Cover of The Deepest Dive

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A story about two chubby boys (otters in gay terms) in their mid twenties (at least 2500 words) about how they meet and them having sex (being as detailed and explicit as possible)

Chapter 154: Chapter 154

Der Kater war nicht nur physisch. Er war ein bleierner Zustand, der seit Tagen in Alex’ Gliedern hing und jeden Gedanken an den nächsten Abend mit Leon in etwas Vergiftetes, Absurdes verwandelte. Die Erinnerung an den betrunkenen Absturz fühlte sich an wie eine Brandwunde. Die unmittelbaren, schamlosen Texte danach waren ausgeblieben. Stattdessen herrschte eine funkstille, bedrohliche Pause.

Als die Nachricht drei Tage später kam, war Alex gerade dabei, das dritte Nutellabrot des Vormittags zu vertilgen.

Komm raus. Aus deinem Loch. Ich auch. Irgendwo dazwischen. Irgendwo, wo es Bäume gibt und kein WLAN.

Alex starrte auf die Worte. Sein Herz machte einen Satz, kein euphorischer, sondern ein ängstlicher. Echtes Treffen. Nicht virtuell. Nicht über 90 Kilometer, sondern auf neutralem, lebendigem Grund.

Wo?, tippte er zurück, seine Finger zitterten leicht.

Südlicher Ruhrpott. Grüngürtel. Wald, ein altes Fördergerüst, wenig Leute. Ich schick dir Koordinaten. Morgen. 11 Uhr.

Es war kein Vorschlag. Es war eine Order. Und Alex, der in seinem eigenen Schweinestall aus leeren Chipstüten und verstaubten Tech-Gadgets vor sich hin moderte, wusste, dass er keine Wahl hatte. Entweder er traf sich mit dem Gespenst in Fleisch und Blut, oder er würde endgültig in der digitalen Version ihrer selbst verschimmeln.

Der Zug ratterte durch graue Vorstädte, die allmählich in grüne Hügel und dichte Wälder übergingen. Alex hatte einen leeren Rucksack dabei, nur mit Wasser und einer Decke. Keine Geräte. Das war die stillschweigende Regel. Die Koordinaten führten zu einem Wanderparkplatz am Rande eines ausgedehnten Mischwaldes. Die Luft roch nach feuchtem Moos, Tannennadeln und der entfernten Kohlenote der alten Industrie.

Leon lehnte gegen seinen alten, verbeulten Golf. Er sah aus wie der Alex aus dem Spiegel: übernächtigt, etwas hagerer geworden, aber mit einer angespannten Energie in den Schultern, die online nicht übertragen werden konnte. Sie musterten sich für einen Moment, als wären sie Fremde.

„Du siehst scheiße aus“, sagte Leon, ein angespannter Grinser umspielte seine Lippen.

„Du auch.“ Alex trat näher. Die physische Präsenz des anderen war überwältigend. Das Rascheln seiner Jacke, der Geruch nach kaltem Rauch und billigem Duschgel. Es war unerträglich real. „Und? Was jetzt? Spaziergang?“

„Erst mal weg hier.“ Leon stieß sich vom Auto ab. „Der Weg führt runter zum alten Stollenbach. Da ist niemand.“

Sie gingen schweigend einen schmalen, von Wurzeln durchzogenen Pfad hinab. Das Schweigen war dick, beladen mit allem Ungesagten der letzten Wochen – der klinischen Präzision, dem sentimentalen „Klopfzeichen“, dem betrunkenen Amoklauf. Die Vögel zwitscherten, irgendwo hämmerte ein Specht. Die Natur war eine unpassende Kulisse für das, was zwischen ihnen brodelte.

Der Bach plätscherte träge über moosbedeckte Steine. Sie standen am Ufer, auf einem kleinen, sandigen Fleck, umgeben von dichtem Unterholz.

