauch abrupt heraus.

Was folgte, war keine kontrollierte Entleerung, sondern eine gewaltsame, dünnbreiige Eruption, die aus Alex hervorbrach wie aus einem geplatzten Kanalrohr. Ein Strom von halbverdauter Sahne, Schokolade, Salz und Schleim ergoss sich über die Sofalehne auf den Boden, ein braun-gelber, faulig riechender Sumpf. Der Gestank war so beißend, dass Maik würgend zurückwich.

Alex verkrampfte sich, sein Körper warf sich in wellenförmigen Kontraktionen, während er sich weiter in den Stoff ergoss. Minuten lang. Es war die mechanische, entmenschlichende Leerung eines Fasses. Als es endete, lag er zitternd in einer Lache seines eigenen verdorbenen Inhalts, der Bauch deutlich zurückgegangen, aber weich und schlaff wie ein leergeräumter Sack.

Leon betrachtete sein Werk. „Das reicht. Mach ihn sauber. Bring ihn hoch.“

Maik, bleich vor Ekel, zerrte Alex vom Sofa, schleifte ihn über den Dreck zur Dusche unten. Das kalte Wasser schien Alex etwas ins Bewusstsein zurückzuspülen. Er weinte lautlos, während Maik ihn mit einem rauen Lappen grob abrieb, als poliere er ein Stück Fleisch.

Oben begann Leon, den Schaden zu beziffern. Die zersplitterte Lehne: Reparaturkosten. Der verschmutzte Teppich: Reinigung oder Ersatz. Die unzähligen Flaschen: Pfand oder Müll. Die geliehene Futterrinne war beschädigt. Der Verbrauch an Wasser, Strom, Essen. Er schrieb Zahlen in sein Notizbuch, die Spalte der Einnahmen von den fixen Partykosten und den neuen Schäden abziehend. Die Marge schrumpfte. Die Gleichung wurde brüchig.

Als Maik, tropfnass und mürrisch, wieder hoch kam, warf Leon ihm das Notizbuch zu. „Sieh dir das an. Das war das bisher teuerste Fest. Und wir müssen wahrscheinlich dem Vielfraß noch einen Bonus zahlen, sonst spricht er über seine ‚Spezialbehandlung‘.“

Maik überflog die Zahlen, dann warf er das Buch auf den Tisch. „Scheiß drauf. Die haben bezahlt. Die waren zufrieden. Bärenkönig hat mir einen Umschlag zugesteckt, bar, für das Sahne-Guss-Video.“

Leon hob eine Augenbraue. „Video?“

Maik grinste trotz seiner Erschöpfung.„Ja. Hab mein Handy aufgestellt. Diskret. Er will es für seine private Sammlung. Hat fünfhundert extra gegeben.“

Eine neue Variable. Leon dachte nach, rieb sich die Schläfe. Der Gedanke widerte ihn an und reizte ihn zugleich. Sie verkauften nicht mehr nur den Raum, die Ware, ihre Körper. Sie verkauften Aufzeichnungen der Erniedrigung. Es war der nächste logische, widerliche Schritt.

„Dann müssen wir uns darum kümmern, dass die Videos professioneller werden. Keine wackeligen Handyaufnahmen. Richtige Kameras. Richtiges Licht. Wir verkaufen Abonnements. Exklusive Inhalte.“

Maiks müde Augen glommen auf. „Ja? Und wer dreht dann? Du?“

„Vielleicht.“ Leons Blick wanderte zur Treppe, woher das schwache Geräusch von fließendem Wasser und Schluchzen immer noch zu hören war. „Oder wir investieren. Holen jemanden. Billig und diskret.“ Er stand auf, seine Beine schwer. „Wir können morgen nicht aufräumen. Dafür ist es zu viel. Wir schlafen heute im Laden. Die Luft hier ist vergiftet.“

Sie sammelten einige Decken und zogen schwerfällig über den Hof zum umgebauten Stall von „Eros Mechanika“. Die kalte Nachtluft brannte in ihren Lungen, wusch den schlechten Geruch nicht fort, sondern trug ihn nur anders. Im Lagerraum, zwischen den Regalen voller stiller, glänzender Silikonformen und nutzloser Lederriemen, breiteten sie Decken auf dem Boden aus. Alex kroch unter eine, ein willenloses Bündel.

Leon trank ein letztes Glas Wasser, stehend, starrte aus dem kleinen Fenster in die schwarze, alpine Nacht. Er sah kein Licht weit und breit. Nur ihre Dunkelheit.

Maik hatte schon geschnarcht, ein unruhiges, schnarchendes Geräusch, das zwischen den Kunstpenissen widerhallte.

Dann, aus der Dunkelheit, kam Alex’ Stimme. Leise, brüchig, aber klar. „Es hat heute jemand einen Namen gesagt.“

Leon drehte sich nicht um. „Was?“

„Ein Gast. Er war sehr betrunken. Er hat mich gefüttert, bevor der Vielfraß kam.“ Alex machte eine Pause, holte schmerzhaft Luft. „Er hat gesagt: 'Schön, dass Marek nicht da ist, der hätte das nicht durchgehen lassen.'“

Die Stille dehnte sich aus, viel gefährlicher als die vorherige. Das Geräusch von Maiks Schnarchen hörte abrupt auf. Leon drehte sich langsam um. Sein Gesicht war im Dunkeln nicht zu sehen, aber seine Gestalt war angespannt, unbeweglich wie Stein.

„Marek,“ wiederholte Leon das Wort. Es war kein Name. Es war ein Zündschlüssel. Es schloss eine Tür auf, die sie für immer verrammelt glaubten.

„Wer ist Marek?“ flüsterte Alex.

Leon antwortete nicht sofort. Er ging zum Fenster zurück, legte die Hände auf die kalte Fensterbank. Als er sprach, war seine Stimme ganz anders. Flach. Trocken. Sie enthielt die ganze vorherige Geschäftigkeit nicht mehr. „Der Bruder.“

Aus der Dunkelheit kam Maiks Stimme, plötzlich hellwach, ganz nüchtern. „Was zum Teufel redet der Typ? Welcher Bruder?“

„Der ältere Bruder des Hauses,“ sagte Leon, als lese er eine Faktenliste vor. „Der eigentliche Besitzer. Derjenige, der es vererbt bekommen hat, bevor alles schiefging. Derjenige, von dem wir dachten, er sei für immer in der geschlossenen Anstalt in Krakau. Derjenige, der lebenslang eingewiesen wurde, weil er seine Schwester und ihren Freund im Sommerhaus an der Weichsel mit einem Beil in Stücke gehackt hat, als sie dreizehn war.“

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