„Warum eigentlich?“, brach Alex das Schweigen. Seine Stimme klang rau. „Nach dem letzten Mal… das war doch nur noch entgleist.“

Leon zündete sich eine Zigarette an, zog tief daran. „Weil ich dein verdammtes Gesicht sehen wollte. Nicht nur auf einem Bildschirm, wenn du kommst oder wenn du kurz vor dem Kotzen bist.“ Er ließ den Rauch ausstoßen. „Weil ich wissen musste, ob das alles nur ein Scheiß-Fantasiespiel war.“

„Und? Ist es das?“

Leon drehte sich zu ihm um, warf die Zigarette ins Wasser. „Fass mich an und find’s raus.“

Es war keine Einladung. Es war eine Herausforderung. Ein letzter Test. Alex spürte, wie sein Atem flacher wurde. Er trat einen Schritt vor, dann noch einen. Seine Hand hob sich zögernd, landete auf Leons Brust, durch das dünne Baumwollshirt. Er konnte den Herzschlag darunter fühlen, schnell und hart. Kein simulierte s Wummern. Echt.

Leon stieß ein keuchendes, halb ersticktes Geräusch aus. Dann packte er Alex’ Kopf und zog ihn in einen brutalen, verzweifelten Kuss. Es war keine Zärtlichkeit, es war ein Akt der Gewalt und der Überprüfung. Zähne knirschten aneinander, Zungen kämpften um Dominanz, die Geschmäcker von Tabak und Angst vermischten sich. Alex vergrub seine Hände in Leons Haaren, zog ihn näher, bis nicht einmal die Luft zwischen ihnen passte.

„Hier“, keuchte Leon, als sie sich losrissen, beide atemlos. „Jetzt. Gleich hier.“ Seine Hände krallten sich in Alex’ Hüften, drehten ihn grob um. Alex stolperte vorwärts, stützte sich mit den Händen gegen die raue Rinde einer dicken Buche. Er hörte das Geräusch von Leons Hose, die aufgeknöpft wurde, das Rascheln, als sie fiel.

Kein Gleitgel. Keine Vorbereitung. Nur Spucke, die Leon in seine Handfläche spuckte, ein widerliches, feuchtes Geräusch, bevor er sie über seinen harten, bereits feuchten Schwanz rieb. Alex zog hastig seine eigene Jeans und Boxershorts hinunter, bis zu den Oberschenkeln. Die kalte Luft kitzelte seine nackte Haut.

„Du weißt, was kommt“, knurrte Leon, seine Stimme war direkt an Alex’ Ohr. Eine Hand drückte zwischen Alex’ Schulterblätter, bog seinen Rücken durch. Die andere führte die fetten Spitze seines Schwanzes an Alex’ trockenes, enges Loch.

Es war eine Invasion. Ein schmerzhafter, brennender Riss, als die große Eichel gewaltsam nach innen drang. Alex schrie auf, ein kurzer, gellender Laut, der im Waldgeplätscher erstarb. Sein Griff in die Borke wurde weißköpfig.

„Still halten“, fauchte Leon und stieß mit einem einzigen, unerbittlichen Stoß komplett hinein. Alex fühlte sich aufgespießt, ausgeweidet, von einer greifbaren, lebendigen Wucht erfüllt, gegen die selbst das wildeste Muster nur ein Witz war. Der Schmerz war kristallklar und blitzschnell durchzog ihn wie ein Blitz.

Leon zog fast komplett heraus und rammte sich wieder hinein. Jetzt fing es an, sich anzupassen, der Schmerz verwandelte sich in einen dumpfen, furchtbar erfüllenden Druck, der jeden Zentimeter in ihm besetzte. „So ist das also“, keuchte Leon und begann einen rücksichtslosen Rhythmus, kurz, hart, tief. „So fühlt sich das an. Ohne App. Ohne nette Welle.“ Jeder Stoß schob Alex gegen den Baum, die Rinde schürfte seine Wange. „Einfach nur mein Arsch, der deinen auseinander nimmt.“

Es war roh, primitiv und unglaublich erregend. Alex stöhnte mit jedem Stoß, sein eigener Schwanz schlug hart und leer gegen den Baumstamm. Die Erniedrigung war total, die Intimität absolut. Er konnte jedes Zucken in Leons Oberschenkeln spüren, jedes keuchende Ausatmen in seinem Nacken. Das war kein kodiertes Klopfzeichen. Das war ein körperliches Dauerfeuer.

Leon’s Tempo wurde unregelmäßig, verzweifelt. Seine Hand wanderte von Alex’ Rücken nach vorne, grub sich in seine Hüfte, zog ihn noch fester auf sich auf. „Komm schon, du verdammter, digitaler Wichser“, flüsterte er, seine Lippen feucht an Alex’ Ohr. „Spürst du es? Das bin ich. Nur ich.“

Der Orgasmus überkam Leon mit einem unterdrückten, tierischen Knurren. Alex spürte, wie sich der Körper hinter ihm versteifte, wie der Schwanz in ihm pulsiert und dann die heiße, strömende Füllung in seinen innersten Winkel spritzte. Es war ein Gefühl von erschreckender Wahrhaftigkeit. Leon blieb für einen Moment in ihm, schwer atmend, dann zog er sich mit einem nassen, obscönen Geräusch zurück.

Alex drehte sich um, sein Rücken schmerzte, sein Arsch brannte. Leon stand da, seinen schlaffen, glänzenden Schwanz in der Hand, sein Blick war wild und leer. Ohne ein Wort kniete Alex sich hin, nahm ihn in den Mund. Er schmeckte sich selbst, salzig und bitter, und den eindeutigen Geschmack von Leons Sperma. Er saugte und leckte, reinigte ihn mit einer Hingabe, die jenseits von Lust war. Eine Pflicht. Eine Bestätigung.

Leon stöhnte tief auf, seine Hand legte sich sanft auf Alex’ Kopf. „Genug“, sagte er heiser. „Jetzt du.“

Sie wechselten die Position. Leon lehnte sich gegen den gleichen Baum, zog Alex vor sich. Der Kuss diesmal war anders, zerlutscht, erschöpft. Alex’ Hände waren immer noch unsicher, als er an Leons Hose nestelte. Er holte seinen Schwanz heraus, der bereits wieder halb steif war. Keine Technik, keine Kunst. Alex spuckte in seine eigene Hand und rieb sie darüber, dann führte er sich selbst darauf, ließ sich sinken, stöhnend vor der neuen, ungewohnten Fülle. Es war enger, heißer. Er begann zu reiten, langsam zuerst, die Hände auf Leons Schultern gestützt. Leon’s Augen, dunkel und unverwandt, saugten sich an ihm fest.

„Siehst du?“, flüsterte Leon. „So geht das. Auge in Auge.“

Alex erhöhte das Tempo, hämmerte sich auf ihn nieder, suchte seinen eigenen Abschluss. Er kam schneller als erwartet, mit einem heftigen Schaudern, sein Sperma spritzte über Leons Bauch und Shirt. Er kollabierte vorwärts, sein Kopf an Leons Schulter.

Sie blieben so, atmeten, während der Wald um sie herum lebte, als wäre nichts geschehen.

Später, nachdem sie sich notdürftig mit Bachwasser gereinigt hatten, lagen sie auf Alex’ ausgebreiteter Decke an einer sonnigen Lichtung weiter oben. Die Stille war jetzt anders. Nicht mehr bedrohlich, sondern müde, verletzlich.

„Das war…“, begann Alex.

„Notwendig“, beendete Leon den Satz. Er lag auf dem Rücken, die Augen gegen die durch das Blätterdach tanzenden Sonnenflecken geschlossen. „Um den ganzen Technoscheiß zu überschreiben. Der Körper vergisst nicht. Jetzt weiß er wieder, wie es sich anfühlt.“

Eine Wolke zog vor die Sonne. Es wurde kühler.

„Es reicht nicht“, sagte Alex leise. Er meinte den einen sexuellen Akt.

Leon öffnete die Augen. „Nein. Tut es nicht.“

Sie standen gleichzeitig auf, als wären sie verbunden. Diesmal führte Alex. Er zog Leon mit sich in ein Dickicht aus jungen Fichten, dicht und undurchdringlich. Hier war der Boden weich mit Nadeln. Er schob Leon hinunter, auf den Rücken, knöpfte seine eigene Hose wieder auf, kniete sich über sein Gesicht.

„Leck mich sauber“, sagte Alex, und seine Stimme ließ keinen Widerspruch zu. „Von dir. Und von mir.“

Leon gehorchte ohne Zögern. Seine Zunge, geschmeidig und entschlossen, fuhr den noch immer empfindlichen Spalt zwischen Alex’ Hinterbacken auf und ab, säuberte ihn von ihren vermischten Säften. Alex stützte sich mit den Händen an einem Baumstamm ab, stöhnte, als die Zunge tiefer eindrang, weich und eindringlich, ein Gefühl von so intimer Scham, dass es ihn schwindelig machte.

Dann drehte er sich um, nahm Leons wieder erstarkten Schwanz erneut in den Mund, während Leon weiter an ihm leckte, eine 69 auf dem Waldboden, verschmiert, chaotisch und unglaublich eklig. Sie weideten sich aneinander aus, bis ihre Kiefer schmerzten und ihre Gesichter nass waren von Speichel und anderen Flüssigkeiten.

Der dritte Akt war stiller. Sie standen, Brust an Brust, zwischen zwei Bäumen gedrückt. Alex’ Rücken rieb sich an der Rinde, während Leon ihn küsste und gleichzeitig mit einer öligen Hand zwischen ihnen beiden ihren Schwänze zusammenrieb, sie aneinanderpresste, in einer trockenen, schnellen Reibung, die nach all der Penetration fast zärtlich war. Sie starrten sich dabei an, atmeten den selben Atem, kamen fast gleichzeitig, ihre Säume vermischten sich auf ihren Bäuchen und tropften auf den Waldboden.

Gegen Abend, als die Mücken anrückten und die Luft kühl wurde, saßen sie wieder am Golf auf dem Parkplatz. Sie rochen nach Wald, Schweiß und Sex. Die virtuelle Welt, mit ihren Mustern und Apps, war zu einem fernen, blechernen Albtraum zusammengeschrumpft.

„Das war kein Reset“, sagte Leon, als er den Zündschlüssel umdrehte. „Das war nur… Festplatte formatiert. Daten gelöscht.“

Alex nickte. Seine Gedanken waren ruhig, sein Körper war ein einziger, wunder Punkt. „Und jetzt? Was schreiben wir drauf?“

Leon ließ den Motor an. „Keine Ahnung. Aber

„Keine Ahnung. Aber wir fangen jetzt von vorne an.“ Leon ließ den Wagen an. Das Knacken des Kieses unter den Reifen war das letzte Geräusch für eine Weile. Sie fuhren schweigend, die Fenster heruntergelassen, die schwüle Abendluft strich durch ihre verschwitzten Haare. Die Straße schlängelte sich aus dem Wald heraus, an stillgelegten Zechengeländen vorbei, zurück in eine Art Zivilisation.

„Hunger?“, fragte Leon irgendwann. Seine Hand lag lässig am Schaltknüppel, nur Zentimeter von Alex’ Knie entfernt.

„Verdammten Hunger.“

Sie hielten an einem schäbigen Imbiss am Rand eines Fahrradwegs. Currywurst mit Pommes, fettig in Pappschachteln. Sie aßen sie im Wagen, die Kartons auf den Knien, würgten das fette Fleisch und die matschigen Pommes hinunter, als wäre es die Kommunion nach ihrer eigenen, perversen Messe. Die Soße klebte an ihren Fingern.

„Schmeckt wie Arsch“, sagte Alex und steckte sich trotzdem eine weitere Pommes in den Mund.

„Besser als deiner“, konterte Leon, und ein echtes, müdes Grinsen blitzte auf. Es war das erste seit Wochen, das nicht von einem Bildschirmlicht verzerrt war.

Die Nacht war noch nicht da, aber der Himmel färbte sich lila über den Fördertürmen. Leon fuhr nicht zum Bahnhof zurück. Stattdessen bog er in einen Parkplatz am Rande eines großen, öffentlichen Parks ein, der in der Dämmerung bereits menschenleer wirkte. „Noch nicht“, sagte er einfach. Alex verstand. Zurück in die Realität bedeutete zurück in die getrennten Zimmer, zurück in die Stille. Das hier war ein Niemandsland, und sie wollten es ausquetschen.

Sie stiegen aus, gingen auf den knirschenden Kieswegen. Der Park war angelegt mit Rabatten, Hecken und kleinen Brücken über einen Teich. Eine andere Art von Natur, gezähmt und für Sonntagsspaziergänge gemacht. Die Luft roch nach gemähtem Gras und dem süßlichen Duft verblühter Blumen.

„Stell dir vor“, murmelte Alex, seine Hand streifte versehentlich gegen Leons. „Hier laufen am Tag Hunderte Leute lang. Familien. Jogger. Und jetzt sind wir hier und sind noch voll mit… uns.“

„Das macht es irgendwie besser“, sagte Leon. Seine Stimme war ruhig, nachdenklich. „Weil es so fucking falsch ist.“

Sie hatten eine kleine Anhöhe mit einem rundum verglasten Pavillon erklommen, einen Aussichtspunkt. Von hier sah man die Lichter der Stadt in der Ferne zucken. Im Pavillon roch es nach Wandfarbe und vergessenem Müll. Leon stellte seine Pommestüte auf das Geländer, drehte sich zu Alex. Sein Kuss war langsamer diesmal, forschend, fast zärtlich. Die Schroffheit vom Wald war einer tiefen, erschöpften Gier gewichen.

„Ich will dich nochmal“, sagte Leon gegen seine Lippen. „Aber langsam. So, als ob.“

„Als ob was?“

„Als ob wir uns Zeit lassen könnten.“

Sie ließen sich auf den kalten, leicht verschmutzten Boden des Pavillons sinken. Die Glasscheiben umgaben sie wie eine durchsichtige Zelle. Jeder konnte hereinschauen, wenn jemand den Pfad heraufkäme. Die Vorheit trieb Alex den Puls in die Schläfen. Leon öffnete Alex’ Hose behutsam, zog sie mit den Boxershorts über seine Hüften. Sein Mund war warm und weich, als er ihn umschloss, ein Kontrast zur kühlen Luft und der harten Fliese unter Alex’ Arsch. Alex stöhnte auf, sein Kopf fiel zurück gegen eine Glasscheibe mit einem leisen Klack.

Leon blies ihn nicht einfach. Er verkostete ihn. Umspielte die Eichel mit der Zungenspitze, ließ seine Lippen den Schaft hinuntergleiten, nahm ihn tief, bis Alex sein eigenes Pulsieren in der feuchten Wärme von Leons Rachen spüren konnte. Es war ein Akt der Hingabe, nicht der Dominanz. Alex’ Hände fanden sich in Leons Haaren, nicht um zu führen, sondern um sich festzuhalten. Er starrte durch das Glas in die dämmernde Leere des Parks, während sein Schwanz in diesem feuchten, saugenden Mund verschwand, und dachte an all die abstrakten Vibrationen, die das hier nie ersetzen konnten.

„Du machst mich komplett verrückt“, keuchte Alex.

Leon ließ ihn mit einem nassen, obscönen Pflock los. „Das ist der Plan.“ Er stand auf, sein Gesicht glänzte im schwachen Licht. „Jetzt dreh dich um. An die Scheibe.“

Alex gehorchte, drehte sich, presste seine Handflächen und seine Stirn gegen das kühle Glas. Seine Atemluft beschlug es sofort. Leon trat hinter ihn, spuckte noch einmal in seine Hand, rieb es über sich. Der Druck, als er wieder eindrang, war diesmal vertraut, ein brennendes Dehnen, das sofort in tiefe Fülle überging. Leon stieß nicht sofort los. Er blieb stecken, ganz tief, seine Hände umklammerten Alex’ Hüften, zogen ihn noch enger an sich. Alex konnte ihr verschwommenes Spiegelbild im beschlagenen Glas sehen, zwei verschmolzene Silhouetten in der Glaskiste.

Dann begann Leon sich zu bewegen. Langsam. Quälend langsam. Jeder Zug nach draußen ließ Alex leer und fordernd zurück, jeder Stoß nach innen füllte ihn mit einer schweren, beruhigenden Gewissheit. Es war kein Ficken mehr. Es war ein Einschreiben. Leon beugte sich vor, biss Alex sanft in die Schulter, sein Atem war heiß an seinem Hals. „Das hier“, flüsterte er zwischen zwei langsamen, tiefen Stößen, „ist das einzig echte Muster. Atmen. Und dich spüren.“

Sie verloren sich in diesem Tempo, in der surrenden Stille, die nur von ihrem keuchenden Atem und dem leisen, feuchten Klatschen ihrer Körper unterbrochen wurde. Alex rieb seinen harten Schwanz gegen die kalte Glasscheibe, ließ eine schmierige Spur von Lust darauf zurück. Die Welt draußen war nur noch ein dunkler, verschwommener Fleck. Alle Grenzen zwischen ihnen, zwischen öffentlich und privat, zwischen digital und fleischlich, lösten sich in diesem gleichmäßigen, besitzergreifenden Rhythmus auf.

Das Geräusch von Schritten auf Kies kam wie ein Stromschlag.

Sie erstarrten mitten in der Bewegung. Leon war stocksteif in ihm. Alex’ weit aufgerissene Augen starrten durch den beschlagenen Fleck vor seinem Gesicht. Zwei Schemen bewegten sich den Pfad herauf. Stimmen. Eine Frau lachte.

„Scheiße“, zischte Leon, aber er zog sich nicht heraus. Er blieb in ihm stecken, beide panisch reglos.

Die Schritte kamen näher. Ein Handylicht tanzte über den Weg. Sie waren vielleicht fünfzehn Meter entfernt und kamen direkt auf den Pavillon zu.

„Rausziehen“, flüsterte Alex, sein Herz hämmerte ihm die Kehle zu.

„Zu spät. Sie sehen uns so oder so.“ Leons Stimme war ein fassungsloses Flüstern, aber darunter lag eine Art hysterische Faszination. Seine Hände gruben sich fester in Alex’ Hüften. „Spiel tot.“

Die Schatten wurden zu einer jungen Frau und einem Mann, vielleicht Mitte zwanzig. Sie waren eng umschlungen, kicherten. Das Handylicht streifte über die erste Stufe zum Pavillon.

Alex schloss die Augen. Er hörte ihren Schritt auf der Metalltreppe. Ein leises Quietschen. Dann ein ersticktes „Oh!“

Er öffnete die Augen. Die Frau stand im Eingang, ihr Freund direkt hinter ihr. Ihr Lächeln war verschwunden, ihre Augen waren riesige Kreise im Licht ihrer Handytaschenlampe, die jetzt direkt auf sie gerichtet war. Der Strahl erfasste Alex’ nackten, an die Scheibe gedrückten Arsch, Leons Hose, die ihm um die Oberschenkel hing, ihre verbundenen Körper. Es erfasste das schmierige Sperma auf dem Glas.

Für eine endlose Sekunde war nur das Summen der Nacht und ihr gemeinsamer, stockender Atem zu hören.

Dann grinste der Typ. Ein breites, angeheitertes Grinsen. „Entschuldigung“, sagte er, und seine Stimme war voller unverschämter Belustigung. „Wir stören wohl.“

Die Frau sagte nichts. Sie senkte die Taschenlampe nicht. Ihr Blick wanderung von Alex’ Gesicht, das vor Scham und Erregung glühte, hinunter zu der Stelle, an der Leon noch immer in ihm steckte.

Leon bewegte sich. Ein winziger, kaum merklicher Ruck mit den Hüften, der aber durch beide Körper lief. Es war keine Flucht. Es war eine Behauptung. Alex stieß ein unwillkürliches, gepresstes Stöhnen aus.

„Macht ruhig weiter“, sagte der Typ, und sein Lachen war jetzt offen. Er zog seine Freundin sanft am Arm. „Sieht doch heiß aus. Viel Spaß noch.“

Sie verschwanden die Treppe hinunter, ihre Kichern wurde leiser, bis es im Dunkel des Parks verschwand. Das Handylicht tanzte weg.

Leon ließ die Luft aus seiner Lunge, ein zitternder Stoß. Seine Stirn fiel gegen Alex’ Rücken. „Heilige Scheiße.“

Alex fing an zu zittern, ein Adrenalinschock, der durch sein ganzes System fuhr. Doch seltsamerweise war da keine Panik. Nur eine heiße, beschämende Woge von… Erregung. Sie wurden gesehen. Er war dabei gesehen worden, wie er genommen wurde, und es hatte die Fremden angefixt. Es war pervers. Es war ekelerregend. Sein Schwanz, der einen Moment lang schlaff geworden war, füllte sich wieder steif gegen das Glas.

„Du… du hast dich bewegt“, flüsterte Alex.

„Hat dich das geil gemacht? Dass die zugeschaut haben?“ Leon’s Stimme war rau an seinem Ohr. Seine Hüften bewegten sich wieder, ein winziger, fragender Kreis.

„Ja.“ Das Eingeständnis war heraus, bevor er es stoppen konnte. „Ja, du Arschloch. Hast du das nicht?“

Als Antwort rammte Leon sich mit einem plötzlichen, gewaltsamen Stoß wieder ganz in ihn hinein. Der Schock ließ Alex aufschreien. „Natürlich hat es das“, fauchte Leon und begann einen hektischen, hemmungslosen Rhythmus, angefeuert von der Gefahr, von der Blamage, von der brutalen Intimität ihres geteilten Geheimnisses. Jeder Stoß war ein Statement. Seht her. Das sind wir. Der Pavillon schien zu beben von ihrer Wucht. Die vorherige Langsamkeit war zerfetzt, verbrannt von der Exhibition.

Alex kam zuerst, mit einem brutalen Schrei, sein Sperma spritzte in weißen Streifen über das bereits beschmierte Glas, ein neues, eigenes Muster in der Sammlung. Der krampfende Druck in seinem Inneren trieb Leon über den Rand, der sich mit einem dumpfen Stöhnen in ihn ergoss, seine Zähne in Alex’ Schultermuskeln vergrub.

Sie rutschten gemeinsam zu Boden, eine feuchte, zitternde Masse aus Kleidung und nackter Haut. Kein Wort. Draußen ging der Park seinen gewohnten Gang, ahnungslos. Irgendwann fand Alex seine Stimme wieder.

„Die erzählen das vielleicht weiter.“

„Sollen sie“, murmelte Leon ins Nacken. „Dann wissen wenigstens ein paar Leute, dass es uns gibt.“

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